Schnell am Ziel mit Transport-Alternativen

2. Juni 2003, 20:57
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Ausweichen auf Drahtesel oder Fahrgemeinschaften - Hunderte Anfragen bei ARBÖ-Mitfahrbörse - Deutlich mehr Mitfahrer als Lenker

Wien - Die Autofahrerclubs raten, wie schon am vergangenen Aktionstag Anfang Mai, Fahrgemeinschaften zu bilden und Taxis gemeinsam zu nutzen.

Extra für den Streiktag hat der ARBÖ eine Mitfahrbörse eingerichtet. Via Telefon oder Internet können sich willige Autofahrer melden, die nicht allein im Stau stehen wollen. "Wir haben am Freitag mit einem Katapultstart begonnen", erklärte Club-Sprecherin Lydia Ninz auf Anfrage. Der Nachteil: Es gibt sechs Mal so viele Mitfahrer wie potenzielle Lenker.

Hunderte Anfrage sind bereits eingetroffen, hieß es. Vermittelt wird in ganz Österreich, der Schwerpunkt der erhofften Fahrgemeinschaften liege aber eindeutig im Süden Wiens, so Ninz.

Strampeln bei Schönwetter

Auch das Umsteigen auf einspurige Fahrzeuge, also Motorräder, Mopeds und Fahrräder ist eine sehr gute Alternative, vor allem, weil laut letzten Prognosen das Wetter auch diesmal schön werden sollte.

Da viele, die sonst mit den Öffentlichen unterwegs sind, diesmal mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen, sollte man längere Fahrzeiten einplanen und sich früher als sonst auf den Weg machen.

Jeder fünfte Pendler verwendet Öffis

Im Schnitt verwendet jeder fünfte Pendler im Normalfall Öffentliche Verkehrsmittel, in Wien sind es sogar rund 45 Prozent.

Zwei von drei Pendlern fahren in Österreich mit dem Auto, Motorrad oder Moped zur Arbeit. Etwa 14 Prozent fahren mit dem Fahrrad oder gehen zu Fuß. Bei kurzen Strecken ist der Drahtesel laut Wolfgang Rauh vom VCÖ auch die beste Wahl.

Den höchsten Anteil am Öffentlichen Verkehr mit rund 45 Prozent hat laut einer VCÖ-Untersuchung die Bundeshauptstadt. Schlusslicht mit nur zehn Prozent ist Kärnten. In den anderen Bundesländern nutzen 13 bis 18 Prozent der Pendler die Öffis.

In Vorarlberg und Salzburg schwingen sich 22 Prozent der Pendler aufs Rad, dicht gefolgt von Tirol mit 21 Prozent. In Wien nutzen nur neun Prozent den Drahtesel zur Fortbewegung.(APA/red)

Link

ARBÖ Mitfahrbörse unter Tel. Nr. 01/89 12 17

  • Schon beim Streik am 6. Mai herrschte reger Verkehr am Ringradweg
    foto: der standard/cremer

    Schon beim Streik am 6. Mai herrschte reger Verkehr am Ringradweg

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