Nächster Schritt

Dem neuen Teamchef folgen neue Strukturen

21. Oktober 2011, 20:55
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    foto: plankenauer

    Ein Duo mit vielen Aufgaben.

ÖFB-Präsidium beschloss Strukturänderungen: Ruttensteiner-Analyse und mehr Experten als Basis für künftige Erfolge - Sportdirektor obliegt Bestellung der Betreuerstäbe

Wien - Das ÖFB-Präsidium hat am Freitag in seiner Sitzung die angekündigten Strukturänderungen beschlossen. Damit soll "das Umfeld der Nationalmannschaft verändert" werden, "um damit die Basis für zukünftige Erfolge zu verbessern", wie der Fußballverband in einer Aussendung mitteilte.

"Unser Ziel ist, dass wir die Strukturen, die sich bereits in den Nachwuchsteams bewährt haben, auch im Umfeld des Nationalteams etablieren, damit eine bessere Durchgängigkeit vom Nachwuchs hin zum A-Team gegeben ist", beschrieb ÖFB-Präsident Leo Windtner die Eckpunkte. Windtner ist überzeugt, dass dies dem neuen Teamchef Marcel Koller die Möglichkeit gibt, auf international vergleichbarem, qualitativ hochwertigen Niveau zu arbeiten.

"Wir wollen uns international stets an den Besten orientieren, daher streben wir in Zukunft Kooperationen mit internationalen Spitzenclubs, Nationalverbänden, Universitäten, Instituten sowie Experten an, um immer am Puls der Weiterentwicklung zu sein", präzisierte Windtner, der überzeugt ist, damit den Grundstein für zukünftige Erfolge des A-Teams gelegt zu haben. "Unsere Ziele sind klar: Wir streben so rasch wie möglich die Rückkehr in die Top-30 der Weltrangliste an und haben uns die Teilnahme an den kommenden WM- bzw. EM-Endrunden zum Ziel gesetzt."

Ruttensteiner analysierte

Als Basis dafür soll die von Sportdirektor Willi Ruttensteiner erstellte Analyse der Ist-Situation des ÖFB-Teams dienen. Diese reicht von den sportlichen Bilanzen von A- und Nachwuchsnationalteams in den vergangenen zehn Jahren über die Erkenntnisse zum Spielerpotenzial der österreichischen Fußballer, die Performance der heimischen Clubs im internationalen Vergleich bis hin zu einer Bestandsaufnahme des "Teams hinter dem Team".

Eine Erkenntnis sticht laut ÖFB in dieser Analyse heraus: "Im Bereich des A-Teams konnte im Gegensatz zu den Nachwuchsauswahlen, die sich seit 2003 sieben Mal sportlich (und einmal als Gastgeber) zu EM- oder WM-Endrunden qualifizieren konnten, das Potenzial bisher nicht voll ausgeschöpft werden konnte." Das soll nun u.a. durch eine Intensivierung der individuellen Förderung der Spieler und den vermehrten Einsatz von Spezialisten erreicht werden. Der Großteil dieses Betreuerteams soll bis zur Kadernominierung (2.11.) für das Spiel in Ukraine (15.11.) fixiert sein.

Kompetenzenverteilung

Kernpunkt der Strukturänderungen ist die Aufgabenteilung zwischen Sportdirektor und Teamchef, denen die gesamte sportliche Konzeption obliegt. Ruttensteiner ist ab sofort u.a. verantwortlich für die Erarbeitung der langfristigen Strategie für die Nationalmannschaft, die sportliche und administrative Leitung der Direktion Sport und soll als Bindeglied einerseits zwischen dem Teamchef, den Trainern/Betreuern, Spielern und dem Verband und andererseits in sportlichen Belangen zwischen ÖFB, Bundesliga, Landesverbänden und Clubs fungieren.

Außerdem obliegt ihm die Konzeption bzw. Präzisierung einer durchgängigen ÖFB-Spiel- und Trainingsphilosophie in Abstimmung mit Koller sowie die Bestellung der Betreuerstäbe der Nationalteams in Abstimmung mit Präsident Windtner und Generaldirektor Alfred Ludwig. Auch die Koordination zwischen Nachwuchsnationalmannschaften und dem A-Nationalteam sowie Unterstützung der Nachwuchsnationaltrainer und des Teamchefs fällt in seinen Aufgabenbereich.

Koller ist in erster Linie für die sportliche Leitung des eams, die Lenkung dessen Betreuerstabes, die Vorbereitung, Planung und Durchführung von Teamlehrgängen und Spielen der Nationalmannschaft verantwortlich. Dem Teamchef obliegt weiterhin auch die Einberufung, Aufstellung und Taktik des A-Teams. Daneben soll er ein standardisiertes Sichtungsverfahren entwickeln und bei der Entwicklung des österreichischen Fußballs über die Belange des Nationalteams hinaus, wie beispielsweise in der Trainerausbildung oder Talenteförderung, mitwirken. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 39
1 2
suchoi7
00
2.11.2011, 04:44
Daher unterstützen

http://www.facebook.com/pages/Pro... 3133598707

Je mehr, um so besser!

des is mei extra
00
22.10.2011, 17:18

bitte den ogerl als kommunikationstrainer - dann sind letztendlich doch noch alle glücklich

checkmate
00
1.11.2011, 23:13

oder als Teamfriseur......

Bitte drei Bier!
00
24.10.2011, 23:05
Bevor ihn Barca abwirbt!

Gilgamesch
01
22.10.2011, 15:37

wenn ich das richtig verstehe, darf sich koller seinen betreuerstab (co-trainer, etc) nicht selbst aussuchen. das halte ich für einen fehler.

Die Transskription der Tonspur schielt mitunter
00
23.10.2011, 19:02

Hieß es nicht (in Interviews und Artikeln), dass Koller sich den Assi mitbringen/aussuchen darf? Alles andere wäre sehr verwunderlich.

Ist da nicht vielmehr der übrige Betreuerstab gemeint (Physiotherapeuten, Spezialtrainer, Mentalbetreuer etc etc)? Das würde ich gut finden, um hier strategisch arbeiten zu können.

Rudi_50
01
22.10.2011, 20:03

Stimmt, laut ÖFB-Homepage sind Zsak und Wohlfahrt immer noch mit von der Partie :(

der lange
00
23.10.2011, 12:25
ach du schande, bitte das nicht!

opi8
50
22.10.2011, 14:53

so, jetzt hat der ruttensteiner seine grenadiermarschstruktur. von jedem dorf einen hund. dort kopiert und hier imitiert, und fertig ist der karaokefussball! dazu noch einen putzigen und gefälligen teamchef, jede menge ahnungslose fans, die brav dem ausgegebenen spin folgen, von wegen böse habera-partien usw.
wer wird dann eigentlich zur verantwortung gezogen im falle des scheiterns?

Das eigene Posting kann nicht bewertet werden.
05
22.10.2011, 15:44

der anhaltende misserfolg sollte eigentlich jenen recht geben, die chancen in der veränderung suchen. hier wird nichts funktionierendes zerstört, sondern der versuch gestartet, etwas kaputtes zu reparieren. so gesehen ist Ihr posting eine reine provokation und hetze gegen einen sportdirektor, der nun - vl. sinnvoller weise? - einige langzeitkompetenzen bei sich vereint, die ein trainer aufgrund der kurzlebigkeit und resultatsbezogenheit nur schwer erfüllen kann.

nur mit geplantem system wurde spanien zur nr. 1, sind die niederlande seit jahren eine top-adresse und wurde deutschland zu einem a-team, dem auf einmal halb europa die daumen drückt. karaoke hin oder her, besser von den guten lernen als einfach nur am stand zu treten.

opi8
11
22.10.2011, 16:06

ruttensteiner ist seit 10 jahren(!) technischer direktor, nachwuchskoordinator, etc, hatte eine unglaubliche machtfülle als challenge 08 - leiter. wenn sie von anhaltendem misserfolg sprechen, warum soll der den schaden reparieren können der ihn massgeblich verursacht hat?
es ist wohl unbestritten, dass wir vor der ära ruttensteiner überaus erfolgreich waren!

Die Transskription der Tonspur schielt mitunter
00
23.10.2011, 19:06

Der entscheidende Punkt ist: Bislang technischer Direktor. Künftig Sportdirektor.

In Ruttensteiners bisherigen Kompetenzbereichen, darunter die Jugendauswahlen, war der ÖFB deutlich erfolgreicher als im Bereich des A-Teams.

Die Veränderungen sind gut und international in dieser Form weitgehend üblich. Ob Ruttensteiner dafür der richtige Mann ist, wird sich weisen. Eine Vorabverurteilung im Hinblick auf die neuen Kompetenzen halte ich für genauso schlecht wie eine Vorabverurteilung Kollers.

Fandango
00
22.10.2011, 16:47

Nun die nachwuchs-Nt haben sich mehrmals für Großereignisse qualifiziert (7x) und sind 1x sogar 4. geworden.
Wir dzt viele junge Spieler die im Ausland spielen dort sogar als Leistungsträger.
Wen hatten wir den Anfang 2000 ? Einen stranzl und wen noch ?
Das Problem war das der nt-Coach bis lang tun konnte was er wollte, trottelsager-buam als Cos , Roger spry entlassen und die Spieler ohne Game-Plan, ohne Taktik und ohne Strategie (dafür hochmotiviert) aufs Feld schicken.

opi8
00
22.10.2011, 17:05

die hohe exportquote hat dem team nichts gebracht, eher den börseln einiger herren:-) wird sicher weiter hoch bleiben, immerhin hat man ja jetzt auch hoffer-manager marko zum nachwuchsbetreuer ernannt:-)

Fandango
00
23.10.2011, 11:03

vielleicht deshalb, weil wir bis dato im A-NT statt einem Coach einen Affen sitzen hatten ?

Wieso sollen eine hohe Legionärsanzahl keinen positiven Effekt auf das Nt haben , dass letze mal als wir uns für eine WM qualifiziert haben (als Gruppensieger) hatten wir auch Konsel, Wohlfahrt, Herzog, Feiersinger, Cerny, Kühbauer, Baur, Wetl, Flögel, Schopp und Polster in mehr oder weniger guten Ligen.

Damals war aber die österr. Liga noch wesentlich stärker mit vielen Legionären heute definieren wir uns - zu recht - als Ausbildungsliga. Siehe Wr. Neustadt gestern mit 11 Österreichern am Platz.

Also wo sollen denn die guten Österreicher sicher verbessern, wenn nicht in den grossen Ligen in Europa ? in At ?

Das eigene Posting kann nicht bewertet werden.
00
22.10.2011, 16:26

und noch ein kurzer nachsatz: der schaden entstand mMn durch die zu späte einsicht in die konsequenzen des bosman-urteils im zusammenhang mit der selbstauffassung einer kleinen liga. und an der ausbildungs- und generationslücke nach dem 98er-team. also weit vor ruttensteiners zeit.

opi8
00
22.10.2011, 16:44

so weit liegen 98 und 01 nicht auseinander:-) obwohl der ansatz stimmt. vom rest kann ich sie offensichtlich nicht überzeugen, ist wohl eine glaubensfrage:-)
ad "putzig", jawohl, ich glaube, dass die struktur sich für die pflegeleichte, medien- und zeitgeistkompatible variante entschieden hat. mir tut der koller leid!

Fandango
00
23.10.2011, 11:14
ich denke die strukutr orientiert sich an anderen erfolgreichen nationen.

Medienkompatibel ist das keineswegs, wenn ich mir die reaktionen des boulevards auf die teamchef bestellung anschaue, das haben doch gerade österreich, krone, Heute und Co wegen dem No-Name Koller und Willi "Wichtig" Ruttensteiner vom Leder gezogen (jede dieser Zeitungen haben gottseidank auch noch einen '78 Cordobahelden als Kolumnen-Schreiber, die die Zeitungslinie dabei unterstützen).
Aber Papier ist sowieso geduldig, wie die Umsetzung aussehen wird (Jahrgangstreue, Spielphilosophie, Evaluierung der Trainer/Betreuer, bessere Trainerausbildung, mehr Hauptsamtliche Professionalisten, Besetrzung der Cotrainerposten, zusammenarbeit etc ..) wird sich in der Zukunft weisen. Ich denke nach der WM Quali kann man das erstemal bilanz ziehen.

Das eigene Posting kann nicht bewertet werden.
00
22.10.2011, 17:06

das ist ja das schöne am fußball. unsere meinungen sind letztendlich irrelevant. :)

hätte der öfb den einfachsten (medial & intern) weg gewählt, wäre es foda geworden (kompetenz plus 'österreicher'). die wahl auf einen eher unbekannten ausländer halte ich nicht für eine kniebeuge vor den medien.

übrigens: wie man in deutschland sieht, müssen die begriffe spitzentrainer und medienprofi kein widerspruch sein.

moniz, der koller kennt, hat schon mehrmals betont, dass es sich um keinen ja-sager handelt.

abschließend: die einzige unbequeme option, die evtl. erfolgversprechend gewesen wäre, war gludovatz.hätte mich auch gefreut, aber einen koller ziehe ich vor.

lassen wir die leute doch mal arbeiten!

opi8
00
22.10.2011, 17:16

na klar, sowieso! war nett mit ihnen zu plaudern:-) schönen tag noch!

Das eigene Posting kann nicht bewertet werden.
00
22.10.2011, 16:21

wenn ich mir die export-quote österreichischer jungspieler ansehe, scheinen die damals gestarteten maßnahmen auch ein positiver anfang gewesen zu sein.

beim öfb setzt man jetzt eben auf teamwork - eine eigenschaft, die ich krankl, hickersberger, brückner und constantini nicht in diesem maße zutraue.

es ist nicht der neue teamchef, der sich bückt, sondern die erbosten kritiker, nach der untersten schublade nämlich! "der neue teamchef ein schoßhündchen (wie nannten Sie es: 'putzig').

ich denke, erst mit strukturellen kompetenzen und offiziellen jobdescriptions kann der sportdirektor wirklich fordern, was vorher wohl eher als einmischung geahndet worden wäre.

zauberlehrling70
82
22.10.2011, 13:48
Jetzt verstehe ich was Prohaska meinte

Man hat den genommen, der mit Ruttensteiner "will".

Nicht das das von Haus aus schlecht sein soll/muss...aber merkwürdig ist das auf alle Fälle, wenn der "Schattenmann" mehr Macht hat, als der Teamchef!

Inwieweit ist Ruttensteiner dann bei Misserfolg verantwortlich?

Aber gut...schauen wir...oder gucken... uns das an, und geben dem "ÖFB-Neu" eine Chance.

checkmate
00
1.11.2011, 23:16

man hat vor allem den genommen, den Prohaska nicht wollte... Ich sehe nicht ein, warum ein Ruttensteiner nicht mehr Macht haben sollte wie der Herr Chefanalytiker

Fandango
00
23.10.2011, 11:15

welche macht ist den nun dem NT-Coach genau weggenommen worden ?

opi8
00
22.10.2011, 14:54

völlig bei ihnen!

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