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Umsteigen in der City: Nicht alle sind damit glücklich
Wien - Die Wiener Innenstadt wird zwischen Tuchlauben und Am Hof nicht nur mittels Nobel-Einkaufszentrum (ehemalige Bawag-Zentrale) und Hotel (Länderbank) aufgemöbelt, sondern auch mit einer neuen Fußgängerzone. Seitzer- und Bognergasse sollen künftig nicht mehr befahrbar sein.
Das bedeutet allerdings auch, dass sich die Innenstadt-Buslinien neue Wege durch den ersten Bezirk suchen müssen. Denn eine weitere Durchfahrt der City-Busse ist laut Wiener Linien zu gefährlich. "Wir wissen, dass die Leute nicht mehr auf den Verkehr achten, sobald sie in einer Fußgängerzone sind" , sagt Sprecherin Anna Reich.
Protest
Die Linie 1A soll künftig nur noch zwischen Schottentor und Stephansplatz verkehren, die Linie 2A von der Neubaugasse bis zum Stubentor und der 3A von Schottenring bis Stephansplatz. Gegen diesen Plan regt sich allerdings Widerstand - vor allem, weil eine Fahrt von Schotten- bis Stubentor dann ohne Umsteigen nicht mehr möglich ist und der Schwedenplatz gar nicht mehr angefahren wird.
Die Bezirksgrünen haben bereits mehr als 1000 Unterschriften gegen die neue Linienführung gesammelt. "Wir fordern durchgängige Querungen trotz der neuen Fußgängerzone" , sagt Bezirksrat Rainer Fussenegger. Dass sich wegen eines Luxushotels und einer Shoppingmall für Superreiche das Öffi-Angebot für Bewohner und im Bezirk arbeitende Menschen massiv verschlechtere, sei inakzeptabel.
Strom statt Erdgas
Man warte ohnehin noch auf Unterlagen der Wiener Linien sowie auf Pläne der Bauträger, bevor es eine endgültige Entscheidung gebe, sagt Angelika Mayrhofer-Battlogg, Sprecherin von Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (VP). Zudem lade man die Bevölkerung vor der nächsten Bezirksvertretungssitzung Ende November zu einer Versammlung, bei der umfassend über die Änderungen informiert werde.
Über die neue Fußgängerzone werde es aber keine weiteren Diskussionen geben, da herrsche bereits breiter Konsens. Die neuen City-Busse sollen jedenfalls zum Teil mit Strom fahren: "Wir wollen hier unbedingt Vorreiter sein" , sagt Mayrhofer-Battlogg.
(Martina Stemmer, DER STANDARD Printausgabe, 21.10.2011)
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dann müssen sie mir erklären was die grazer herrengasse, die sackstraße und die murgasse oder die linzer landstraße sind.
oder warum in münchen oder amsterdam auch straßenbahnen durch fußgängerzonen fahren.
selbst in wien gibt es fußgeherzonen wo - wenn auch nur auf ganz kurzen abschnitten - die STRAB durchfährt, zb in der kreuzung quellenstraße/favoritenstraße
Die Straßen in der Innenstadt sind vielfach extrem schmal. Durch die Kärntner Straße könnte ich mir eine Straßenbahn vielleicht noch vorstellen, aber sonst?
In der Innenstadt gab es (wohl nicht ohne Grund) nie Straßenbahnen, nicht einmal zur Blütezeit der Wiener Straßenbahn vor ca. 80 Jahren. Einzige Ausnahme: die Strecke des 58ers zum Hohen Markt.
LPG-Stadtbusse wie sie die WL verwenden sind allerdings ein Auslaufmodell, deshalb muss in absehbarer Zeit ein Ersatz gefunden werden - entweder Diesel-Hybrid oder CNG (also Erdgas) kommt in Frage. Beide Technologien sind praxistauglich und in anderen Städten im Einsatz.
LPG ist schwerer als Luft und daher in Tiefgaragen verboten, da sich am Boden ein explosives Gemisch sammeln könnte. CNG ist dagegen unproblematisch, da es sich verflüchtigt und über die Lüftungsanlagen abgesaugt werden kann.
Gerade für ältere Menschen ist der City-Bus mit seinen kurzen Haltestellen DAS ideale Verkehrsmittel. Die langen Wege zu den U-Bahnen (die Jungen & Gesunden bemerken die gar nicht) und die gar nicht so unbeträchtlichen innerstädtischen Steigungen sind für Trans-70er gewaltige Hindernisse ihrer Mobilität. Leider hört man von den Vertretern der Senioren keinen Kommentar zur schleichenden Kastrierung des City-Bus. Aber das sind ja auch keine Probleme, mit denen man in die "Seitenblicke" kommt.....
stimmt ... in die Seitenblicke kommen aber andere sachen auch nicht ... nämlich dass pensionen ständig an die inflation angepasst werden und kindergeld/studienbeihilfe etc. nicht
jeder muss abstriche machen ... ab und zu auch mal die Generation welche das Land durch falsche politische Entscheidungen wie hohe Pensionen in den finanziellen Ruin getrieben hat/treibt ...
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