Österreichischer Frauenrat über die politische Zukunft des Irak

2. Juni 2003, 12:33
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Wien - Die Befreiung der irakischen Bevölkerung von einer jahrzehntelangen Unterdrückung wurde immer wieder als Rechtfertigung für die kriegerischen Handlungen gegen Saddam Hussein bzw. gegen den Irak genannt. Bei den ersten Anläufen zur Einrichtung einer Verwaltung unter irakischer Beteiligung wurde zwar Rücksicht genommen auf die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Irak, auf kulturelle und religiöse Minderheiten; Frauen waren bei den Versammlungen allerdings kaum vertreten. Ein ernstzunehmender demokratischer Prozess, der letztlich stabile Verhältnisse schafft, kann jedoch nur unter Einbindung und aktiver Beteiligung der Frauen, welche im Irak mit mehr als 60 Prozent die Bevölkerungsmehrheit darstellen, erfolgen.

Wie wird bzw. wie kann ein "freier Irak" aussehen? Immer wieder geistert der Ruf nach einem "Gottesstaat" durch die Medien – ist das die Gefahr einer erneuten Unterdrückung für die Frauen im Irak? Wie denken Frauen darüber, welche Rolle spielen Frauen im Irak, welche politischen Standpunkte vertreten sie?

Es diskutieren

- Fatima Khanakah, Kurdisches Zentrum Wien;
- Suhad Al-Zahid, - Sozialarbeiterin;
- Shirouk Tawfik, Bauingenieurin; Karin Kneissl, Historikerin
- Moderation: Monika Vana, Landtagsabgeordnete der Grünen

Zeit: Dienstag, 3. Juni 2003, 19.00 Uhr
Ort: kosmos.frauenraum, Siebensterngasse 42, 1070 Wien (red)

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