Seifen, Stifte, Bademäntel: Viele Deutsche betrachten Hotels als Selbstbedienungsladen und füllen ihre Koffer mit Zimmerinventar
Einige Deutschen neigen dazu, sich Dinge anzueignen, die ihnen nicht gehören - zumindest, wenn sie im Hotel sind. Das zeigt eine Umfrage von lastminute.de unter über 1.000 deutschen Frauen und Männern.
Scheinbar ist der Bedarf an Pflegeprodukten besonders hoch, denn 78 Prozent lassen schon mal Seife, Shampoo oder Duschgel heimlich im Koffer verschwinden - wobei Frauen mit 85 Prozent vor den Männern mit 73 Prozent rangieren.
Auch den Kauf teurer Büroutensilien versuchen unsere Nachbarn einzuschränken und lassen lieber Stifte aus dem Hotel mitgehen. Hier halten sich die Langfinger unter Frauen (30 Prozent) und Männern (31 Prozent) die Waage.
Wer Duschgel klaut, braucht auch etwas, um sich abzutrocknen. Wenig verwunderlich also, dass auch Handtücher hoch im Diebesgutkurs stehen. 16 Prozent der Befragten finden auch nach dem Aufenthalt noch immer ein Plätzchen im Koffer, wo das gestohlene Textil außer Haus geschmuggelt werden kann.
Schreiben und Lesen gehört offenbar zu den Lieblingsbeschäftigungen. Denn die Deutschen stehlen nicht nur Stifte sondern auch Zeitschriften, wobei Männer (17 Prozent) etwas belesener zu sein scheinen als Frauen (15 Prozent).
Dass man sich im Hotel die Garderobe auffetten kann, hat sich in deutschen Landen ebenfalls herumgesprochen und so landen bei 13 Prozent nach dem Urlaub Hausschlapfen im Schuhschrank, drei Prozent kuscheln sich nach einem Hotelaufenthalt auch zu Hause in den neuen Bademantel mit aufgesticktem Hotellogo und zwei Prozent haben nach dem Urlaub endlich genügend Kleiderbügel, um das Diebesgut faltenfrei im Schrank unterbringen zu können. (red/derStandard.at/20.10.2011)