"Wehtuende Spende"

Kapellari fordert Geldstrafe bei Zölibatsbruch

21. Oktober 2011, 17:08
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    "Wehtuende Spende" bei Zölibatsbruch.

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    Bischof Egon Kapellari: "Ich lege da keine Tarife fest."

Grazer Bischof für "großzügige" Spende, um "freier atmen zu können"

Graz/Wien - Kehrt die Liebe im Pfarrhof ein, könnte dies für unkeusche Gottesmänner künftig teuer werden. Zumindest wenn es nach dem Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari geht. Dieser empfiehlt nämlich sündigen Priestern im Fall eines Zölibatsbruchs eine "wehtuende Spende".

Erstmals unterbreitete Kapellari seinen Vorschlag einer breiteren Öffentlichkeit bereits Ende September anlässlich der Eröffnung der 54. Pfarrerwoche in Schloss Seggau. Und scheint damit auch das weltkirchliche Interesse geweckt zu haben: In der aktuellen Wochenausgabe der deutschsprachigen Papstzeitschrift L'Osservatore Romano wurde das bischöfliche Referat aus Graz nun samt heikler Zölibatspassagen veröffentlicht.

Konkret rät Kapellari Priestern, die "in eine Berufs- und Berufungskrise geraten sind oder seit langem in einem falschen Kompromiss stehen" zu einer "fast wehtuenden, großzügigen Spende" - etwa für hungernde Menschen. Mit dem klaren Ziel für sündiges Gottespersonal: "wieder freier atmen zu können".

Als eine Form modernen Ablasshandels will der Grazer Diözesanbischof seinen Vorschlag aber "auf keinen Fall" sehen. "Es ist eine von vielen Möglichkeiten, damit zu beginnen, in so einer Situation den Knoten zu lösen. Ich lege da auch keine Tarife fest und prüfe auch nicht nach, ob und wie viel ein Priester gespendet hat. Aber: "Werden Versprechen gebrochen, gibt es einen Selbstbehalt", erläutert Kapellari im Gespräch mit dem Standard.

Er habe in seiner bisherigen Amtszeit immer den Dialog gesucht mit Priestern, die nicht zölibatär leben: "Die Kirche in unserer Diözese übt sich da nicht im Wegschauen, sondern versucht, irreguläre Situationen, vor allem wenn sie neu entstehen, offen anzusprechen und in Bewegung zu bringen, damit Entscheidungen nicht endlos aufgeschoben werden können."

Die Spende sei aber eben nur eine Möglichkeit: "Das intensive Gespräch mit Betroffenen steht stets im Vordergrund. Und es gibt immer die Möglichkeit einer Laisierung. Aber um Last von der Seele zu nehmen, lohnt es sich eben auch, Lösungsansätze auf materieller Ebene zu suchen."

Moraltheologin "überrascht"

Sigrid Müller, Vorstand des Instituts für Moraltheologie an der Universität Wien, ist von Kapellaris Ansichten "überrascht". "Schwierigkeiten mit dem Zölibat kann man mit finanziellem Großmut wohl kaum lösen", sagt sie im Gespräch mit dem Standard. Für Müller stellt sich "die Frage, ob durch eine solche Spende wirklich erreicht werden kann, dass den Betroffenen ein Stein vom Herzen fällt, sie leichter atmen können". Die Überwindung solcher Krisen sei nicht nur Privatsache, vielmehr seien strukturelle Verbesserungen gefordert.  (Peter Mayr und Markus Rohrhofer, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.10.2011)

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aiuto
01
13.11.2011, 11:46
womit hat die Steiermark

nach einem Bischof Weber diese Karikatur von einem Bischof verdient ?
Lieber Herr Bischof öffnen Sie sich ihrem Kirchenvolk !!! Die Romtreue ist nicht alles !
Sie sind hier und jetzt in der Steiermark Bischof.

Creamy Goodness
11
7.11.2011, 12:34

Ablasshandel? Na wird auch Zeit, dass ich mir für meine paar Scheine die ich verdiene wieder mein gutes Plätzchen in der Ewigkeit sichern kann.

Petr Novotny
01
7.11.2011, 17:32
Steiermark - oder ... die rasende Kirche ...

Dauerte es beim guten alten Galilei noch 300 Jahre bis zum erlösenden:
"Wir nehmen alles zurück und behaupten ab jetzt das genaue Gegenteil!",
so geht es nun schon in drei Minuten.
Allerdings nur auf den niederen Rängen, aber immerhin ...
Erstaunlich jedenfalls.

klauswerner
01
25.10.2011, 12:10
Siehe hier :)

Pfaffenspiegel:

"Heinrich von Hewen, der in der Mitte des 15. Jahrhunderts Bischof von Konstanz war, führte selbst ein üppiges Leben, und die Abgaben, welche ihm seine Geistlichen von ihren Konkubinen entrichteten, verschafften ihm eine jährliche Einnahme von 2 000 Gulden."

"Erasmus von Rotterdam, ... Er schrieb gleichfalls gegen das Zölibat, meinte aber, daß die Päpste es schwerlich abschaffen würden, da ihnen der Hurenzins gar zu gut tue."

klauswerner
01
25.10.2011, 11:08
Uralte Idee

Hies früher Hurenzins. Die EInnahmen fielen dem jeweiligen Bischof zu. Alleine der Bischof von KOnstanz hat damals Einnahmen von jährlich 2.000 Gulden alleine durch den Hurenzins.
Nix neues also. Weiter auf dem Weg zurück ins Mittelalter :)

Petr Novotny
00
25.10.2011, 04:06
Wie entstehen Priesterkinder ??

Na wie denn?

Durch vatikanisches Roulette!

Eh' kloa.

Parsec10
01
24.10.2011, 13:55
Hab Kapellari beim Aufhängen dieser Poster gesehen

http://shechive.files.wordpress.com/2011/01/m... =500&h=332

Promille Prolet
01
24.10.2011, 13:40

wie wäre es mit zwangsversetzung zum opus dei? würde auspeitschungen ermöglichen

chem
01
24.10.2011, 12:44
Da bekommt ja der Name 'Stoßgebet' eine neue Dimension ;-))

A. Sieberer
01
24.10.2011, 12:30

Am Besten überweisen sie das Geld gleich an den Herrn Bischof persönlich, um die Finanzierung seines standesgemäßen Altersitzes zu sichern.

Petzi Tastenwähler
00
24.10.2011, 11:06

Ui, der Kapellari hat den Ablass neu erfunden. :-)

Knochenmann
01
24.10.2011, 10:28
Gute Idee!

Selbst wenns nur 5 Euro wären, da kämen schon ein paar hunderttausend zusammen.

belgma
 
01
24.10.2011, 10:17

zölibat = unvermählt lebend. tun doch eh praktisch alle. und für außerehelichen sex tuns doch 10 vater unser und 5 ave maria auch ..... *kopfschüttel* ... die sind schon witzige kerlchen irgendwie.

Petr Novotny
01
24.10.2011, 08:54
Geschlechtsverkehr - straflos möglich !!

Und so geht's:
Der Mann betet. Natürlich ein Stoß-Gebet, was denn sonst!
Wikipedia sagt dazu: Bei religiös Erweckten besonders beliebt, kurz, mit großer Inbrunst rasch hervorgestoßen, auch im Augenblick des Todes (Infarkt!).
Stoßgebete können ausdrücken:
1. Angst und Schrecken (hört, hört!)
2. Hingabe
3. Frömmigkeit
Ein Stoßgebet in Not erhöht des Mannes Mut und stillt das Blut.

Die christkatholische Partnerin pariert dies mit einem Stoß-Seufzer.
Auch hier wieder Wikipedia:
Ausdrucksform der Klage,
stimmhafte pharyngeale Fickative (oral?),
geräuschvoller, kehliger Knacklaut beim Ausatmen:
"Do knackst scho wieder wos, bist des du?"
Erleichterung: Das Leben ist schwer! Seufz! Stöhn! Ächz!

In der Woche zwien
schaden weder ihr noch ihm.

KeyOZ
03
24.10.2011, 08:44
Alles beim Alten

Wenn die Münze im Klingelbeutel klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.

Walter J. Ferstl
00
24.10.2011, 16:11
Der alte, aber tüchtige Tetzel ist wiederauferstanden...

... und steht der Bischofskonferenz in der Stunde höchster Not als "spin doctor" beratend zur Seite.

Ein Zeichen?

bob cruzia
00
24.10.2011, 08:44
hat's sowas nicht schon mal gegeben?

ramshackle
00
24.10.2011, 00:30

genau, geldstrafen bei heterosexuellem zölibatsbruch, todesstrafe bei homosexuellem.
(wenn sie sich jetzt fragen, ob das sarkasmus war: ja, war es)

fesche finanzbeamtin
00
23.10.2011, 21:36
soll die "wehtuende spende" gestaffelt sein,

je nach praktik, die der gottesmann in seiner unkeuschheit gepflegt hat?

Liliom
01
23.10.2011, 19:14
Lämmer

Der Horizont dieser Herrschaften reicht über den großen Zeh nicht hinaus.
Unverständlich, dass sich vernunftbegabte Menschen,
sich von dieser Clique zu Sündern verdammen lassen und dafür noch bezahlen.
.

Die Provinz lebt
01
23.10.2011, 18:43
Ist das ein relaunch vom Ablasshandel?

chem
00
23.10.2011, 17:11
Und was verlangt er dann bei Missbrauch - wäre interessant ???

eulalia von seebenstein
 
04
23.10.2011, 18:17
die videoaufnahme davon !

Robert Alexander
00
23.10.2011, 16:14
Einfach und kurz gesagt: verharren in der Dummheit.

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