Giulio Superti-Furga als einziger in Österreich tätiger Wissenschafter bei neuer Förderschiene "Proof of Concept" erfolgreich
Wien - Für ein Projekt, das sich mit einem molekularen Regulator zur Dämpfung von Entzündungsreaktionen beschäftigt und nach möglichen therapeutischen Eignungen dieses Ansatzes sucht, erhält der Chef des Wiener Forschungszentrums für Molekulare Medizin (CeMM), Giulio Superti-Furga, einen Förderpreis des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC). Superti-Furga ist der einzige in Österreich tätige Wissenschafter, der bei der erstmaligen Ausschreibung der neuen ERC-Förderschiene "Proof of Concept" erfolgreich war, wie aus einer Aussendung des ERC hervorgeht.
Mit dem neuen Förderprogramm will der ERC die Kluft zwischen Grundlagenforschung und frühen Phasen einer marktfähigen Innovation überbrücken. Im Rahmen des Programms "Proof of Concept" können Wissenschafter, die bisher schon eine ERC-Förderung bekommen haben, bis zu 150.000 Euro erhalten. Insgesamt wurden in der ersten Ausschreibungsrunde 30 Wissenschafter ausgezeichnet.
Forschungsgegenstand
Superti-Furga hat bereits 2009 einen hochdotierten "Advanced Grant" des ERC erhalten. In dem nun erfolgreichen Projekt "Airship" wollen sich die Wissenschafter einem am CeMM entdeckten molekularen Regulator widmet, der Entzündungen dämpft. Während die molekularen Komponenten und Mechanismen bei der Entstehung einer Entzündung schon relativ gut verstanden sind, weiß man über die molekularen Grundlagen zur Beendigung eines Entzündungszustands noch wenig, betonte man am CeMM.
Im Rahmen des ERC-Projekts sollen nun Studien über die therapeutische Eignung dieses neuen Ansatzes mit dem Entzündungs-dämpfenden Regulator durchgeführt werden. Durch patentrechtlichen Schutz soll dabei auch die Voraussetzung für die Entwicklung von Therapeutika geschaffen werden, betont man seitens des Instituts der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und verweist auf das Ziel des Förderprogramms, auch die Voraussetzungen für neue Biotech-Start-up-Unternehmen zu schaffen. (APA/red)