Lehrerdienstrecht

Riegler bleibt weiter Chefverhandler

20. Oktober 2011, 12:55

Chefs der Lehrergewerkschaften haben sich geeinigt, dass er die Verhandlungen bis zum Schluss begleiten soll

Wien - Walter Riegler bleibt trotz Ruhestand weiterhin Vorsitzender der ARGE Lehrer, in der die verschiedenen Lehrergewerkschaften zusammengeschlossen sind, und damit Chefverhandler bei der Reform des Dienst- und Besoldungsrechts. "Die Vorsitzenden der Lehrergewerkschaften haben sich darauf geeinigt, dass wir uns wünschen, dass Walter Riegler das Projekt als Vorsitzender bis zum Schluss begleitet", so Jürgen Rainer, oberster Vertreter der Lehrer an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), am Donnerstag.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hatte die ursprünglich geplante Neuwahl des ARGE-Vorsitzenden parallel zum Bundeskongress der GÖD (7. bis 10. November) als Begründung genannt, wieso die Dienstrechtsverhandlungen doch nicht wie geplant bis Ende des Jahres abgeschlossen werden können. Riegler betonte allerdings, dass die Wahl des ARGE-Vorsitzenden generell unabhängig sei von der Wahl des GÖD-Präsidiums. "Er wird dann gewählt, wenn die Vorsitzenden einen neuen ARGE-Chef wollen." Dass Riegler nun doch weiter mitverhandelt, wird im Ministerium positiv gesehen: Mit Riegler könne man gut, man hoffe nun, dass das die Verhandlungen beschleunige, hieß es aus dem Büro Schmieds.

Riegler wollte sich zwar weder zu den Inhalten, noch dem Verlauf der Verhandlungen mit Vertretern von Unterrichtsministerium und Bundeskanzleramt äußern. Dass, anders als ursprünglich geplant, kein Vertreter des Finanzministeriums teilnimmt, könnte sich aus seiner Sicht allerdings noch als Nachteil herausstellen - nämlich dann, wenn es darum gehe, ob die für eine Reform nötigen Geldmengen auch mit dem Finanzministerium abgeklärt seien. "Wenn es da keine Absprachen gibt, kann es kompliziert werden." (APA)

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13 Postings
Pro Freistaat Kärnten!
 
20
26.10.2011, 11:13
Ja, die zukunftsorientierte Lehrergewerkschaft

mit einem Pensionisten an der Spitze.

Wie bezeichnend.

D/E
01
26.10.2011, 13:23
Ich denke, so lange ein (noch nicht rechtskräftig) Verurteilter

Kärnter LH-Stv. (Bruttosalär etwas über € 15000) sein kann, sollten Sie sich mit Kommentaren zurückhalten.

Eventuell zuerst Ordnung im eigenen Stall machen wäre angesagt.

der elch mit dem kelch
22
21.10.2011, 13:56
Beton bleibt Beton!

Sche
02
21.10.2011, 16:20
*lol*

Wenn Beton so hart wäre wie Riegler (Stellvertretend für alle Pflichtschullehrergewerkschafter seit Helm), dann kann ich nur empfehlen, nicht mit diesem Baustoff zu hantieren, da Ihr Haus sonst einsturzgefährdet ist.

D/E
17
21.10.2011, 16:42
Ich finde es ganz interessant, dass

es immer Leute gibt, die einen so konzilianten Menschen wie Walter Riegler als "Betonschädel" einstufen,

D/E
26
21.10.2011, 16:56
während seine extrem kompromisslose (manche meinen beratungsresistente)

Gegenspielerin als die Lichtgestalt modernen Managements gesehen wird.

Im Normalfall sagt man, wenn alle unzufrieden sind, gab es einen Kompromiss. Wenn es um Fragen des Lehrerdienstrechts geht, reicht nicht einmal das.

stall
00
21.10.2011, 16:36
das werden die erfinder des c-topfs

und die zustimmenden zu anderen grauslichkeiten nicht gerne hören.

Sche
03
21.10.2011, 17:57
Leider

Es wäre schön, wenn jemand aus der Pflichtschullehrergewerkschaft endlich einmal zugeben würde, was für einen ausgemachten Blödsinn sie mit diesen "Schwachsinns-Töpfen" fabriziert haben.

Noch schöner wäre es natürlich, wenn die Töpfe wieder verschwinden, aber eher fallen Weihnachten und Ostern auf denselben Tag. Schließlich wurde dem Dienstgeber damit ein Instrument in die Hand gegeben, jede noch so sinnlose Zusatzarbeit in den Topf C hineinreklamieren zu können.

D/E
11
21.10.2011, 18:36
M. W. haben dagegen die Dienstnehmer die gar nicht so unpraktische

Möglichkeit, gegen die als "Umschichtung" getarnte Lehrverpflichtungserhöhung zu argumentieren.

Immerhin kamen die Aushecker am Minoritenplatz ganz schön ins Schwitzen, als von ihnen (zu Recht) eine Erklärung verlangt wurde, welche Tätigkeiten außerhalb des Unterrichts denn nun fallen sollten.

Ich weiß schon, dass am Stammtisch so manches für zumutbar erklärt wurde, aber den Verantwortlichen fiel es denn doch zu schwer, nachweislich angeordnete Tätigkeiten für überflüssig zu erklären.

Im Übrigen dürfte die Zielgruppe für den Raubzug ja eher im Bereich AHS/BHS gelegen sein, weshalb man sich schließlich darauf einigte, v. a. dort kräftig zuzulangen -- besonders in den arbeitsintensiven Gegenständen.

Sche
02
22.10.2011, 10:38

Es mag tatsächlich so sein, dass das Jahresnormmodell in gewisser Weise vor größeren Umschichtungen (Erhöhung der Lehrverpflichtung) schützen mag, es sind oft aber die Kleinigkeiten, die einen zur Weißglut bringen (z. B. Supplierverpflichtung von 10 auf 20 Stunden erhöht = 10 Stunden weniger Elternkontakte?).
Ich bin mit dem Werte-System in AHS/BHS zu wenig vertraut, es erscheint mir aber zumindest gerechter als das Jahresnormmodell (JNM).
Gerade wenn es um die von Ihnen angesprochenen arbeitsintensiven Gegenstände geht. Im JNM spielt es z. B. keine Rolle, ob ich eine oder drei Deutschklassen habe. Der Korrekturaufwand bleibt für den Dienstgeber derselbe. Egal, ob ich 25 oder 75 Schularbeiten korrigiere.
Und der Blutdruck steigt wieder ;-)

D/E
02
22.10.2011, 18:22
Das AHS/BHS-Modell

ist recht einfach beschrieben: Es gibt eine Wertigkeit der Gegenstände (von 1,17 bis etwas unter 1, je nach "Aufwand"), und die Lehrverpflichtung beträgt 20 Einheiten. Das sind für Schularbeitsfächer 18 und für weniger vorbereitungsintensive Fächer wie Sport 24 Wochenstunden.

Man erkennt leicht, dass Schularbeitsgegenstände massiv unterbewertet sind. Aber das trifft ja nur eine beherrschbare Minderheit.

Kotzen könnt man.

D/E
00
22.10.2011, 18:32
Ich sollte noch hinzufügen, dass der Erfindungsgeist

für das Kreieren von Zusatzgschafteln ungebrochen ist.

Gezahlt wird nicht.

D/E
01
21.10.2011, 15:12
elch bleibt elch

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