Regierung aufgefordert für Schutz zu sorgen
New York - Der UN-Menschenrechtsbeauftragte für den Nahen Osten,
Richard Falk, hat Israel Gewalt gegen Kinder vorgeworfen. In den besetzten
Gebieten gingen viele Siedler mit Gewalt gegen Palästinenser vor, auch gegen
Kinder, sagte der Amerikaner am Donnerstag in New York. Die israelische
Regierung müsse für den Schutz der Kinder sorgen.
Der frühere New Yorker Universitätsprofessor ist seit drei Jahren
Sondergesandter des UN-Menschenrechtsrates für die palästinensischen
Autonomiegebiete. Er ist selbst Jude, kritisiert Israel aber immer scharf. So
verglich er ein Jahr vor seiner Berufung die israelische Palästinenserpolitik
mit der Judenverfolgung der Nationalsozialisten. In Israel, aber auch den USA
und vielen europäischen Ländern, wird er wegen solcher und ähnlicher Äußerungen
gemieden.
Falk sagte, die Zahl der von Israel eingesperrten palästinensischen Kindern
habe seit 2007 zugenommen. Zahlen nannte er aber nicht. Insgesamt seien in
diesem Jahr bisher 178 Palästinenser von israelischen Siedlern verletzt worden,
zwei mehr als im gesamten Vorjahr. "Es gibt zudem fast täglich Fälle von
Vandalismus der Siedler gegen palästinensisches Land und Dörfer." (APA)