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Rund 600.000 österreichische Heizungen sind seit über 20 Jahren in Betrieb und trotz guter Qualität weit vom Stand der Technik entfernt.
Wien - Will man bei der Haussanierung effizient vorgehen, empfiehlt sich eine Teilsanierung, also eine Heizungsmodernisierung und Dachbodenisolierung. Die Kosten sind um bis zu zwei Drittel niedriger als bei einer Gesamtsanierung. Das ergab eine am Donnerstag in Wien präsentierte Studie der Österreichischen Energieagentur (EAG).
Ein vor 1980 gebautes Einfamilienhaus mit einem 30 Jahre alten Heizsystem, so die Studie, würde Gesamtsanierungskosten von rund 60.000 Euro verursachen. Bei einer Teilsanierung könne man die Kosten um zwei Drittel auf rund 20.000 Euro senken, dabei aber fast 60 Prozent der Energie einsparen. Im Wohnbau wären mit Teilsanierungen drei Viertel der möglichen Energieeinsparung mit nur einem Viertel der Kosten einer Generalsanierung möglich. Eine Sanierung in Etappen würde das Sanierungsniveau im Gebäudebestand verbessern und soll daher nicht negativ betrachtet werden.
Viele Heizungen völlig überdimensioniert
"Eine sinnvolle Teil- oder Vollsanierung muss die Gesamtenergieeffizienz miteinbeziehen", so EAG-Geschäftsführer Fritz Unterpertinger. Es sei daher begrüßenswert, dass die Gesamtenergieeffizienz in die neuen Richtlinie des Österreichisches Instituts für Bautechnik einbezogen wurde. Die EAG empfiehlt die Umsetzung der Richtlinie in die Landesgesetze, damit der Altbestand an nicht effizienten Heizungssystemen in Angriff genommen werden kann.
Rund 600.000 österreichische Heizungen, so die Studie, sind seit über 20 Jahren in Betrieb. Sie seien damit trotz guter Qualität weit vom Stand der Technik entfernt. Es führe also zumeist kein Weg daran vorbei, die Heizung auf ein effizientes Niveau zu bringen. Ebenso sei problematisch, dass viele Heizungen völlig überdimensioniert seien. "Erst bei Anlagen, die ab 1995 eingebaut wurden, ist von einer genauen Dimensionierung auszugehen", so Elisabeth Berger (Vereinigung Österreichischer Kessellieferanten, VÖK). "Die Heizungsmodernisierung muss integraler Bestandteil jeder umfassenden Sanierung sein".
Berger fordert daher, dass Teilsanierungen von Bund und Ländern gefördert werden. Die deutlich preiswertere Teilsanierung sei eine einfache Möglichkeit, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Damit sei auch gut ein Drittel des von der EU für Österreich bis 2016 geforderten Einsparpotenzials von 80 Petajoule Primärenergie erreichbar. (APA)
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Akso ich hab vor 2 Jahren meine alte Heizung rausgeschmissen und hab im letztn Jahr nur mehr halb so viel gebraucht. Die Isolierung des ganzen Hauses mach ich vielleicht auch noch mal, aber die ist mir einfach noch zu teuer und Styropor scheint ja auch ganz schön umstritten zu sein, oder?
Gut geeignet. Im sommer bleiben sie relativ lange kühl, sie nehmen sehr gut Feuchtigkeit auf und geben sie nur langsam ab (weswegen das mit plastikdämmung zuzupicken eigentlich ein baustofflicher Wahnsinn ist) und halten auch die Wärme gut und geben sie langsam ab (dafür brauchens halt länger, bis sie warm sind - warum das auf 16 grad Raumtemperatur während des tages, weil man hackln geht der Energieverschwnder schlechthin ist). Die undichten fenster stellen ein problem (aber wer die falschen neuen wenn auch sündteuren erwischt, baut sich metallkältebrücken ins zimmer) und die hohe raumhöhe hat den nachteil 300 grad an der decke, 15 grad am boden.... Daher deckenventilator, hilft auch im sommer... Und da pfeif ich auf lobbyistengeschwafel.
zuerst sollte man das Haus thermisch isolieren, dann stellt sich heraus, wieviel Heizbedarf überhaupt noch notwendig ist. Man kann dann - etwa bei 50er, 60er-Jahre-Bauten- eventuell mit der halben Heizleistung (oder weniger) auskommen.Saniert man zuerst die Heizung, hat man wieder ein überdimensioniertes System.
Der Vorschlag bedeutet in etwa folgendes Scenario: Man saniert/isoliert Dach und baut neue richtig dimensionierte Heizung ein. Ein paar Jahre später macht man die Fenster und die Fassade und schwups ist die Heizung wieder überdimensioniert.
Grundsätzlich gebe ich der Studie Recht: Besser irgendwo beginnen, als gar nicht. Die hohen Potentiale und geringen Kosten zuerst.
Langfristig erwarte ich endlich politische Vorgaben und Rahmenbedingungen.
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