Die Auswirkung von Videospielen auf unsere Kultur

22. Oktober 2011, 11:48
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Games, Wettkampf, Forschung im Wiener Rathaus

Das realitätsnahe Rasen von "Forza Motorsport 4", grafisch ambitionierte Kriegseinsätze in "Battlefield 3" oder eine abenteuerliche Wüsten-Schatzsuche in "Uncharted 3" sorgen dieses Wochenende für quirliges Treiben im Wiener Rathaus. Bei der Videospielmesse Game City, die heuer zum fünften Mal über die Bühne geht, wird die Präsentation von Herbst-Blockbustern wie jedes Jahr von nationalen Ausscheidungen des E-Sport-Bewerbs World Cyber Games und von der Fachtagung Future and Reality of Gaming (Frog) begleitet. 2010 zählten die Veranstalter 59.000 Besucher.

"Applied Playfulness. Competence, Media & Sociability of Play"

Die bereits am Freitag gestartete, vom Familienministerium veranstaltete Frog-Tagung läuft heuer unter dem Titel "Applied Playfulness. Competence, Media & Sociability of Play". Game Designer und Wissenschafter setzen sich mit Fragen nach den Auswirkungen von Spiel- und Medienerfahrungen auf Alltag, Kultur und Gesellschaft auseinander. "Es geht nicht nur um Theorie, sondern darum, ganz stark nach den Anwendungsmöglichkeiten zu fragen", erklärt Organisator Konstantin Mitgutsch im STANDARD-Gespräch.

Gewalt

Sachbuchautor Lawrence Kutner rechnet etwa am Samstag mit der Gewaltdebatte ab und zeigt, wie die Politik Angst vor Spielen schürt. Christian Wessely von der Uni Graz untersucht am Sonntag Computerspiele als Begegnungsort von Religion, Kunst und Technik. Der Theologe fragt nicht nur danach, wie sich Religion in Spielen äußert, sondern auch inwieweit die Spiele selbst Religion verändern. (pum)

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