Kein Straßenbau durch Indigenen-Gebiet

21. Oktober 2011, 23:19

Präsident Morales stoppte Projekt im Amazonas-Gebiet

La Paz - Boliviens Präsident Evo Morales hat am Freitag unter dem Druck protestierender Indigener ein umstrittenes Straßenbauprojekt im Amazonas-Gebiet gestrichen. Nach einem 65 Tage langen Protestmarsch über 650 Kilometer hatten tausende Menschen seit Mittwoch auf dem Platz vor dem Präsidentenpalast in La Paz campiert, um einen Baustopp in dem Naturreservat zu erzwingen.

Die mehr als 300 Kilometer lange Trasse soll jetzt nicht mehr den Naturpark und das Indigenen-Reservat Isiboro Secure (TIPNIS) berühren, wie Morales am Freitag erklärte. Zuvor hatte er ein Referendum über das Projekt einberufen. Die Einwohner des Reservats lehnten jedoch eine Volksbefragung ab. Die Indigenen befürchten, dass Urwälder im Amazonas-Gebiet gerodet werden. (APA)

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13 Postings
byron sully
01
22.10.2011, 15:47

gut, daß er's eingesehen hat.

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00
22.10.2011, 10:05

Souveräne Entscheidung, fragt sich nur wie es in Bolivien weitergehen soll. Vor allem stellt sich die Frage in wie weit sich die Indigenas in die Oppositionsarbeit anderer einflechten lassen, um sie dann später instrumentalisieren zu können. Klassisches Spiel.

Nur wie soll sich Bolivien denn sonst entwickeln ohne Infrastruktur? Mag ja sein, dass viele kap. Entwicklungen nicht nötig sind, aber ein vernünftiges Straßen- und Schienennetz ist nun mal erforderlich.

fizcaraldo
00
22.10.2011, 15:40

"Nur wie soll sich Bolivien denn sonst entwickeln ohne Infrastruktur?"
Die Straße würde nur die Entwicklung der illegalen Tropenholz industrie fördern. Das einzige das sich in einem Naturreservat entwickeln soll ist die Natur und die braucht keine Straßen.

Ernst Guevara
00
22.10.2011, 15:06
die antwort

kann nicht sein: keine infrastruktur, sondern stärkere partizipation der betroffenen menschen bei der planung und umsetzung von infrastruktur-projekten.

hansito
00
22.10.2011, 20:02

So, so? Und jetzt hält der liebe Ernst August einen Vortrag über Entwicklung ohne Infrastruktur! Selten so einen Doofsinn gelesen!

Andreas Mittermayer
02
22.10.2011, 10:52
"...aber ein vernünftiges Straßen- und Schienennetz ist nun mal erforderlich..."

.
Wozu?

Und was heißt: "vernünftig"?

Was ich meine: Wenn die bolivianische Bevölkerung bisher auch gut ohne diese Straße ausgekommen sind, wozu ist dann deren Bau nötig?

Andreas Mittermayer
00
22.10.2011, 10:54
Korrektur zu oben:

.
Hätte natürlich heißen sollen: "...ausgekommen ist..."

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00
22.10.2011, 20:12
Tja, wem soll ich hier allein antworten?

Die Entwicklungsprobleme können d. Partizipation nicht allein gelöst werden. Die b. Gesellschaft ist in ihren Interessen sehr heterogen, da sind Konflikte vorprogrammiert. Das die Indigenen keine Straße durch ihr Gebiet wollen ist verständlich, verständlich ist aber auch, dass es ohne Infrastruktur nicht geht. Will sagen, eine Gesellschaft muss auch ausbalanciert werden, und das ist in armen Ländern immer sehr schwer.
Schließlich, auch w. ich das jetzt unterstelle, wollen die Indigenen auch von der staatlich finanzierten Gesundheits- und Bildungseinrichtungen profitieren. Was ist mit der Rente der Würde? Oder leben die völlig abgeschottet? Man wird nicht ohne Kompromisse weiterkommen, in welche Richtung sollen d. Menschen selbst entscheiden

Andreas Mittermayer
00
22.10.2011, 20:52
"...dass es ohne Infrastruktur nicht geht..."

.
WAS geht nicht ohne "Infrastruktur" (Sie meinen ohne Straße?).

Es hängt davon ab, was die Menschen wollen. Wenn Sie eine Entwicklung nehmen wollen in Richtung Industriegesellschaft, braucht man zweifellos leistungsfähige Transportwege.
Wenn die Menschen mit ihrer traditionellen Lebensweise zufrieden sind, braucht man nichts zu ändern.

Jedoch: Egal, wer Interesse an diesem Straßenbau hat: Die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen, die in dem betroffenen Gebiet leben, sind zu respektieren und zu akzeptieren!

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00
23.10.2011, 08:51

Nennen wir es Industialisierung, nicht Industriegesellschaft. Wo soll das in B. hinführen? Der westliche Weg der Rohstoffverschwendung ist ein Irrweg und sollte dort nicht bestritten werden.

Andreas Mittermayer
00
23.10.2011, 21:27
Ja, das sehe ich auch so!

knuuuut
06
22.10.2011, 00:41
sehr gut,

das nenn ich eine gute nachricht.

edson arantes do nascimento1
08
21.10.2011, 23:55
es gibt sie also noch:

politiker die lernfähig sind, die sich entschuldigen - für dinge die jedermann passieren können: fehler

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