Jedes vierte Schnitzel auffällig

2. Juni 2003, 13:37
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Schnitzel und Kebabimbiss im AK-Test - Bei einem Viertel war das Fleisch nicht mehr ganz frisch - Kebabs schneiden besser ab

Wien - Die AK-Konsumentenschützer überprüften, wie es um die Qualität von Schweinsschnitzeln und Kebab-Imbissen steht.

Bei einem Viertel der untersuchten Schnitzel war das Fleisch nicht mehr ganz frisch oder das fertige Schitzel hatte einen brandigen, bitteren Nachgeschmack - die Qualität fiel dennoch unter essbar.

Von den 20 überprüften Schnitzel wurden bei einem Viertel Mängel festgestellt: Bei zwei Produkten wies das verwendete Schnitzelrohfleisch bereits eine erhöhte Keimzahl auf, da das Fleisch nicht mehr ganz frisch war. Und drei Schnitzel haben im Geschmackstest schlecht abgeschnitten: Sie waren zu salzig oder hatten einen bitteren, brandigen Nachgeschmack, was ein Hinweis auf zu altes oder zu heißte Fett sein könnte. Drei Viertel der Produkte waren gänzlich in Ordnung.

Kebabs schneiden besser ab

Bei Kebab-Imbissen schaut's besser aus: Von den 18 untersuchten Produkten war ein Produkt als verdorben zu beurteilen - es war ranzig und hatte einen seifigen, bitteren Nachgeschmack. Ein Produkt wiederum wies eine erhöhte Zahl an Enterokokken auf, was auf ein Hygieneproblem in der Verarbeitung hinweist.

Kritik aber keine Salmonellen

Die Kritik der AK-Konsumentenschützer richtet sich auf Mängel in Frische der Produkte, falsche Kühlung und teilweise mangelhafte Hygiene. Die mikrobiologische Untersuchung wies jedoch darauf hin, dass die Produkte offenbar sehr gut durcherhitzt waren. Pathogene Keime, wie Salmonellen wurden keine gefunden.

Testkriterien

Sie wurden mikrobiologisch auf Salmonellen und Keime untersucht wie, Enterobacteriacee, E.Coli, Enterokokken und Laktobazillen. Außerdem wurde auch ein Geschmacks- und Geruchstest gemacht sowie das Aussehen beurteilt und geprüft, ob ein ranziges Öl zum Rausbacken der Schnitzel verwendet wurde

Die AK-Tester kauften in 20 Wiener Schnitzelketten und bei 18 Wiener Kebabständen und Kebab-Verkaufsgeschäften. Die Untersuchung führte die Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Gemeinde Wien durch. (red)

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AK Wien

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