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London - Wer viel mit dem Handy telefoniert, darf aufatmen: In der bisher größten Studie zu diesem Thema haben dänische Wissenschafter keinen Zusammenhang zwischen der langfristigen Nutzung von Mobiltelefonen und dem Risiko ausgemacht, an Hirntumor zu erkranken. Sie veröffentlichten am Freitag in der Zeitschrift "British Medical Journal" die Daten von mehr als 350.000 Handy-Nutzern, die sie über 18 Jahre hinweg beobachtet hatten.
Unter ihnen erkrankten 10.729 Menschen an einem Hirntumor. Selbst in der Gruppe derjenigen, die ihr Mobiltelefon seit mehr als 13 Jahren nutzen, waren es aber kaum mehr Erkrankte als unter Nicht-Handynutzern.
Ein "leichtes bis mittleres Risiko" könne bei extremen Vieltelefonierern oder Leuten, die bereits seit mehr als 15 Jahren mit dem Handy kommunizieren, aber nicht ausgeschlossen werden, warnten die Forscher. Im Juni hatte die Weltgesundheitsorganisation die von den Mobiltelefonen ausgesendeten Strahlen als "möglicherweise krebserregend" eingestuft. Weltweit gibt es rund fünf Milliarden Handys. (APA)
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ja, sie haben Recht: zuhause bei den Studienteilnehmern unterscheidet sich die Expositionssituation. Das wurde im DMF individuell gemessen (24h am Körper getragene Dosimeter). Über 8 verschiedene Projekte nur zur Dosimetrie insgesamt, davon 1 für die WLAN-Situation auch an Seibersdorf vergeben ... es gilt: jenseits von "glauben" kann man das alles nachlesen. Zugegeben: ist mühsamer als posten.
Messen? Und ich traue mich wetten, dass nur eine, ich tippe da auf gmts gemessen wurde... Denn de Dosameter müsste da sehr gross sein, die Geräte, die alle Belastungen gmts, umts usw. Messen können, müssen jedes Mal umgeschalten werden, aber macht nix. Ihnen glauben sicher ganz viele Menschen. Mir reichts halt nicht, weil ich weiss, mit welchen Tricks in diesem Bereich gearbeitet wird.
Auf einen Hinweis über Informationsmöglichkeiten folgen weitere Postings mit kreativen, ad hoc neu zusammen gestellten "Einwänden". Sie verwechseln da was:
Mir geht es nicht darum, ob mir Leute "glauben" .... (habe niemals den Wunsch verspürt, Priester zu werden). Ich sage nur: im Verhältnis zu Ihrer Generalskepsis wissenschaftlichen Studien gegenüber ist die seriöse Forschung klarer und besser, als Sie vielleicht annehmen. Wenn Sie's wirklich interessierte, würde Sie das vermutlich einige Zeit kosten, die Ergebnisse zur Dosimetrie im DMF durch zu arbeiten ... Danach kämen wir dann wieder auf die möglichen Auswirkungen dieser Dosen auf die menschliche Gesundheit zu sprechen. Aber dazwischen liegt viel Schweiss ....
Hardell L, Carlberg M, Ohlson CG, Westberg H, Eriksson M, Hansson Mild K. Int J Androl. 2007 Apr;30(2):115-22
Use of cellular and cordless telephones and risk of testicular cancer.
Ergebnis: Hodenkrebs (auch keine Unterart) stand nicht erkennbar im Zusammenhang mit Handygebrauch und Tragen in der Hosentasche (auch nach Berücksichtigung der "Trägerseite"). Auch Leistenhoden traten nicht im Zshg. mit Handygebrauch signifikant häufiger auf.
Und welche handys wurden da gemessen? Schon die neue Generation, deren Antennen dann doch reduziert werden mussten, weil die Ärztekammer eingeschritten ist? Wurde das auch langfristig (24h) gemessen? Und bitte kostenlos anschaubaren link, alles andere ist genau, was immer passiert: irgendwo gibt es angeblich irgendwelche elitäre Informationen, die man mit viel Geld kaufen kann, aber wenn man die dann durchliewt braucht man wie immer relativ viel Phantasie, um die lobbyistisch propagierte Unbedenklichkeit auch heraus zu lesen. Ah ja: zum derzeitigen Stand der Wissenschaft.
Der Hinweis, dass hier elitäre, sauteure und unzugängliche Papers als Verweis gelten sollen, ist falsch: Es ist bei Pub-Med grundsätzlich die E-Mail Adresse des Korrespondierenden Autors mit angegeben. Wenn Sie den höflich anfragen, wird es ihm eine Freude sein, Ihnen das fragliche Paper als PDF zu zu schicken. Das ist in den meisten Fällen erfolgreich und guter Brauch in der Wissenschaft.
lennart.hardell@orebroll.se ist seine Adresse.
Alle Ihre Fragen sollten so klärbar sein. ... oder ging es eher um's Dampf ablassen gegenüber der "bösen" Wissenschaft?
Mobiltelefon seit mehr als 13 Jahren nutzen, waren es aber *kaum mehr Erkrankte* als unter Nicht-Handynutzern." - aber anscheinend doch mehr Erkrankte. Vor 13 Jahren hat man keinem 8 Jährigen ein Handy gegeben - heute schon. Liegt bei Kindern ein anderes Risiko vor? Wie wäre es mit Untersuchungen über Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern nach wiederholtem längerem Ausgesetztsein der Strahlungsquelle Handy (ohne Gespräch zu führen), es muss nicht immer gleich Krebs sein nach dem man sucht. Ich beobachte, dass 7-10 Jährige an den Tagen wo sie ihre Handys mithaben eher etwas unruhiger sind (was nicht mit der Technik was zu tun haben muss aber vielleicht könnte)
Risiko "Brain Tumors": J Natl Cancer Inst. 2011 Aug 17;103(16):1264-76. Mobile phone use and brain tumors in children and adolescents: a multicenter case-control study. => Kein erkennbar höheres Risiko.
Risiko "Verhaltensauffälligkeiten":
Postgrad Med J. 2011 Sep;87(1031):643-51. doi: 10.1136/pgmj.2009.047027rep.
Republished review: systematic review and meta-analysis of psychomotor effects of mobile phone electromagnetic fields. Auch hier der Schluss:
Mobile phone-like EMF do not seem to induce cognitive and psychomotor effects
UND WIE IMMER: Forscher wollen gerne mehr forschen. Daher ist ein "further research is requested"-Vorbehalt natürlich immer dabei!
Es gibt eine Studie zum Zusammenhang von Verhaltensauffälligkeiten und Handy-Gebrauch bei Kindern. In Bayern wurde ein solcher gefunden:
Thomas S, Heinrich S, von Kries R, Radon K. Eur J Epidemiol. 2010 Feb;25(2):135-41
Nur: Ob die Kinder wegen der Handys hippeliger waren, oder ob hippelige Kinder sich bei ihren Eltern besser durchsetzen im Wunsch, ein Handy zu bekommen, bleibt unklar ......
Ich sehe da nicht nur das hibbelige Kind Problem.
Wie will man das denn bitte feststellen?
Aufmerksamkeitsstörungen werden genauso von der Erziehung, den sozialen Kontakten und dem Medienkonsum beeinflusst.
Es gibt so viele Einflussfaktoren dass man einen gar nicht gesondert betrachten kann.
Viele Einflüsse auf dieselbe Zielvariable: Ist fast immer der Fall bei epidemiologischen Studien. Dazu gibt es dann 2 Kontrolltechniken: 1) Matching, d.h. man sucht einen statistischen Zwilling, der bis auf z.B. den Handygebrauch gleich ist (Erziehungsstil, Soziale Kontakte, Medienkonsum etc.). Oft recht schwierig zu finden. 2) Kontrolltechnik: Man "adjustiert" bei der statistischen Analyse für solche "Confounder-Variablen". Wurde bei der bayr. Studie so gemacht.
Trotz allem: Die Richtung des Zusammenhangs bleibt unklar!
wenn es schon kein eindeutiges ergebnis gibt dann sollen die wissenschafter (früher gabs in ö3 nur amerikanische wissenschaftler) gleich schreiben was es für vermeidungsstrategien gibt (ausser wenig zu telefonieren): ist es nun besser mit einem freisprechdraht zu telephonieren um den Abstand vom telefonsender zu vergrößern? vor vielen jahren hab ich mal gelesen dies sei noch schlechter weil der draht als antenne wirkt. weiss da jemand was darüber?
Keiner der Handyphoben kann eine stichhaltige physikalische Erklärung für ein mögliches Krebsrisiko angeben.
Weiters müsste man, wenn man von "Handystrahlung" Angst hat konsequenter Weise auch jedes W-Lan, Rundfunkmasten(Fernsehen und Radio), Mikrowellen oder gar den "bösen" Satelliten (Fernsehen und GPS) Angst haben, welche alle elektromagnetische Wellen in den selben oder vergleichbaren Frequenzbereichen, und teilweise in sogar mit sehr viel höhere Intesitäten abstrahlen. Aja, jetzt darf man natürlich nicht diese Magnetfeldmatten vergessen, welche ja praktisch die gleiche Strahlung abgeben, heilende Wirkung haben sollen (zumindest für die selben Leute die auch vor Handystrahlen Angst haben) entgegen allen seriösen medizischen Studien.
...dass die Bestrahlungsintensität mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt. Und das Handy halten Sie sich beim Telefonieren, 2 bis 3 cm neben das Hirn! Das ist der große Unterschied zu allen anderen von Ihnen aufgezählten Risiken.
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