US-Milliardär bietet 700 Millionen Dollar für Global Crossing

2. Juni 2003, 12:39
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US-Behörden gegen Verkauf des Glasfasernetz-Betreibers an ausländische Investoren

New York - Der US-Milliardär und Großinvestor Carl Icahn will über sein Telekom-Unternehmen XO Communications in Reston die insolvente Global Crossing für 700 Mio. US-Dollar (592 Mio. Euro) übernehmen. Den Gläubigern des Glasfasernetzbetreibers werden neben 250 Mio. Dollar in bar auch Vorzugsaktien, Verbindlichkeiten und Aktienoptionen angeboten, teilte XO-Chairman Carl Icahn laut Berichten in der Montagsausgabe des "Wall Street Journal" mit. Kombiniert sei das Gebot um 100 Mio. Dollar über dem des Mitbieters Singapore Technologies Telemedia. Ursprünglich hatte Telemedia gemeinsam mit Hutchison Whampoa mitgeboten, bevor der Honkonger Mischkonzern sein Vorhaben wegen Bedenken der US-Behörde "Committe on Foreign Investment" aufgab.

Bei der Behörde soll es Sicherheitsbedenken wegen der durch die Netze von Global Crossing geleiteten Daten gegeben haben. Unter anderem benutzen das amerikanische Justizministerium, die Bundespolizei FBI und der Geheimdienst CIA Global-Crossing-Leitungen. Vor wenigen Monaten hat auch der amerikanische Ferngesprächsanbieter IDT ein Angebot für Global Crossing abgegeben.

Icahn hatte bereits früher angekündigt, XO nach dem Verlassen des Gläubigerschutzes im Januar 2003 zu einem Telekomkonzern auszubauen. Das Global-Crossing-Netz von 100.000 Meilen soll mit dem Ortsnetz von XO zusammengeschlossen werden. (APA/vwd)

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