Israel lehnt gemeinsame Erklärung nach Akaba-Gipfel ab

2. Juni 2003, 07:36
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Trotz Bemühungen amerikanischer Diplomaten

Jerusalem - Israel hat eine gemeinsame Stellungnahme nach dem für kommenden Mittwoch in Jordanien geplanten Nahost-Gipfel abgelehnt. Trotz Bemühungen amerikanischer Diplomaten hätten sich die Delegationen von Ministerpräsident Ariel Sharon, seinem palästinensischen Kollegen Mahmud Abbas und US-Präsident George W. Bush nicht auf einen gemeinsamen Text einigen können, teilte ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter am Montag in Jerusalem mit.

Es gebe mit den Palästinensern weiterhin grundlegende Meinungsverschiedenheiten über die gegenseitige Anerkennung der Staaten, sagte der Regierungsvertreter weiter. Weil die Palästinenser weiterhin die Anerkennung Israels als jüdischem Staat verweigerten, habe Israel sich zur Veröffentlichung einer eigenen Stellungnahme entschlossen.

Bush, Abbas und Scharon treffen sich am Mittwoch in der jordanischen Hafenstadt Akaba. Am Vortag kommt Bush mit Abbas und mehreren arabischen Führern im ägyptischen Sharm el Sheikh zusammen. Im Mittelpunkt steht jeweils der Nahost-Friedensplan von USA, EU, UNO und Russland, der bis 2005 die Bildung eines Palästinenserstaats vorsieht. (APA)

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