Martin Blum, Wiener Radverkehrsbeauftragter

    20. Oktober 2011, 16:57
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    Der Radverkehrsbeauftrage hat einen Motorradschein und einen Führerschein - und Autos sind nicht pfui

    Über die Zunahme der Stadtradler freut sich der erste Wiener Radverkehrsbeauftragte, der ab 1. November werken wird: "Sehr positiv, ein weltweiter Trend, der endlich auch Wien erfasst hat. Ich möchte mithelfen, dass dieser Trend anhält. Radln macht Freude, ist modern und gesund." Und gefährlich? "Ich lege auf Sicherheit großen Wert und habe sogar einen Motorradschein. Ich bin jedoch nie mit einem gefahren, das war mir zu riskant.

    Laut Statistik ist Radeln in der Stadt ja nicht gefährlicher als zu gehen." Im "Familienpool" kann Martin Blum auf vier Räder zurückgreifen: "Meist bin ich mit dem Brompton-Faltrad unterwegs. Ein tolles Ding und sehr wendig, man kann es auch ins Büro mitnehmen." Im Radpool finden sich noch ein Trekking-Bike, ein Holland-Rad und ein Bakfiets-Lastenrad. "Dieses Radl ist einspurig, zwischen Lenker und Vorderrad ist eine Holzkiste befestigt, darin befindet sich die Sitzbank für die Kids." Auf Hollands Straßen schon alltäglich, sorgt das Lastenrad in Wien noch für jede Menge Aufsehen: "Und man erntet ein Smile beim Vorbeifahren." Blum radelt "fast das ganze Jahr, außer bei Minusgraden und Schneeregen".

    Trotzdem sind Autos nicht pfui. "Ich nutze sie hin und wieder, dafür bin ich bei Carsharing." Den Führerschein bestand Blum 1994, "in meinem Maturajahr. Danach kaufte ich mir einen 2CV, mit ihm war ich ein paar gute Jahre unterwegs". (Jutta Kroisleitner/DER STANDARD/Automobil/21.10.2011)

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