Appell an Faymann

ÖVP Salzburg argumentiert in offenem Brief gegen Ende der Wehrpflicht

21. Oktober 2011, 12:06

Schlechte soziale Durchmischung der freiwilligen Wehrdiener - Rotem Kreuz fehlen Zivildiener

Salzburg - Mit Erfahrungen aus Deutschland nach den ersten drei Monaten ohne Wehrpflicht hat am Freitag der Salzburger ÖVP-Landtagsklub seine Forderung nach Beibehaltung der Wehrpflicht in Österreich untermauert. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) äußerten die Salzburger unter anderem Sorge über die soziale Durchmischung der Freiwilligen und die Auswirkungen auf Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz.

Im Zuge einer Klubklausur hat die ÖVP mit deutschen Militärexperten und Vertretern von Sozialorganisationen über die ersten Erfahrungen mit der Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland diskutiert. Die Zahl der erhofften 5.000 bis 15.000 Menschen, die freiwillig Wehrdienst leisten, sei mit 3.459 im ersten Quartal nicht erreicht worden. Und von diesen haben 22 Prozent den Dienst schon wieder quittiert, heißt es in dem Schreiben.

Knappe Personalsituation

"Es zeichnet sich ab, dass eine breite soziale Durchmischung der deutschen Bundeswehr nach Aussetzen der Wehrpflicht nicht mehr gegeben sein wird. Unter den Freiwilligen ist ein sehr hoher Anteil von Personen, die am freien Arbeitsmarkt nicht oder kaum Fuß fassen können", heißt es weiter. Aufgrund der knappen Personalsituation müssten bereits Leistungen zurückgenommen und Gerät zum Teil still gelegt werden. Außerdem werde in Deutschland eine Einschränkung der militärischen Infrastruktur und eine spürbare Reduktion der Kasernenstandorte erwartet.

Rückgang der freiwilligen Helfer befürchtet

Betroffen ist laut ÖVP auch das Bayerische Rote Kreuz. Anstatt mit den üblichen 1.600 bis 1.700 Zivildienern müsse der Dienst nun mit nur mehr 497 Personen aus dem Bundesfreiwilligendienst bewerkstelligt werden. Der notwendige Ersatz der Zivildiener durch Bedienstete werde dem Bayerischen Roten Kreuz zusätzliche Personalkosten von vier bis sechs Millionen Euro verursachen. Außerdem sei mit einem deutlichen Rückgang der freiwilligen Helfer zu rechnen, weil 30 bis 40 Prozent der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Roten Kreuzes ehemalige Zivildiener seien, die nach Abschluss ihres Dienstes der Einsatzorganisation treugeblieben seien.

Der Salzburger ÖVP appellierte daher an Faymann, seine "Position zur Abschaffung der Wehrpflicht ernsthaft zu überdenken und sich wie der Salzburger ÖVP-Landtagsklub Experten aus Deutschland zu holen, die Ihnen und der Bundesregierung aus erster Hand Informationen zur Verfügung stellen können". 

Volksbefragung

Der Salzburger ÖVP-Chef Wilfried Haslauer war in der Vergnagenheit für eine Volksbefragung zur allgemeinen Wehrpflicht eingetreten. "Wir sagen 'Nein' zur Abmontage des Bundesheeres. Fürchten wir uns nicht zu Tode. Ich bin überzeugt, die Volksbefragung in allen Bundesländern zu gewinnen, nur in Wien nicht", meinte er vor wenigen Wochen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 47
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Robert Fien
00
9.11.2011, 14:47
Abschaffung des Heeres wäre verlockend, ist aber leider unmöglich.

Leider brauchen wir ein Heer um außerhalb Europas im Notfall eingreifen zu können wenn es etwa darum geht einen Völkermord zu verhindern. Außerdem müssen wir (Europäer) auch weiterhin UNO-Einsätze unterstützen können. Als mögliche Eingreifgebiete kommen aber nur Länder in Frage die keine Atomwaffen und die entsprechenden Waffensysteme besitzen um Europa anzugreifen. Damit fallen viele große Länder schonmal ohnehin aus. Gegen einen Angriff müssen wir uns nicht wehren können da unser Atomwaffenarsenal abschreckend genug ist. Daher reicht ein relativ kleines aber hochspezialisiertes und hochtechnisiertes EU-Heer aus. Damit ließen sich sicher mindestens 70-80% der Kosten die heute alle einzelnen Heere fabrizieren verringern.

Pierre d´Aubusson
13
26.10.2011, 15:14
Als Februargeschädigter,

und ich meine damit den Februar 1934, fällt es mir nie leicht, der ÖVP recht zu geben.
Aber: "äußerten die Salzburger unter anderem Sorge über die soziale Durchmischung der Freiwilligen und die Auswirkungen auf Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz" hat schon was für sich.
Und dabei isses vollkommen wurscht, ob die das wirklich so meinen oder ob sie nur die Linke Hälfte mit den eigenen Argumenten veräppeln wollen.

denke
00
27.10.2011, 06:27

Vor allem fehlt eine 50% Frauenquote bei den Wehrpflichtigen.
Wer Wahlrecht hat soll gefälligst auch bei der Landesverteidigung mitwirken.

world-citizen
33
22.10.2011, 13:46
Entsorgt endlich dieses Relikt ..........

........... aus dem totalitären Staat! Die jungen Männer sollten besser mal einige Zeit im Ausland verbringen, damit sie Erfahrungen sammeln können.

http://the-worldcitizen.blogspot.com/2011/05/m... immen.html

http://the-worldcitizen.blogspot.com/2011/02/b... g-als.html

curieux
11
28.10.2011, 07:30
Vor allem der junge Herr Darabos

und der ältere Herr Häupl sollten einige Zeit in Deutschland studieren, we das Berufsheer dort funktioniert. Weniger als 10% der erwarteten Freiwilligenmeldungen - und die aus der untersten Schublade.

Dann besser gleich abschaffen.

Werner Marzi1
 
12
26.10.2011, 21:49
Wir bekommen dann,

ein Berufsheer ! Unter Komando von wem ?
Das der Aufstand kommt ist fix !
Wer wird eher gegen das eigene Volk marschieren ???
Na klingelts !

world-citizen
21
26.10.2011, 22:00
Ja, wer hat das Kommando denn?

ICH habe es nicht. Daher ist es für mich unerheblich, wer es hat.

ceterum censeo faymanem esse d...
11
27.10.2011, 10:59
Na wenn das nicht unerheblich ist!

Entweder Thomas Wetschnig hat das Komando - oder es ist unerheblich, wer es hat..... auch nicht schlecht.

Demnach könnte man dieses Komando also getrost, sagen wir, einem Anders Behring Breivik übertragen, vor lauter Unerheblichkeit, was?
Das ist der Massenmörder von Norwegen, falls dieser Name in Ihrem großen World-Citizen-Geist keinen Platz gefunden haben sollte.

PS. Zu einem Weltenbürger gehört weit mehr als ein paar Pauschalreisen in die einschlägigen Massentouri-Destinationen. Ein Rat: etwas mehr Bescheidenheit und vor allem gründliches Überlegen, bevor Sie etwas öffentlich kundtun, lohnt sich. Authentizität ist nämlich immer noch hundert mal überzeugender als grosskotziges Getue.

Andreas W
25
22.10.2011, 09:42
Eine verdummte Gesellschaft braucht natürlich die Wehrpflicht!

1. Dürfte es nicht sein, dass Hilfsdienste finanziell ausgehungert werden (wobei der oberste Rotkreuzer eh Porsche fährt) - neues Gehaltsschema für Pflege- und Hilfsdienste wäre längst überfällig; aber wenn man immer nur damit beschäftigt ist, wie man den Reichen noch mehr nachschieben kann, geht halt anderes nicht mehr
2. Hilfsdienste, die nur mittels Sklaven- und Frondienste aus dem Mittelalter aufrecht zu erhalten sind, sind ein Skandal in einem der reichsten Länder dieses kapitalistischen Verbrecherplaneten
3. Berufsheere funktionieren sehr wohl und liefern auch nicht mehr Skandale als unsere Sumpftruppe (damit sind die Offiziere und UO gemeint, nicht die Rekruten), siehe England, USA, etc
4. Aber ÖVP steht ja für Ausbeutung mancher!

Nennt mich Loretta
00
30.12.2011, 08:56
die wehrpflicht kommt also aus dem mittelalter?

Sie meinen also intelligente voelker haben ein teures berufsheer (sowas gabs ja im mittelalter nicht?).

Welches heer ist wohl eher gegen das eigene volk einsetzbar, das berufsheer oder das wehrpflichtigenheer?

Welches heer ist eher am anderen ende der welt fuer die wirtachaftlichen interessen einiger weniger einsetzbar?

Ps: wussten sie das einsatzkarten fuer us marines micht mit buchstaben, sondern mit walt disney figuren gekennzeichnet werden? Grund: die hohe analphabetenrate!!!

ceterum censeo faymanem esse d...
11
27.10.2011, 16:32
So, wie es aussieht und insbesondere....

.
...aufgrund von Inhalt und Schreibstil dieses Beitrages, ist dessen Verfasser genau jener Gesellschaft zuzurechnen, deren Charakteristik er in seiner Überschrift präzisierte.
Damit steht er im Widerspruch zu seiner nachfolgenden Argumentation und wir haben ein klassisches kretisches Lügenproblem.

Interessant, nicht?

Werner Marzi1
 
22
26.10.2011, 21:57
Berufsheer ist Wahnsinn !!

Wir haben dann ein Berufsheer mit ziemlich merkwürdigen Freiwilligen !!
Unter Komando von wem ??
Der nächste Streik, bzw Aufstand gegen das kranke Geldsystem kommt sicher !
Wer wird wohl eher gegen das eigen VOLK marschieren ??
Na klingelts !!!!!
Ich bin ja auch nicht dafür, aber wenn die alternative ein SÖLDNERHEER ist ? Dann komplett abschaffen - Ich glaub Costa-Rica hat auch kein Heer.

Lazarus Long
02
26.10.2011, 22:15
Costa Rica hat eine 12.000 Mann starke Berufsarmee.

Abgeschafft wurde nur das "Verteidigungsministerium" und die Streitkräfte gehören jetzt zum Innenministerium. Keine sonderlich demokratische Idee, beide bewaffneten Einheiten des Staates unter die Kontrolle eines einzigen Ministers zu stellen. Ist auch schon mehr als einmal schief gegangen.

Lazarus Long
22
22.10.2011, 22:59

Einsatz gegen Streikende (Sp), gegen Medien um Berichte zu verhindern (Tschechien) usw. Und von „funktionieren“ sind sie weit entfernt! Rekrutierungsprobleme, mangelnde Einsatzfähigkeit die das Anwerben von Söldnerfirmen nötig macht, Ex-Soldaten als größte Gruppe unter den Arbeitslosen, Entfremdung von der eigenen Bevölkerung, massiver Rechtsruck, Katastrophenschutz nur noch bedingt gewährleistet u.v.m.

Lazarus Long
31
22.10.2011, 22:56
Schon erstaunlich mit welcher Vehemenz manche jegliche Realität verweigern, nur um ihre Faulheit zu rechtfertigen. 1, Gerade die Abschaffung des Zivildienstes führte zur finanziellen Aushungerung der Rettungsorganisationen, da man unabhängig vom

Gehaltsschema nicht genügend Personal bekommt und die Kosten explodieren. Was auch die Leistungsfähigkeit im Sozialbereich sinken lässt.
2, Im Mittelalter gab es keinen Wehr/Zivildienst. Der kam erst mit der Französischen Revolution, also im Zuge der Demokratisierung Europas auf. Das Mittelalter war von Berufsarmeen gekennzeichnet!
3, Im Vergleich zu Berufsarmeen gibt es in Österreich überhaupt keine Skandale, wobei Berufsarmee zusätzlich den „Vorteil“ haben durch ihre Staat im Staat-Mentalität vieles vertuschen zu können. Einschüchterung von Politikern wie in den USA, das Verschleppen von Untersuchungen über den Einsatz gegen die eigene Bevölkerung bis auch der letzte Verantwortliche nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann (GB),

denke
00
27.10.2011, 06:31

Doch, den Kriegsdienst für freie Bauern gab es sehr wohl.
Viele wurden dadurch finanziell ruiniert und endeten dann als Hörige.

benutzer0
45
21.10.2011, 16:22

die sollen die soldaten und rotkreuz-fahrer ordentlich bezahlen und die g****n halten. wenn man die leute ordentlich bezahlt, wird man nie ein problem haben, genug richtige leute zu finden.

Pierre d´Aubusson
00
26.10.2011, 15:18

In meinem Geldbörsel is ein Pickerl, das mich als Zahler für die Bezirksstelle ... des ÖRK ausweist. Weit käme das ÖRK mit dem Geld nicht, vor allem wenn Leistung zugekauft werden soll. Aber immerhin, ich hab meinen Obulus entrichtet.

Wie siehts bei Ihnen aus?

bully bullson
01
25.10.2011, 14:51
...haben Sie den Eindruck, dass unsere Gesellschaft im Geld ersäuft....!?

...oder anders gefragt..Wer soll´s blechen!?!?

Heinrich wöber
 
00
23.10.2011, 14:39
Freiwillig und ohne Bezahlung ?

Warum erhalten z.B. Landtagsabgeornete eine namhafte finanzielle Entschädigung und Helfer beim Roten Kreuz nicht, obwohl Letztere einen erheblich höheren Arbeitseinsatz erbringen. Deshalb gibt es sicher mehr als ausreichendBewerber um ein Landtagsmandat und zu wenig freiwillige Helfer beim
Roten Kreuz.

Lazarus Long
43
21.10.2011, 23:09
Statt ihre g****n groß aufzureißen, sollten sie sich lieber

mal mit der Realität beschäftigen. Alle Länder, die auf Berufsarmee umgestellt haben, mussten fest stellen, dass die Bezahlung kein Faktor ist, der eine ausreichende Rekrutierung sowohl beim Militär als auch bei allen übrigen Rettungsorganisationen gewährleistet. Wie sie es auch drehen und wenden, Berufsarmee funktioniert nicht. Hat es nie und wird es auch nie. Sie bekommen nicht genügend Leute und die, die sie bekommen, sind kaum zu gebrauchen.

ceiberweiber.at
33
22.10.2011, 09:31
denken würde ihnen und der övp helfen

es geht nicht um eine berufsarmee, sondern darum, die bisherige berufsheerkomponente durch freiwillige zu ergänzen, die ausgebildet und dann jedes jahr für zwei wochen einberufen werden (verpflichtend, während an den jetzigen freiwilligen milizübungen mehr als die hälfte nicht teilnimmt)

Lazarus Long
41
23.10.2011, 10:54
Der verzweifelte Versuch dem inkompetenten Sportminister in den .. zu kriechen

macht es offensichtlich unmöglich sich mit dem Thema ernsthaft auseinander zu setzen.
Ich Kommentar ist von der ersten bis zur letzten Zeile kompletter Topfen.

Fritz Meyer
30
21.10.2011, 16:19
Wenn die ÖVP das Bundesheer finanzieren würde...

Speyside
31
21.10.2011, 19:11
... dann hätten alle soldaten ein raiffeisenlogo auf der uniform

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