Meritus Unternehmenspreis

Gleichstellung Homosexueller wird ausgezeichnet

21. Oktober 2011, 13:08

Bank Austria, TNT Express und der Verein Eltern für Kinder Österreich sind die Gewinner

Wien- Der meritus Unternehmenspreis 2011 ist vergeben. Am Donnerstag wurden die Preisträger bekannt gegeben: In der Kategorie Großunternehmen liegen die Bank Austria und der Express- und Logistikdienstleister TNT Express Austria ex aequo auf dem ersten Platz. Der Verein "Eltern für Kinder Österreich" siegte in der Kategorie Klein- und Mittelunternehmen. Im Zentrum des meritus stehen Betriebe, die in ihrem Diversity-Management die Dimension "sexuelle Orientierung" in besonderer Weise berücksichtigen. Initiiert wurde die Auszeichnung von den beiden Vereinen Queer Business Women (QBW) und austrian gay professionals (agpro).

"Die Preisträgerinnen und Preisträger des meritus 2011 zeigen: Es ist möglich, Gleichstellung umzusetzen. Aber noch immer sind fast die Hälfte der schwulen Männer und lesbischen Frauen nicht bereit, sich am Arbeitsplatz zu ihrer Homosexualität zu bekennen. Das führt zu Produktivitätsverlust und Unzufriedenheit", so Markus Knopp, Präsident der austrian gay professionals. "Unser Ziel ist es nun, bis zur nächsten meritus-Ausschreibung im Jahr 2013 ein Klima zu schaffen, dass es mehr Menschen erlaubt, ihr Coming-out im beruflichen Umfeld zu wagen. Erst dann kann jeder Mensch frei, akzeptiert und gleichwertig sein Bestes am Arbeitsplatz geben", ergänzte Eva Götz, Präsidentin der Queer Business Women.

Maßnahmen der Preisträger

TNT Express Austria und die Bank Austria teilen sich den ersten Platz in der Kategorie Großunternehmen: Die Umsetzung konzernweiter Diversity Standards von TNT Express, umfasst u. a. ein Pride-Netzwerk, einen GLBT-Beauftragten und die intensive Auseinandersetzung mit CSR-Themen. Außerdem bietet die Organisation eine Vielzahl freiwilliger Sozialleistungen.

Bei der Bank Austria ist das Commitment zur Gleichstellung schwuler Männer und lesbischer Frauen verankert, so die Veranstalter: Neben vielen internen Aktivitäten und der Unterstützung externer Community-Projekte treibt die Organisation auch eine branchenweite Bewusstseinsbildung voran. Einfluss auf die Entscheidung der Jury nahm der Eindruck, dass die österreichische Organisation auch innerhalb ihrer internationalen Unternehmensstruktur eine Vorreiterrolle in Gleichstellungsfragen einnimmt.

Der Verein "Eltern für Kinder Österreich" ist Preisträger in der Kategorie Klein- und Mittelbetriebe: Ein Teil der Mitarbeiter sind homosexuellen Pflegeeltern. Es gibt verschiedene strukturelle Tools, wie etwa eine personenzentrierte Gruppe für schwul-lesbische Pflegeeltern. Eine Vielzahl freiwilliger Sozialleistungen - ist selbstverständlich für die Organisation. Der Verein arbeitet nach innen und nach außen - beispielsweise mit entsprechenden Werbesujets - vorbildlich im Sinne des Diversity Management, so die Begründung der Jury. (red, derStandard.at)

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