Ausweitung der Entwicklungshilfe für Afrika zugesagt

2. Juni 2003, 15:56
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Unterstützung für afrikanische Friedenstruppe

Evian - Die G-8-Gruppe hat auf ihrem Gipfel im französischen Evian den afrikanischen Ländern eine Ausweitung der Entwicklungshilfe zugesagt. Die sieben wichtigsten Industriestaaten und Russland erklärten am Sonntag in einer gemeinsamen Stellungnahme, sie wollten ihre Partnerschaft mit Afrika stärken. So wollten sie ihre jährliche Finanzhilfe erhöhen und eine afrikanische Friedenstruppe unterstützen.

Afrika werde Partner brauchen, um seine langfristigen Visionen zu erfüllen, hieß es in der Stellungnahme weiter. Die G-8-Staaten sagten zu, bei der Ausrüstung und der Ausbildung einer multinationalen afrikanischen Friedenstruppe bis 2010 zu helfen. Diese soll auf Aufforderung der Vereinten Nationen Konflikte schlichten. Für bevorstehende Auseinandersetzungen soll ein Frühwarnsystem geschaffen werden. Die G-8-Staaten wollen ihre Entwicklungshilfe um jährlich sechs Milliarden Dollar erhöhen. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Zahlungen auf zehn Milliarden Dollar.

Zu dem Gipfeltreffen eingeladen waren Regierungsvertreter aus Ägypten, Algerien, Senegal, Nigeria und Südafrika. Der nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo begrüßte die Zusage der G-8. "Eine Hauptbedingung für Entwicklung ist die Abwesenheit von Konflikten", sagte er. "Wir brauchen Frieden und wir brauchen Menschenrechte." Nur mit ökonomischen Reformen könne der Kontinent Investitionen anziehen. (APA/AP)

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