"Man muss schauen, ob wir es uns leisten können" - Programmdirektorin Zechner: "Befinden uns in Analyse- und Evaluierungsphase"
Der wiedergewählte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat trotz des Flops von "Mitten im Achten" das Projekt einer öffentlich-rechtlich produzierten Daily Soap offenbar noch nicht gänzlich abgeschrieben. Wie er im Interview mit der Info-Illustrierten "News" sagte, werde man das Format "natürlich nicht" wiederholen. "Aber die neue Fernsehdirektorin Kathi Zechner hat das Thema 'Daily Soap' schon auf ihrer Agenda", sagte Wrabetz. "Man muss schauen, ob wir es uns leisten können."
Die designierte Programmchefin wollte sich am Donnerstag nicht zu dem Thema festlegen."Wir befinden uns mitten in der Analyse- und Evaluierungsphase. Für Konkretes ist es also noch zu früh", sagte sie. Fakt sei aber, dass es keine Tabus gebe, so Zechner. "Mein Ziel ist der Ausbau fiktionaler Eigenproduktionen für ORF eins und ORF 2. Natürlich denke ich da auch über Daily Soaps nach."
Ob "Chili" verlängert werde, stehe noch in den Sternen. Der Vertrag mit Dominic Heinzl läuft 2012 aus. "Kathi Zechner wird zu Jahresbeginn jede Sendung und jeden Sendungsplatz überprüfen und ein Gesamtkonzept entwickeln, das ab Herbst 2012 bzw. 2013 schrittweise wirksam wird. Das gilt auch für 'Chili', so Wrabetz im "News"-Interview.
Den Konflikt zwischen "Krone"-Kolumnisten Michael Jeannée und Rapper Sido in der Show "Die große Chance" sieht er gelassen. "Es hat der Sendung jedenfalls nicht geschadet. Die Zuseher werden dadurch unterhalten." Weiter: "Das war insgesamt schon sehr witzig, ja. Und Herr Jeannée ist ja sonst auch nicht schwach im Austeilen." (APA/red)