Bundestrojaner laut "profil" illegal eingesetzt

22. Oktober 2011, 11:09
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    Trojanisches Pferd im Film

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    Trojanisches Pferd als Überwachungswerkzeug

Innenministerium: "Wir können grundsätzlich nicht alle kriminaltechnischen Tools, über die wir verfügen, offenlegen"

Das Innenministerium hat laut einem Bericht des Nachrichtenmaganzins "profil" die als "Bundestrojaner" bekannte Fahndungssoftware RFS ohne rechtliche Grundlage angekauft und auch eingesetzt. Der Verkauf des speziell für österreichische Bedürfnisse entwickelten Computerprogramms an den österreichischen Kunden werde von der deutschen Herstellerfirma Digitask bestätigt, schreibt das Magazin in seiner Montag erscheinenden Ausgabe. Aus dem Innenministerium hieß es dazu, die Exekutive würde nur jene Befugnisse anwenden, die rechtlich auch zulässig sind.

"Behörden im Einflussbereich Wiens"

Bereits vor gut einer Woche hatte das Unternehmen bestätigt, "Behörden im Einflussbereich Wiens" zu beliefern. Um wen es sich genau handle, sei "Betriebsgeheimnis", hieß es damals noch.

Falsche Angaben

Laut "profil"-Bericht dürften die Käufer bei ihrem Ankauf auch falsche Angaben gemacht haben, weil jeder Kunde vor dem Ankauf erklären müsse, über die rechtlichen Grundlagen zur Anwendung der Programme zu verfügen. Der "Bundestrojaner" soll laut "profil" auch bei den Ermittlungen gegen den österreichischen Islamisten Mohamed M. eingesetzt worden sein, was auch aus Zeugenaussagen von Fahndern beim "Terrorprozess" 2008 hervor gehe. Weiters gebe es starke Indizien dafür, dass die in Österreich unerlaubte Spionage-Software auch bei den Ermittlungen im Vorfeld des so genannten "Tierschützerprozesses" zum Einsatz gekommen sei, so "profil".

Screenshots

Der Sprecher des Innenministeriums sagte dazu gegenüber der APA, die österreichische Exekutive würde nur jene Befugnisse anwenden, die auch rechtlich zulässig sind und "nicht die, die technisch möglich sind". Dies sei auch in jenem Fall aus 2008 dokumentiert. Damals gab es eine Computerüberwachung, da ging es aber nur um die Überwachung des Bildschirminhaltes ("Screenshots"), nicht aber um eine Untersuchung des Computers. Und dies sei sehr wohl im rechtlichen Rahmen.

Interessant

Der BMI-Sprecher räumt ein, dass es natürlich auch damals für die Ermittler interessant gewesen wäre, den Computer auch zu untersuchen. Dies wäre auch technisch möglich gewesen, "hat aber nicht stattgefunden". Und dies sei "Beweis genug", dass die Polizei "am Boden des Rechtsstaates" sei, so der Sprecher.

"Wir können grundsätzlich nicht alle kriminaltechnischen Tools, über die wir verfügen, offenlegen"

Zum angeblichen Kauf selbst wollte man im Innenministerium erneut keine Stellung beziehen. "Wir können grundsätzlich nicht alle kriminaltechnischen Tools, über die wir verfügen, offenlegen", so der Sprecher. Daher könne man auch nicht offenlegen, woher man die technischen Mittel für die Computerüberwachung, die etwa 2008 zur Anwendung gekommen war, bezogen hat. Sicher sei, dass sich alles im rechtlichen Rahmen abspiele. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 216
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Der dicke Michl
00
28.10.2011, 09:19
Wer nichts zu verbergen hat...

...hat auch nichts zu befürchten. Ich glaube euch, liebes BMI. Denn wenn ihr sagt, dass ihr euch an die Gesetze hält, dann ist das so. Das ist Beweis genug. Es ist schließlich auch Beweis genug wenn der Grasser meint, er habe eine weiße Weste. Hey - der Grasser! Der ist weißer als weiß.

Daher: Alles ok, liebes BMI. Ich hab vollstes Vertrauen in eure internen Kontrollprozesse. Ihr habt alles im Griff. Der Umgang mit Leuten wie dem Haidinger zeigt, dass alles in bester Ordnung ist. Auch Herr Horngacher war ein Lichtsymbol an Integrität. Sein "Dienstauto" von Novomatic war lediglich ein "Ausrutscher". Ihr kümmert euch um uns. Ihr seid die Besten der Besten der Besten! Die Saunas in Österreich sind sicher.

Knochenmann
00
24.10.2011, 20:57
Dinge in meinem Haushalt, mit denen ich ins Internett komme:

Computer die umter Windos 8, Mac OX und Windows NT laufen, eine Nindento Wii, eine PS3, ein Android Smatphone und ein iPad.

Viel Spaß beim programmieren!

erkelteter tiger
04
24.10.2011, 11:08
bald wird der bundestrojaner erlaubt sein:

http://fm4.orf.at/stories/1689600/

Jolly Jollette
03
24.10.2011, 10:22

wer am Flughafen ins W-Lan Netz einsteigt bekommt vom Innenministerium eine Gratis Software geschenkt.

Auf meinen Mac geht des Ding leider nicht, Deshalb wurde der Zugriff verweigert.

Linux ist auch Imun.

^^

Grüße an die Miki (die wird wieder hüpfen)

trollpower
00
24.10.2011, 10:48

auf einem Windowssystem, das nicht von einem Hardwarehersteller oder unfähigen DAU konfiguriert wurde, auch nicht :)

Jolly Jollette
00
24.10.2011, 17:32

lediglich auf Window!

der debile Markt wird endlich einmal überwacht

janeinvielleicht
01
24.10.2011, 09:30
Trojaner im Sicherheitspolizeigesetz!

wie in österreich üblich, folgt die gesetzgebung der praxis:

http://fm4.orf.at/stories/1689600

...natürlich ohne richterliche genehmigung, eh klar.

Lackschuh
12
24.10.2011, 09:14
...

und zwar wenn er eine Behauptung relativ oft wiederholt...

Lackschuh
11
24.10.2011, 09:13
Man erkennt ganz einfach, wenn jemand lügt.

:-:¦¦¦¦:+_†_+:¦¦¦¦:-:
90
23.10.2011, 23:00
ich glaub trotzdem nicht, da es ihn gibt und daß er funktioniert.

anniegetyourgun
00
23.10.2011, 21:31
wen wunderts eigentlich noch????

Folgendes...
 
03
23.10.2011, 20:45
Was ja nun wirklich oarg ist:

1.) Scheinbar wurden Unsummen für mangelhafte SW bezahlt, die man nicht einmal einsetzen dürfte. WER ordnet sowas eigentlich an? Den Namen wüsste ich gerne.
2.) Angenommen, du hast den Trojaner auf deinem Rechner - und dein AV-Tool findet ihn. Super. Du bust sofort informiert, dass es ein guter Zeitpunkt wäre, dein System mal neu aufzusetzen und alle Daten zu löschen. Du hast sogar einen plausiblen Grund dafür: Dein AV-Scanner hat eine Infektion gemeldet :-D

maruh
11
23.10.2011, 22:07

dazu müsste dein av diesen erst mal erkennen

da gibt es jedoch abkommen mit den herstellern…

ChesneyB
00
26.10.2011, 15:34

1. Es gibt ganz sicher keine Abkommen mit den Herstellern von AV-Programmen. (Abgesehen davon, daß ein ausländisches Unternehmen auf Wünsche der österr. Behörden sch... wird.) Die können sich das einfach nicht leisten. Würde sowas publik werden, kauft doch keiner mehr deren Produkte.
2. Allerdings gibt es andere Schwierigkeiten beim Erkennen dieser Software. Ich bezweifle, daß die aktuellen Scanner das Wanzenprogramm (ein Trojaner ist das nämlich nicht!) bereits erkennen.

Sideboard
01
24.10.2011, 13:01
kann ich mir nur schwer vorstellen...

dass irgendein Softwarekonzern mit Sitz im Ausland Interesse an so einem Abkommen hätte. AV-Software ist eine Vertrauensfrage, so dass der Marktverlust viel zu groß wäre, wenn das rauskommt (und das wäre nur eine Frage der Zeit).

Folgendes...
 
02
24.10.2011, 00:17
Der derzeitige Trojaner...

... wird aber erkannt!

Ro_bert
00
23.10.2011, 22:04

Nachdem die Hersteller von Virenscannern manchmal von Softwarefirmen verklagt werden (die behaupten ihre Würmer seien gutartig), kannst Dir vorstellen welche Chance sie gegen Geheimdienste haben.

Folgendes...
 
00
24.10.2011, 00:17
3 Links dazu bitte...

Waldviertler1
06
23.10.2011, 20:06
Keine Zeit für Anzeigen wegen eines Hackerangriffes, 6 Monate Wartezeit bei Privatanzeigen!!!

Aber Hauptsache die Leute generell verdächtigen (Vorratsdatenspeicherung) oder eine illegale Software einsetzen!

Das BKA ist eine Truppe mit inkompetenten Mitarbeitern!

Selbst wenn der Betroffene Vorabanalysen eines EDV Experten bezahlt, die österreichische Homepage für die Infektion bekannt ist, der Eigentümer dieser mit an Board ist, wird nicht ermittelt!!!

Stasistümper!!

Folgendes...
 
00
23.10.2011, 20:42
Echt nicht?

Ich hatte so ca. um 2000 mal anzeigen wollen..
Als sie in meinen Unternehmensserver über einen Apache/SSL-Exploit eingebrochen sind.

Ich hatte Logfiles, die klar zeigen, von wo der Einbrecher herkam, von welchem anderen Unternehmen er Schadcode nachlud um einen ircd zu übersetzen, ...

Cool. Die Polizei brauchte 2 Wochen um mal draufzukommen, wer zuständig sei. Antwort: Verkehrsministerium, weil Infrastruktur. Dann hat mich einer der "Spezialisten" angerufen und mich gefragt, was denn das bedeutet, was in den Logfiles (einer bash-History und dem Apache-Logs) steht.
ARGL. Ich dachte, das sei besser geworden. Passiert ist dem Angreifer wohl nix. Kein Wunder, dass sich Anonymous u.a. austoben können... Wer soll ihnen was tun? Das BM.I? hehe

Waldviertler1
00
24.10.2011, 14:04
Ja, die sind wirklich so inkompetent. Habe darauf hingewiesen, dass ich Beweise dafür habe, dass der Eigentümer der Homepage beteiligt ist. Was seine Motivation war, usw..... es wurde nur gesagt, tut uns leid, es gibt eine Wartezeit von 6 Monaten.

Es kann auch bei guter Beweislage nicht vorrangig ermittelt werden.

Wir haben die infizierte Hardware einfach weiterlaufen lassen, jedoch war es umsonst, das Ziel hatten sie erreicht und waren weit vorher schon weg.

Es ist leider garnichts besser geworden, wir haben das Hackerprogramm analysieren lassen (HackerOS Subvirt), die Backupleitung gefunden (Hacker sucht und knackt sich ein Nachbar WLAN Netz als 2te Leitung).

Vor 2 Wochen war eine Österreicherin im deutschen TV (Anne Will), die ebenfalls im Stich gelassen wurde vom BKA (Fall von Mai 2010):

www.oe24.at/oesterrei... t/16404706

mfg

maruh
01
23.10.2011, 22:08

du hast anon wohl nicht ganz verstanden

:)

Jumper
05
23.10.2011, 18:56
aha.

ich habe einen briefbeschwerer. funktioniert toll. sieht aus wie eine pistole. ist auch eine. nachdem ich sie jedoch bisher nur als briefbeschwerer verwendet habe, wurde bewiesen wie toll ich mit schusswaffen umgehen kann.

na dann. ich kauf mir jetzt ein gewehr...

1986 - 2011
01
23.10.2011, 17:53
Österreichische Verbrecher Partei

Österreichische Verbrecher Partei,
neue Lage 700 Tage ;-)

25 Jahre Mafia in der Regierung sind genug !

25 Jahre wurde ein Anti Korruptions- Gesetz verhindert

25 Jahre wurde Transparenz bei den Politikerzusatz- und Parteigünstlings Einkommen verhindert

25 Jahre wurde eine Offenlegung der Parteispenden verhindert

25 Jahre Mafia in der Regierung ist genug

Was soll die Aufregung? Mit der rechtswidrigen Verfolgung der Tierschützer war doch schon jedern klar, dass da ein illegaler Bundestrojaner eingesetzt wird !

Die EU Bestimmung für Vorratsdaten wurde aber bewußt bis heute NICHT umgesetzt. Dafür zahlt Österreich TÄGLICH 30.000 Euro Strafe!! Aber wir habens ja ;-)))

Spaceman Spiff
08
23.10.2011, 16:30

"die Exekutive würde nur jene Befugnisse anwenden, die rechtlich auch zulässig sind"
Das wäre mal was Neues. Wahrscheinlich bereiten die schon rückwirkende Gesetze vor, um ihre jetzigen Tätigkeiten nachträglich legitimieren zu lassen. Man darf nicht vergessen, es handelt sich hier um Freunde und Vertraute von Schüssel und Strasser.

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