Venezuela lehnt Regionalplan für Kolumbien ab

2. Juni 2003, 08:13
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"Das würde die Internationalisierung des Konflikts bedeuten"

Caracas - Venezuela will einen Regionalplan zur Beilegung des Bürgerkriegs in Kolumbien nicht unterstützen. Auf den Plan hatten sich 19 lateinamerikanische Staaten, darunter auch Venezuela, beim Gipfel der Rio-Gruppe in Peru im vergangenen Monat geeinigt. In dem Plan werden die Vereinten Nationen aufgefordert, die größte Rebellengruppe in Kolumbien, die Revolutionären Streitkräfte (FARC) an den Verhandlungstisch zu zwingen.

Sollten die Verhandlungen scheitern, schließt der Plan eine bewaffnete Intervention nicht aus. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez erklärte am Sonntag, er lehne ein solches Eingreifen ab. "Das würde die Internationalisierung eines Konflikts bedeuten, der bisher nur Kolumbien angeht", sagte er. Er habe dem Vorhaben in Peru nur unter Vorbehalt zugestimmt. In Kolumbien kämpfen seit fast 40 Jahren die Rebellen der FARC gegen Regierungstruppen und paramilitärische Milizen. (APA/AP)

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