Pakistan, Togo, Marokko und Guatemala im Sicherheitsrat

21. Oktober 2011, 21:07

Osteuropäer konnten sich hingegen nicht einigen

New York - Pakistan wird im kommenden Jahr neben seinem Erzfeind Indien im UN-Sicherheitsrat sitzen. Pakistan wurde am Freitag von der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York gemeinsam mit Marokko, Togo und Guatemala für die nächsten zwei Jahre in das mächtigste UN-Gremium gewählt. Die Osteuropäer konnten sich hingegen nicht einigen. Um den für ihre Region bestimmten Platz stritten sich Aserbaidschan und Slowenien. Ungarn war nach dem ersten Wahlgang ausgestiegen.

Die Pakistaner schafften es gerade so. Für den Sitz war die Zweidrittelmehrheit der 193 UN-Mitglieder nötig. Und diese exakt 129 Stimmen wurden im ersten Wahlgang punktgenau erreicht. Konkurrent Kirgistan kam auf nur 55 Stimmen. Indien war vor einem Jahr gewählt worden und wird nun für ein Jahr mit dem dreimaligen Kriegsgegner die Bank teilen. Das klappte allerdings auch schon 1968 und 1984. Zudem sollen die beiden UN-Botschafter befreundet sein.

In der Gruppe der afrikanischen Länder wurde Marokko im ersten Wahlgang mit 151 Stimmen gewählt. Ein Stechen für den zweiten Sitz gewann im dritten Wahlgang Togo (131) vor Mauretanien (61). Eine sichere Sache war es hingegen für Guatemala. 191 der 193 UN-Länder stimmten für das kleine Land, zwei enthielten sich. Allerdings war Guatemala auch der einzige Kandidat für den lateinamerikanischen Sitz.

Der Weltsicherheitsrat besteht aus fünf ständigen und zehn nichtständigen Mitgliedsländern, von denen jedes Jahr fünf ausgewechselt werden. Vor einem Jahr hatte Deutschland - knapp, aber im ersten Wahlgang - gegen Portugal und Kanada gewonnen. Damit ist Deutschland auch noch im kommenden Jahr Mitglied des Sicherheitsrates. (APA)

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