"Mosaikstein"

Faymann will nicht über Studiengebühren streiten

23. Oktober 2011, 13:10
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    foto: dapd/punz

    Faymann will nicht mehr mit ÖVP-Chef Spindellegger über Studiengebühren streiten. Die Abschaffung sozialer Barrieren und die Uni-Milliarde seien wichtiger, sagt er.

Bundeskanzler nennt Studiengebühren einen "kleinen Mosaikstein" - ÖVP erfreut - Rudas: "Großteil soll weiterhin nichts zahlen"

Wien - Die ÖVP hofft, die SPÖ doch noch für das Studiengebühren-Modell von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle gewinnen zu können. Anlass dafür sind zurückhaltende Aussagen von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in der Tageszeitung "Österreich" (Sonntag-Ausgabe). Darin unterstreicht Faymann nicht das "Nein" der SPÖ zu den Studiengebühren, sondern nennt diese einen "kleinen Mosaikstein, über den man nicht dauernd streiten soll".

Zweimal wird Faymann gefragt, ob die SPÖ beim Nein zur Wiedereinführung der Studiengebühren bleibt - und beide Male legt sich Faymann nicht darauf fest, sondern meint nur, dass man über dieses Thema "nicht dauernd streiten" soll. Die großen Themen bei den Universitäten seien, die sozialen Barrieren zum Studium abzubauen, der Hochschulplan und eine Uni-Milliarde für bessere Studienbedingungen.

Burgstaller und Voves für Tauschgeschäft

Die SP-Front gegen die Studiengebühren zeigte in letzter Zeit schon Risse: Mit Gabriele Burgstaller und zuletzt auch Franz Voves haben schon zwei SPÖ-Landeshauptleute für ein "Tauschgeschäft" Studiengebühren gegen Gesamtschule plädiert.

Mikl-Leitner erfreut über Faymann-Aussagen

ÖAAB-Chefin und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner zeigte sich am Sonntag in einer Aussendung erfreut über Faymanns Aussagen. Diese seien ein "positives Signal". Offenbar sehe Faymann die "Brücke", die Töchterle mit seinem Studiengebühren-Modell gelegt habe. "Jetzt geht es darum, dass die SPÖ über diese Brücke auch geht", so Mikl-Leitner.

Rudas: SPÖ weiter gegen Studiengebühren

Die ÖVP dürfte sich aber ein wenig zu früh darüber gefreut haben, dass die SPÖ nun doch für Studiengebühren gewonnen werden kann. Denn SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas stellte am Sonntag klar, dass die SPÖ weiterhin nicht für deren Wiedereinführung zu haben ist. Verhandeln könne man über Nachbesserungen, aber "der Großteil soll weiterhin keine Studiengebühren zahlen", sagte Rudas.

Das Parlament habe 2008 beschlossen, dass Studenten, die in der Mindeststudiendauer plus zwei Toleranzsemestern fertig werden, keine Gebühren zu zahlen haben. Und "alle Minister sollten sich an Parlamentsbeschlüsse halten", sagte Rudas. Auch aus ihrer Sicht sind die Studiengebühren ein "kleines" und ein "Ablenkungsthema". Denn damit werde man "die Unis nicht retten". Rudas forderte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle also einmal mehr auf, ein Gesamtkonzept vorzulegen. Denn die Fragen, wie Österreich im internationalen Wettbewerb mithalten kann, zu mehr Uni-Absolventen kommt und die Unis qualitativ verbesserten, müssten endlich gelöst werden. (APA)

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MartinB
00
24.10.2011, 14:18

Dieser Failmann gehoert wohl auch zur im liegen umfallenden Kategorie.

sawi48
00
24.10.2011, 11:08
Sehr geehrter Herr Kanzler,

mir wärd aber schon sehr Recht, wenn Sie sich ein bisserl auf die Schienen hauen würden - bei uns fällt nächstes Jahr die KBH weg und die Studiengebühren kommen dazu.

Da wissen wir noch nicht weiter.

grasser prasser
25
24.10.2011, 10:24
Jetzt mal ehrlich. Hat sich da wer was anderes vom Faymann erwartet.

Glaubt wirklich wer, daß dem Faymann Bildung am Herzen liegt. Nachdem er es ja selber trotz Gratisstudim nicht geschafft hat dieses zu beenden, glaub da noch irgendjemand, daß sich diese jämmerliche Gestalt auch nur einen Deut um die Unis schert.
Jeder Uniabsolvent führ im doch die eigene
Beschränktheit vor Augen.
In der freien Wirtschaft wäre jemand mit einer Matura aber keiner weitergehenden Ausbildung (im Gegensatz zu einem abgeschlossenen Lehrberuf) maximal als angelernte Hilsfkraft eingestellt worden - in der SPÖ reichts sogar für den Kanzler.
O Tempora O Mores

john.carter.denton
21
24.10.2011, 10:55

ich bin wirklich kein faymann-fan, aber wenn er meint, dass das thema studiengebühren nichts zur sache tut und stattdessen am abbau der sozialen barrieren, dem hochschulplan und der uni-milliarde gearbeitet werden sollte - dann hat er uneingeschränkt recht.

Helmut Hromadnik21
 
00
24.10.2011, 12:24
Wider sprechen sie sich nicht ?

Was sind KEINE studiengebühren anderes, als abbau sozialer barrieren ???

sawi48
00
24.10.2011, 11:07
Euro oder Schilling ?

john.carter.denton
00
24.10.2011, 11:11

der euro ist in österreich ein gültiges zahlungsmittel, der schilling seit nunmehr 2002 nicht mehr. dass frau fekter in der vergangenheit lebt kann man faymann nun wirklich nicht anlasten.

grasser prasser
00
24.10.2011, 11:00
Mir wäre lieber er würde statt zu meinen

mal seinen Anus bewegen und was tun.

grasser prasser
00
24.10.2011, 10:31
Da war noch der Schreibteufel am Werk

Sollte natürlich:
Gratisstudium
glaubt
führt
Hilfskraft

heißen....

my PC
06
24.10.2011, 09:51
Miclchmädchenrechnung

Für eine Familie, wo 2 Kinder studieren und nicht zu Hause bei den Eltern wohnen können, sondern weit entfernt am Studienort, schaut die Rechnung ungefähr so aus: je 900 Euro für Wohnen + Leben + Studienmittel + U-Bahnticket usw. + ca. 100 Euro/Monat Studiengebühr mal 2 = ca. 2.000 Euro Pro Monat.
Andererseits gilt jemand, der 2500 Euro im Monat netto verdient bereits als Reich. Bleiben den "reichen" Eltern für Leben und Wohnung noch 500 Euro. Toll, dass es so sozial gerechte Politiker gibt. Da ist es eine Freude, wenn man andererseits die Milliarden für Banken, Pleiteländer und unnötig aufgeblähte Verwaltung zuz verteilen hat!

King David
00
24.10.2011, 11:58

Und die 200 Euro weniger machen es leistbar? Besser ist die Einführung von Studiengebühren UND die Möglichkeit zur Finanzierung des Studiums.

sawi48
00
24.10.2011, 11:09
Das ist keine

Milchmädchenrec hnung - das ist die Realität.

Frau Helga und Ihre Töchter
12
24.10.2011, 09:47
Faymann will nicht streiten

lustig, er bringt aber auch null konstruktives in den diskurs ein. banales, tut's nicht streiten bringt hier nicht viel weiter. es wäre an der zeit endlich mal die schwanzmesserei zu lassen und zu arbeiten zu beginnen. aber egal, bei der nächsten wahl werden die roten eine massive schlappe hinnehmen, das kommt wie das amen im gebet.

john.carter.denton
00
24.10.2011, 10:57

"Die großen Themen bei den Universitäten seien, die sozialen Barrieren zum Studium abzubauen, der Hochschulplan und eine Uni-Milliarde für bessere Studienbedingungen."

was finden sie daran nicht konstruktiv?

Frau Helga und Ihre Töchter
00
25.10.2011, 12:44

Fordern kann auch der Strache ganz gut. Wäre mal schön zu sehen wie das geforderte auch umgesetzt wird. Heisse Luft verblasen kann man schnell mal, da brauch ich keinen Bundeskanzler Faymann, da hab ich einen Fön.

RS69
 
00
24.10.2011, 10:59

ok, das Blabla ist schon konstruktiv.

Nur die koonkret diskutierten Massnahmen gehen in die gegenteilige RIchtung.

john.carter.denton
00
24.10.2011, 11:09

was soll man auch tun, wenn sich der koalitionspartner partout weigert, in diesen maroden sektor zu investieren? das einzige, was man der spö zu diesem thema mmn vorwerfen kann, ist, dass sie die zusammenarbeit mit der övp nicht schon längst aufgekündigt hat.

RS69
 
00
24.10.2011, 11:31

Es gäbe ja die Möglichkeit, dass sie bei all den Ausgehandelten Deals anstelle von zusätzlichen Versorgungsposten und ähnlichem mal sagen "DAfür wollen wir mehr Geld für Bildung".

Der Chronist
03
24.10.2011, 09:42
Die SPÖ würde 2013 Stimmen verlieren:

- bei beitragszahlenden Studenten, die bisher so vernünftig waren, SPÖ zu wählen um wenigstes schlimmeres zu verhindern.

- bei vielen Gymnasiasten-Eltern, die ihre Kinder geren studieren lassen möchten, es sich aber nicht mehr leisten könnten.

- bei etlichen Menschen, die die Disqualifikation Herrn Faymanns als Politiker auf dem Wahlzettel amtlich machen wollen.

Herr Faymann, das wars dann mit Regierung und Bundeskanzler. Ich werde Ihren weiteren beruflichen Weg genau verfolgen, im Gegensatz zu Herrn Gusenbauer steht Ihnen intellektuell und kompetenzmäßig nicht viel offen, von sozialen und diplomatisch anspruchsvollen Aktivitäten wie Hausmeister gar nicht zu sprechen.

Schurli Schorsch
 
00
24.10.2011, 12:21

keine sorge. die genannten personengruppen machen zusammen vll insgesamt 3-4% der wahlberechtigeten aus. das kann man mit guten pensionserhöhungen leicht wett machen...

MacAllen Fine Oak
23
24.10.2011, 09:38
Leute, mal im Ernst wen kann man in dieser Bananerepublik noch wählen?

Ich habe eigentlich gewohnheitsmässig (nicht weil ich Gusi&Co so toll fand) rot gewählt. Das war schon ok so...aber unter Faymann ist es nicht mehr ok!

Schwarz ist nicht wählbar: zu rechts, zu korrupt, zu unscheinbar, ausserdem werden die mit rechtsaussen packeln und sowas muss ja nicht sein.

Blau ist nicht wählbar: Zu braun und einfach intellektuell unter jeder Kanone (Plakate etc)

Grün: Gibt es die überhaupt auf Bundesebene :-)

ROT::::::Faymann ist ein Witz, null Leadershipqualitäten, null Vision...und über die Laiendarsteller hinter ihm nöchte ich mich nun wirklich nicht auslassen...

Ar Mutschgerl
02
24.10.2011, 10:40
Wenn Ihnen die Existenz von Pilz, Moser, Kogler, Steinhauser

allein in diesen Tagen nicht aufgefallen ist, dann verstehe ich Ihr stoisches Festhalten an Rot.

Leider stehen Sie damit exemplarisch für den Österreichischen M/Wutlos-Bürger, der immer wieder die gleiche Partei wählt und dessen politisches Gedächtnis kaum bis zum letzten Monat reicht.

john.carter.denton
00
24.10.2011, 11:00

danke.

im übrigen treten bei wahlen meist auch kleinparteien an oder versuchen es zumindest, und wenn auch da nichts dabei ist spricht nichts dagegen, es mit einer eigenen liste zu versuchen.

wer aber meint, dass eine stimme an eine kleinpartei eh verloren wäre, der hat von demokratie einfach nichts verstanden und braucht mmn ohnehin nicht wählen gehen.

Der Chronist
01
24.10.2011, 09:27

Vor allem: Wenn nur mehr eine beschränkte Gruppe zahlen soll, dann ist damit bewiesen, dass es nicht ums Geld für die Universitäten sondern um die Regulierung geht. Die kann aber nur erfolgen, wenn man sie für viele Studierwillige zu teuer macht, also übers Gled reguliert.

Für eine Hinterfotzigkeit ist das alles viel zu durchschaubar.

Der Chronist
01
24.10.2011, 09:25
"Verhandeln könne man über Nachbesserungen, aber "der Großteil soll weiterhin keine Studiengebühren zahlen", sagte Rudas."

Es wäre interessant zu erfahren, wer die übrigbleibenden Zahlenden sein sollen. Das wird rechtlich nicht zu halten sein, außer man geht wieder auf die finanziell schlechter gestellten Schichten los, auf die Arbeiter und kleinen Angestellten - also die ohne politische Lobby.

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