Hu Jintao

Chinas Staatschef vertieft Bande zu Österreich

Johnny Erling aus Peking, 20. Oktober 2011, 18:09

Vor dem G-20-Gipfel kommt Hu Jintao nach Wien

Wien und Peking setzen mit einem Tête-à-Tête ihrer Staatsführungen, zu dem Chinas Präsident Hu Jintao nach Wien kommt, ihre eigene bilaterale Note im Konzert weltweiter Gipfel- und Krisendiplomatie. Deren Bogen spannt sich vom Eurorettungsgipfel in Brüssel über das EU-China-Treffen am Dienstag in Tianjin bis zum G-20-Summit in Frankreich.

Auf dem Weg zur G-20 macht Staatschef Hu Jintao ab 30. Oktober für vier Tage Station mit offiziellem Staatsbesuch in Österreich. Anlass bietet das 40-Jahr- Jubiläum der diplomatischen Beziehungen. Zugleich erwidert Hu, der von einer 160-köpfigen Delegation, darunter Unternehmer und Wirtschaftsführer begleitet wird, die Visite des von ihm besonders geschätzten Bundespräsidenten Heinz Fischer in Peking 2010. Das erfuhr der Standard am Rande des österreichisch-chinesischen Wirtschaftsforums in Peking, zu dem Verkehrsministerin Doris Bures und Kammerpräsident Christoph Leitl anreisten.

Zurück in Wien, richtet Leitl am 31. Oktober ein großes Wirtschaftssymposium unter Schirmherrschaft beider Präsidenten aus. Mehr als 100 chinesische und 300 österreichische Unternehmen hätten sich bereits angemeldet. In Peking wurde eine Kontaktbörse für österreichisch-chinesische Unternehmen installiert, auf die das Wirtschafts-Symposium "China-Vision 2020" folgt.

Österreichs China-Handel stieg 2010 um 27 Prozent auf 8,24 Mrd. Euro und machte Peking damit zum größten außereuropäischen .Handelspartner Wiens. Österreichs Exporte nach China nahmen um 40 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro zu. Laut CCPIT investierten österreichische Unternehmen in 1008 Wirtschaftsprojekte 1,29 Mrd. US-Dollar. Chinas Direktinvestitionen in Österreich hinken hinterher. Bis Ende 2010 siedelten sich erst 19 chinesische Unternehmen in Österreich an. (Johnny Erling aus Peking, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.10.2011)

Das Kapital ist die wahre Macht
00
21.10.2011, 10:30
Wirtschaftlich überleben wird nur der, der den Chinesen

am besten und freundlichsten die Schuhe ableckt.

China ist am Drücker. Das ist nun mal Tatsache.

Die erinnern mich an die römischen Kämpfe. Daumen nach Oben oder nach Unten?

Ingrid Goeschl
00
23.10.2011, 19:47
Da geht es nicht um "wirtschaftlich überleben", sondern um sehr viel Kohle machen.

Unter anderem damit, dass man Unternehmen nach China auslagert, wo ja die Arbeitskraft - inclusive der hochqualifizierten Arbeitskraft - viel billiger ist.

Und die Wirtschaftskammer fördert dies noch, ungeachtet des Umstandes, wie viele Klein- und Mittelunternehmen damit als Zulieferer unnötig werden.

Davon, dass man nicht mit jedem - egal, wie unmoralisch und menschenverachtend - Geschäfte macht, rede ich da noch gar nicht.

Kolonialismus wird nicht legitim, nur weil es diesesmal ein asiatisches Land (China) bei einem anderen asiatischen Land (Tibet) macht!

lemming0815
01
21.10.2011, 10:29
Österreichs China-Handel stieg 2010 um 27 Prozent auf 8,24 Mrd. Euro und machte Peking damit zum größten außereuropäischen .Handelspartner Wiens

ist es schon soweit...österreich ist gleichbedeutend mit wien bzw vice versa :(

MacTux
00
21.10.2011, 08:39
augen auf

in china ist es in den letzten 20 jahren in gleichem masse bergauf gegangen wie es hier bergab gegangen ist. in weiten belangen.

breiter
00
20.10.2011, 21:03
hu jintao

hat eine bande?

Yellow submarine zum Giebelkreuz
00
21.10.2011, 11:33

haben sie dass nicht gewusst? die sogenannte lassel-bande

Philipp Valenta
 
21
20.10.2011, 19:50
Bevor man miteinander handelt sollten wir eher...

mehr Menschenrechte in China fordern! Außerdem soll China endlich seine Waffen gegenüber Taiwan aufhören und diese Provokationen beenden!

fizcaraldo
03
20.10.2011, 21:29

Ich wäre eher dafür, dass sich zuerst Österreich an die Menschenrechte hält.

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