UNO-Sonderbeauftragter de Mello beginnt viermonatige Mission im Irak

1. Juni 2003, 22:10
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Kommissar für Menschenrechte soll humanitäre Hilfe koordinieren und an Regierungsbildung mitwirken

Bagdad - Der neue UNO-Sonderbeauftragte für Irak, Sergio Vieira de Mello, trifft am heutigen Montag in Bagdad zu einer viermonatigen Mission ein. Der brasilianische Diplomat soll vor Ort die gerade wieder aufgenommene humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen koordinieren. Laut UNO-Resolution 1483 ist es seine Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den Besatzungsmächten USA und Großbritannien "den Prozess zur Bildung einer repräsentativen, international anerkannten Regierung zu erleichtern". De Mello bleibt weiterhin als UNO-Menschenrechtskommissär im Amt.

Das Amt des Irak-Beauftragten war zeitgleich mit der Verabschiedung der Resolution zur Aufhebung der UNO-Sanktionen eingerichtet worden. Nach dem 13-jährigen Wirtschaftsembargo infolge der irakischen Invasion in Kuwait und nach dem jüngsten Irak-Krieg liegt das Land wirtschaftlich am Boden. Am gestrigen Sonntag sind erstmals seit März wieder Lebensmittellieferungen der UNO im Irak eingetroffen.(APA)

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