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vergrößern 600x400Roa arbeitete mehr als zwei Tage an dem überdimensionalen Fuchs in der Westbahnstraße.
Wien - Den in Schwarz-Weiß gehaltenen Bildern haftet etwas Mystisches an, manchmal wirkt ihre Größe auch bedrohlich. Haushohe schlafende Ratten, seelenlose Vögel auf einem Fabriksilo oder Fische auf rotem Backstein. Auf einer Wiener Feuermauer prangt ein gigantischer Fuchs.
Der belgische Street-Artist Roa schwärmt für Tiere und sprüht sie überdimensional auf Häuserwände, verlassene Fabrikgelände oder Hinterhöfe. Vereinzelt auch im Verwesungszustand oder nur mehr als karge Gerippe. Eines haben sie gemeinsam: Sie spiegeln die Vergänglichkeit des Lebens. Im belgischen Gent aufgewachsen, zählt er heute zu den international herausragendsten Vertretern der Street-Art und wird mit Banksy, JR und Shepard Fairey in einem Atemzug genannt. Wie alle Künstler der urbanen Schmiede, hält Roa seine wahre Identität geheim. Warum aber Tiere? Sie erzählen ihm mehr über die Welt als irgendeine andere Kreatur, sagte er einmal in einem Interview.
Von Darwins illustrierter Ausgabe von Origin of the Species ist er besonders begeistert. Seine monumentalen Bilder findet man über den ganzen Globus verteilt: In New York, Mexiko, Paris oder Afrika. Welche Tiere er malt, hängt von der Region ab. In Gambia hinterließ er Giraffen und Elefanten.
Roa geht vor wie ein Wissenschafter; fertigt Skizzen an und malt dann vor Ort bis zu 18 Stunden. In der Ausstellung Decomposition in der Inoperable Gallery in Wien sind jedoch vor allem seine Bleistift- und Tuschezeichnungen von Tieren zu sehen. Mit "Künstlern, die urban sind" leistet die Galerie Pionierarbeit in diesem Kunstsegment. Ihr Schwerpunkt liegt auf internationaler Urban Art: Im November folgt eine Ausstellung mit der französischen Künstlerin Miss Van. (Michael Ortner / DER STANDARD, Printausgabe, 21.10.2011)
Inoperable Gallery, 7., Burgg. 24, bis 29.10.
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Wow, das ist super. :)
Bei Graffiti ist ja alles drin: von Geschmier bis zu wunderbaren Kunstwerken. Wünscht mir fast, jemand würde solche schönen Sachen auch bei uns sprühen, allerdings bleibt da immer die Vermutung, dass sich andere dadurch ermutigt fühlen würden Unsinn zu sprühen. /:
1) scheint das haus ein abrisshaus zu sein
2) nehme ich schwer an, der künstler holt sich vor bemalung das einverständnis des hausbesitzers. ohne dieses wäre es schwierig, stundenlang ein bild auf ein haus zu malen, ohne erwischt zu werden
3) der mann kann was. im gegensatz zu den hirnbefreiten schmierereien, die sonst überall zu finden sind. meist nur irgendwelche namen. einzige kritik: der schwanz des fuchses am foto oben ist im verhältnis zum körper viel zu lang.
4) bitte mehr davon. es gibt eh immer weniger leute, die wirklich zeichnen oder malen können. alle kopieren nur mehr aus dem netz oder schustern im computer was zusammen.
Aber was ist an der ARBEITSZEIT von zwei Tagen so rekordverdächtig toll? Zum Vergleich:
-Michelangelo hat in der Sixtinische Kapelle ca. 5 Jahre lang gemalt.
-Hans Bierbrauer ("Oskar") andererseits hat für seine Werke oft nur Sekunden gebraucht...
Wieso darf Roa "Sachbeschädigung" betreiben und andere nicht?
Auch "Häuserwände, verlassene Fabrikgelände oder Hinterhöfe" haben Eigentümer. Wurde das mit ihnen abgesprochen? Aus dem Artikel geht irgendwie nicht hervor, wieso die Werke von Roa unterschiedlich zu Werken anderer Graffiti-Künstler behandelt werden.
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