Zahl der Untergewichtigen steigt

2. Juni 2003, 13:21
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Tiroler Gesundheitsbericht 2002: Anzahl der stark Untergewichtigen bei 15- bis 19-jährigen in Tirol auf elf Prozent gestiegen

Innsbruck - Westösterreich "führt" beim Anteil der stark Untergewichtigen mit einem Body-Mass-Index unter 18. Die wenigsten Übergewichtigen gebe es in Tirol, sagte Landesrätin Elisabeth Zanon-zur Nedden (V) bei der Präsentation des Tiroler Gesundheitsberichts 2002 am Montag in Innsbruck. Bei den 15- bis 19-Jährigen sei der Anteil der stark Untergewichtigen von 1990 bis 1999 in Tirol von acht auf elf Prozent gestiegen. 20 Prozent mehr RaucherInnen habe man von 1991 bis 1999 verzeichnen müssen.

Österreichweit habe die Steigerung des RaucherInnenanteils in der Bevölkerung hingegen "nur" 13 Prozent betragen. Rund 379.000 TirolerInnen hätten bereits im Jahre 1999 zum Glimmstängel gegriffen. In einer im Jahr 1999 in Innsbruck durchgeführten Erhebung zu Konsumerfahrungen mit Suchtmitteln bei Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren berichteten 65 Prozent darüber, bereits Nikotin konsumiert zu haben. Über Erfahrungen mit dem Konsum von Haschisch verfügten insgesamt 22 Prozent der Befragten. 84 Prozent hätten bereits Alkohol konsumiert. Die Zahl der Alkoholkranken werde für Tirol insgesamt auf rund 30.000 Personen geschätzt. Bei Frauen liege der tägliche Alkoholdurchschnittskonsum mit 14 Gramm knapp über dem Bundesdurchschnitt.

Geringste Anzahl an Übergewichtigen in Tirol

In Tirol und Salzburg seien 1999 3,2 Prozent der Bevölkerung stark untergewichtig gewesen, in Vorarlberg sogar 3,7 Prozent (Österreichschnitt: 2,7 Prozent). Mit 19,3 Prozent Übergewichtigen (Body-Mass-Index von 26 bis 30) und 7,6 Prozent Adipösen (Body-Mass-Index über 30) habe Tirol 1999 die geringste Anzahl an Übergewichtigen im Bundesschnitt aufgewiesen. Zwischen 1991 und 1999 habe es jedoch sowohl bei den Übergewichtigen, als auch bei den Untergewichtigen eine Steigerung gegeben.

Häufigste Todesursache seien in Tirol Herz/Kreislauf- sowie Krebserkrankungen. Rund 130 Personen würden jährlich Selbstmord begehen- oft in Folge von psychischen Erkrankungen. Die Lebenserwartung sei in Tirol zwischen 1991 und 2000 gestiegen- bei den Männern von rund 74,1 auf 76,5 Jahren, bei den Frauen von 79,6 auf 81,9 Jahre. Diese liege damit in Tirol bei den Männern um bis zu zwei Jahren bzw. bei den Frauen um rund ein Jahr über dem Bundesdurchschnitt. (APA)

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