Fekter und die Schilling-Milliarde

Töchterle fühlt sich nicht verhöhnt

20. Oktober 2011, 14:19
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    foto: apa/jaeger

    Die Finanzministerin habe nur die jährlich zur Verfügung stehende Offensivmittel in der Höhe von 80 Millonen Euro in die alte Währung umgerechnet.

Wissenschaftsminister glaubt an Hochschul-Milliarde für 2013 bis 2015

"Es stehen den Universitäten 80 Millionen Euro zur Verfügung - das ist in Schilling eine Milliarde", sagte Finanzministerin Maria Fekter am Mittwoch im Parlament bei ihrer ersten Budgetrede.

 

Der Sager löste Irritationen aus: nicht nur, dass die Finanzministerin nach fast zehn Jahren noch in Schilling rechnet, sondern auch die Frage, ob die Finanzministerin die von ihr mit Parteifreund und Wissenschaftsminister Töchterle vereinbarte Uni-Milliarde plötzlich relativiert.

Stimmt nicht, heißt es aus dem Wissenschaftsministerium: In einem derStandard.at übermittelten Statement steht "Das Budget für 2012 zeigt, dass Bundesministerin Fekter den Themen Wissenschaft und Forschung hohe Priorität einräumt". 

Hochschulmilliarde ist "anderes Thema"

Auf die Frage, ob durch diese Aussage die Thematik und Geldprobleme der Universitäten nicht ernst genommen werde, lässt der Minister ausrichten, er fühle sich in keinster Weise verhöhnt. Die Finanzministerin haben nur die jährlich zur Verfügung stehenden Offensivmittel in der Höhe von 80 Millionen Euro in die alte Währung umgerechnet. Die Hochschulmilliarde gelte für die Leistungsperiode von 2013 bis 2015 und sei ein "ganz anderes Thema", erklärt ein Sprecher. Daran sei auch ersichtlich, dass die Finanzministerin die Thematik ernst nehme. Grund zur Sorge, dass Maria Fekter die zugesagte Milliarde mit einer ähnlichen Begründung kürzen könnte, sieht Töchterle keine, da immer betont wurde, "dass in jedem Falle auf Entwicklungen der Konjunktur Rücksicht genommen werde. "Den Verhandlungen über die Hochschulmilliarde blicke ich unverändert aussichtsreich entgegen", so der Minister. 

In der Zwischenzeit wurde eine Facebook-Gruppe gegründet. "Studiengebühren nur in Schilling". (mte, derStandard.at, 20.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 39
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MartinB
00
31.10.2011, 10:04
dass in jedem Falle auf Entwicklungen der Konjunktur Rücksicht genommen werde.

Dann wissen wir ja schon was die Begruendung fuers nichtkommen der Milliarde sein wird.

skyrock
00
26.10.2011, 12:49
Töcherterle glaubt an das Gute im Menschen

auch bei seinen Parteibrüdern und Schwestern,
ein Irrglaube?

69
00
23.10.2011, 20:00

man oh man,
die bild.milliar. kann man vergessen, drei oder vier millar. das wäre eine summe wo die unis ordentlich investieren könnten, diese 1 milliar, verschwenden die griechen in vier monaten, man hat keinen durchblick mehr, investiert mal viel, das gibt es ja nicht, so viele idioten auf einem haufen habe ich noch nie erlebt, ihr habt ja auch alle mal studiert oder? anscheinend nicht, degeneriert bis in die zehenspitzen.

Chemist88
00
23.10.2011, 23:40
de , de , de, de

ein paar nur damit sie den Text vervollständigen können.

Mal ehrlich: "milliarde" ist auch nicht wirklich mehr tipparbeit als "Milliar.". Noch dazu wird Milliarde mit Mrd. abgekürzt!

tomato tirol
01
22.10.2011, 08:48
jessasna

dass der mann in diesem ausmaß "keine eier" hat ist unglaublich. sich von der mizzi am nasenring durchs parlament ziehen lassen, das würd nicht mal die rosi vom nachbarbauern ohne widerstand mit sich machen lassen. ein weiterer kafakaesker aufzug im drama der österreichischen bildungspolitik

potz
02
21.10.2011, 18:49

Toechterle ist ein Loser, und Fekter eine primitive mikro-industrielle, die nichteinmal 'universitäten' korrekt aussprechen kann.

Traurig, aber Realität.

Fritz Meyer
00
21.10.2011, 17:13
Der Töchterle weiss, dass ihm nichts passieren kann...

solange er nur brav den Willen seiner Partei erfüllt.

andkos
05
21.10.2011, 15:32
irre

ich hatte tatsächlich die hoffnung, mit töchterle würde sich im wissenschaftsministerium etwas ändern

aber er reagiert und agiert noch deutlich dümmer, als die vorangegangenen "berufspolitiker". mit einem gutachten auftauchen und dann noch über die presse dem koalitionspartner ausrichten "in seiner jetzt stärkeren position lässts sichs besser verhandeln" ist ja wohl nur mehr jenseitig. und nicht mal daran gedacht zu haben, dass sein gutachten 1 tag später keinen müden SCHILLING mehr wert sein wird

wahnsinn

Fritz Meyer
01
21.10.2011, 17:14
Naja, man hoffte auf einen rationalen Wissenschaftler...

und bekam nur einen braven Parteisoldaten.

andkos
00
21.10.2011, 17:44
exakt..

... so ist es leider geschehen (vielleicht etwas übertrieben, aber ich hätte die hand ins feuer gelegt, dass er nicht so wird)

Fritz Meyer
00
22.10.2011, 10:41
Die ÖVP hätte ihn wohl sonst nicht ausgewählt...

Plus Lucis
02
21.10.2011, 14:55

Vielleicht bekommt ja die ÖVP bei den nächsten Wahlen 50% in Promille?

Captain Smoker
01
21.10.2011, 16:04

50% sind 50%, egal in was. ;)

SiSe
03
21.10.2011, 14:03

Erstmal ist der Schillingsager eine Verhöhnung aller, welche sich in den letzten Jahren für die Universitäten stark gemacht haben.

Andererseits wurden die 80Mio € bereits letztes Jahr beschlossen (Offensivpaketschmäh aus Loipersdorf - 400Mio einsparen und dann wieder 400Mio als Offensivpaket hergeben), von denen behält sich auch Herr Töchterle die Hälfte zur Bildung von Rücklagen ein...

Es gab eine Erhöhung im laufenden Budgetposten UG31 für 2012 um 66,4Mio €, das sind leider nichtmal die von Fr. Fekter angesprochenen 1Mrd. ATS sonder gute 900Mio...

byron sully
01
21.10.2011, 14:51

so ist es. aber die bildung zu verhöhnen ist schon seit jahren ein hobby der ehemals bildungsbürgerlichen övp.

Chemist88
00
21.10.2011, 15:14
nur

macht die SPÖ auch nichts...

andkos
00
21.10.2011, 15:29
tja

das ist die einzige antwort auf das versagen der övp im universitätsbereich

"die anderen machen auch nichts"

na juhu, wenn ich die ausrede in meiner firma bring (der neben mir macht auch nix, den selben fehler, ...) kann ich gehen

Chemist88
00
21.10.2011, 15:30
nein, ich verteidige die ÖVP nicht

ich finde es schrecklich was die ÖVP aufführt aber überall hört man immer nur "die ÖVP ist bildungsfeindlich", mMn ist die SPÖ genauso bildungsfeindlich.

byron sully
00
21.10.2011, 15:21

das stimmt allerdings.

kleiner Schelm
02
21.10.2011, 13:32

Liebe Frau Fekter, könnten Sie bitte einrichten, dass meine Steuer ebenfalls in Schilling statt in Euro abgebucht wird?

Vielen Dank,
hochverachtungsvoll Ihr

kleiner Schelm.

ja aber
06
21.10.2011, 11:45
was fuer oevp-dumpfbacken

am anfang hab ich ja noch geglaubt, dass ist ein scherz. aber bei solchen ministern kanns mit oesterreich nur mehr bergab gehen. danke liebe oevp fuer den untergang oesterreichs.

Protagoras v. Abdera
01
21.10.2011, 11:14
Und 2015 wird irgendein anderer Wissenschaftsminister der Milliarde aussichtsreich entgegenblicken

behudl
01
21.10.2011, 10:56
eine Finanzministerin ...

... die noch in Schilling rechnet? Sehr kompetent, muss man schon sagen!

Seadelaere
00
21.10.2011, 12:59

nur ein beispiel der ewig gestrigen gedankenwelt der övp

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02
20.10.2011, 21:46

Verwaltung: +120 Mio.
Forschung, Wissenschaft: +86 Mio.

Ja, ja, man muss Prioritäten setzen...

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