Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Lytro: Die erste Lichtfeld-Kamera
vergrößern 960x640
vergrößern 1920x1215Das US-Start-up Lytro hat die erste kommerzielle Lichtfeld-Kamera vorgestellt. Die dahinterstehende Technologie, die ermöglicht es, den Fokus nachträglich und beliebig oft zu ändern. Den Herstellern nach sollen damit unscharfe Fotos der Vergangenheit angehören.
Lichtfelder für den Endkonsumenten
Die handliche Kamera verbaut eine Optik, die das Bild über acht Zoom-Stufen konstant mit einer Blende von f/2 auffängt. Die speziellen Lichtfeld-Rohdaten werden von einem Sensor mit 11 Megarays (die Anzahl an aufgenommenen Lichtfeldern) verarbeitet und als "HD-Bild" (keine genaue Angabe zur Auflösung) auf dem internen Speicher festgehalten. Die "Lytro" lasse sich besonders einfach bedienen und sei besonders schnell einsatzfähig. Neben dem Auslöseknopf gibt es nur eine Touch-Zoomleiste und einen Touchscreen zur Anzeige der Bilder. Der interne Speicher, wahlweise 8 oder 16 GB, bietet Platz für 350 bzw. 700 Fotos, die dann per USB auf einen PC (vorerst wird jedoch nur Mac OS X unterstützt) übertragen werden können. Die mitgelieferte Software, die die .lfp-Daten verarbeiten kann, lässt sich dann dazu nutzen, die Bilder zu bearbeiten, zu verwalten und online zu teilen. Der Hersteller bietet dazu einen kostenlosen, unbeschränkten Online-Speicher, wobei auch der Upload auf Webseiten, Facebook und andere Dienste erlaubt ist. Zum Betrachten im Web wird dank HTML5- und Flash-Kompatibilität kein eigenes Plug-in benötigt. Und, das Besondere: Die Fotomanipulation ist egal ob am PC oder auf Facebook durchgehend möglich.
Vollständig anderes Konzept
Das technologische Konzept zur Lytro-Kamera existiert bereits seit einigen Jahren. Bisher war zur Aufnahme von Lichtfeldern allerdings ein gehöriger Aufwand nötig. "Einst war Lichtfeld-Fotografie nur im Labor möglich, mit 100 Kameras und einem Supercomputer", sagt Lytro-Gründer Ren NG zur Ankündigung der ersten Kameras am Mittwoch. Jetzt werde sie für jeden zugänglich. "Unser Ziel ist es, die Art, wie Menschen Bilder aufnehmen und erleben, für immer zu verändern." NG erläuterte in seiner Doktorarbeit 2006, dass dafür eine Kamera benötigt würde, die weitaus mehr Licht von vielen verschiedenen Winkeln einfängt, als ein herkömmlicher Apparat. Dabei kommt ein spezielles "microlens array" zum Einsatz, das wie eine Fülle gebündelter Linsen multiple Bildinformationen aufnehmen kann. Ein neuartiger Lichtfeldsensor verarbeitet komplette Lichtfelder - also die Farben, die Intensität und die Richtungsvektoren aller Lichtwellen im erfassten Bildausschnitt. Letztere Information kann mit traditionellen Kamerasensoren überhaupt nicht erfasst werden, die einfach sämtliche Lichtwellen als eine einzige Lichtstärke aufzeichnen. Ein weiterer Vorteil der Lytro-Technologie ist, dass kein Schnappschuss mehr durch die Verzögerung durch die Fokussierung verpasst werden müsse. Zudem erlaubt der Sensor auch die Aufnahme von 3D-Bildern, die sich dann auf einem entsprechenden 3D-Bildschrirm ansehen lassen.
Nachteil: Geringe Auflösung
Der größte Nachteil der Technologie ist das große Datenvolumen einer Aufnahme und die dabei im Vergleich zu aktuellen Digitalkameras geringe Auflösung. Der Hersteller spricht von "HD-Qualität". Für das Web soll die Auflösung jedenfalls ausreichen, druckfähiges Material werden die ersten Lytros nicht liefern.
Erschwinglich
Die ersten Lytro-Kameras lassen sich in den USA bereits vorbestellen, die Auslieferung erfolge im ersten Quartal 2012. Das Modell mit 8 GB Speicher kostet 399 US-Dollar, die Variante mit 16 GB schlägt mit 499 Dollar zu Buche. Die Akkulaufzeit soll für etwa 800 Aufnahmen reichen.
Die eigens entwickelte Software werde neben Macs bald auch Windows-PCs unterstützen. Das Ziel sei es, das künftig auch Standard-Programme .lfp-Daten verarbeiten können. (zw, derStandard.at, 20.10.2011)
Beispielbild einer Lytro-Kamera: Das Foto lässt sich auch nach der Aufnahme jederzeit manipulieren, der Fokus ist flexibel. (Mausgesten)
Neus Modell lehnt sich an Design der Pen F aus den 1960er-Jahren an
Kamerahersteller enthüllt zwei neue Spiegelreflexkameras und zwei Kompaktkameras
Vollformatsensor bietet mit größeren Pixeln sehr hohe Lichtempfindlichkeit
Kamera mit austauschbaren Objektiven nimmt 3D-Filme in Full-HD-Auflösung auf
Lizenzdeal ermöglicht Realisierung - erstes Produkt soll 2014 erscheinen
Funktionierendes Touchkonzept, Vorteile dank Mobilität, Schwächen bei schlechteren Lichtverhältnissen
Smart Skin Evaluation soll auch in Kompaktkameras zum Einsatz kommen
Online-Tool des Chaos Collectives verwandelt kurze Videos in Fotos mit veränderbarem Fokus
Über Hilfsmittel und Apps, um das Tablet als Fotolabor zu nutzen
Eine Fahrt durch die Hauptstadt und ein Besuch im Prater
Mit dem Aufkommen der Digitalkamera hat die Lomo ihr Publikum weitgehend behalten
Mit Wechsellinse - Soll bereits auf der CES im Jänner präsentiert werden
14-Megapixel-Kamera kann über Bajonettadapter auch mit Objektiven des Spiegelreflexsystems verwendet werden
Digitale Fotografie hat die umsatzstärkste Zeit vom Sommer in das Weihnachtsgeschäft verschoben
Manuelle Einstellungsmöglichkeiten kommen per Software-Update
WebStandard und Finderly testen die neue High-End-Kamera von Sony
Messe schloss mit Publikumsplus - 185.000 Besucher aus 166 Ländern
Lichtfeldkamera ab Oktober auch außerhalb der USA erhältlich
Hochqualitative Kameras werden kompakter, und alles vernetzt sich: Auf der Fachmesse Photokina ringt die Branche um ihre Zukunftskonzepte. Aber auch, wer gegen den Strich bürstet, macht gute Geschäfte.
Spiegelreflexmodell für Einsteiger mit 24 Megapixeln und Bildbearbeitungsfunktionen
das Erinnert mich sofort an die alten Foto-Alben, in denen sich Bilder meiner Großeltern befinden. Ich kann sie immer noch ansehen.
Wir hinterlassen ein dunkles, digitales Zeitalter. Milliarden von Bildern oder sonstigen "historischen" digitalen Daten werden die Jahre nicht überdauern. Den Grund kennen wir: Formate, OS, Datenträger, Inkompatibilitäten, etc.
Und nun kommt eine neue (ohne Zweifel geniale und tolle) Entwicklung, die das Überleben von Bildern noch fraglicher macht. Irgendwie habe ich schon das Gefühl, unser technischer Fortschritt ist immer mehr gegenwartbezogen und vergisst, was in der Zukunft passiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Enkel von meinen Bildern in dieser Technologie was haben werden.
...eigentlich schon jetzt relativ langlebig - der grund liegt genau in der immer größer werdenden menge, die es schwieriger macht bestehende bestände umzukonvertieren (z.B. jpg, mp3 oder auch pdf).
Datenträger sind weniger das problem, da sich die tendenz abzeichnet, wegen der kapazität, alle daten auf einem einzigen datenträger zu halten (zumindest privat) und damit eine migration auf einen noch größeren neuen datenträger kein problem darstellt.
Das war natürlich früher mit floppies und einfachen cd's nicht so. Wer hat dann schon seine 100ten floppies auf eine festplatte kopiert als diese groß genug waren?
ich denke hier nicht in Zeiträumen von einer halben Generation. Entwickelte Bilder oder Bücher überdauern Jahrhunderte, wenn man sie etwas pflegt (trocken halten und vor Feuer schützen). Das kann man von digitalen Daten eben nicht behaupten. Wenn der ganze Mechanismus von Format aktualisieren, Datenträger erneuern oder refreshen, OS auf dem Laufenden halten, Lesegeräte erneuern nicht lückenlos funktioniert, dann sind alle Daten in 30 Jahren obsolet und ob wir es generell von unseren Kindern erwarten dürfen, dass sie unser digitales Erbe ständig auf Funktion prüfen und erhalten, darf bezweifelt werden. Meine Fotoalben können aber auch noch meine Urenkel ansehen.
Kann das was sein? Für das Geld bekommt man gerade mal eine Einsteiger-Spiegelreflex. Eine einfache, viele Jahre alte Technologie mit vielleicht einem Objektiv dazu. Für Lichtfeldkameras benötigt man viel mehr Pixel um ein Bild berechnen zu können, plus der dazugehörigen Optik. Ich fürchte, die Kammera wird vorerst nur eine Spielerei mit 1-2 Megapixeln, ohne praktischen Gebrauch.
Die Technologie selbst ist revolutionär, das steht außer Frage. Dass dieses spezielle Modell schon alltagstauglich ist wage ich aber zu bezweifeln.
1. das ding ist klein
2. das ding beinhaltet eine komplett neue technologie die jede spiegelreflex in der hinsicht alt aussehen lässt
3. das ding ist komplett neu.
Verstehen sie mich nicht falsch, ich selbst würde eher 3 SLRs kaufen, als so ein gerät, ich versuch nur den Preis zu erklären. solche neuen entwicklungen kosten anfangs immer viel geld. dann kauft sie erstmal keiner und in paar jahren gibts das mit 10fach höherer auflösung in jedem handy. Der webstandard ist kein elektronikonlineshop (auch wenn manche artikel so daherkommen) da darf auch durchaus mal über was berichtet werden, was einfach nur innovationstechnisch interessant ist und nicht unmittelbar sofort gekauft werden will.
Im Gegenteil...
Echte Fotografie lebt vom Augenblick, der ein für alle Mal fix und unveränderbar eingefangen wird...
Dafür gibt's Autofokus als Unterstützung...
Schon die Digitalfotografie mit ihren nachträglichen Bearbeitungsmöglichkeiten war der Anfang einer Entwicklung in Richtung Verlust an Authentizität...
Aber das hier ist höchstens für das schnelle Geschäft der Photoshop-"Gebrauchsgrafiker" interessant...
Auch für Observierungskameras und Streetview...
Durchaus das kreative Potential erweiternd, aber eine Entwicklung weg von der Fotografie.
Ein weiteres Abfallprodukt der rasanten elektronisch-technologischen Entwicklung...
In zwanzig Jahren kommen dann erst die wirklich großen Technologiesprünge... vlt. sogar ganz ohne Linse!
was bitte unterscheidet "echte" fotographie von unechter?
muss jede kamera die gebaut wird für einen profi-fotographen genau das gerät der wahl und nichts anderes sein?
was ist das beste foto?
genauso gut könnte man sagen filmkameras sind der letzte dreck, weil man damit nicht optimal fotografieren kann, ja nicht einmal einen normeln film kann man einlegen
ich denke mal für überwachungskameras reicht es, wenn man gleich ein foto mit viel schärfentiefe macht. selektive unschärfe braucht da kein menschk.
sie werden sich noch wunern, wie schnell sich die lichtfelmethode verbreiten wir. kopieren sie sich mein posting in einen kalender z.b. irgendwo ins jahr 2015 und lassen sie sich dann an meine worte erinnern.
Auf Grund der Erfahrungen mit der technischen Entwicklung der Vergangenheit liegt man mit ihrer Prognose der zukünftigen Entwicklung wahrscheinlich gar nicht so schlecht.
Mit neuer Technik ändern sich natürlich auch die Bedürfnisse und Erwartungen der neuen Generation, die dann einfach in die neue Technik hineinwächst.
Wer hält heute noch in Anbetracht der Vorzüge digitaler Technik an analogen Schallplatten fest, obwohl deren unerreichte Klangdynamik erwiesen ist.
Also wer sieht in Fotos noch künstlerische Originale und wer braucht dann noch fotografische Authentizität? ;)
die kunst verlagert sich in andere bereiche. z.B.: am equipment scheitert es heute kaum mehr, wenn man einen film drehen will. man kann mit einer digitalen spiegelreflex einen erfolgreichen kinofilm drehen. wir werden noch so manchen guten film sehen, der mit einer digitalen spiegelreflexkamera gedreht wurde.
ähnlich ist es beim plattenspieler/digitalen player: im wohnzimmer ein platte hören ist super. aber beim waldlauf die musik dabeizuhaben kann auch super sein.
lichtfeld wir viele neue möglichkeiten eröffnen. bilder mit zwei schärfeeben werden möglich etc etc.
diese bilder lassen sich sicher in der werbeindustrie verwenden.
ein bild, wo man auf die suche nach "versteckten" inhalten suchen kann, könnte die kunden neugierig machen :-)
also so unsinnig diese art der fotografie jetzt gerade erscheinen lassen, es lässt sich sicher ein nutzen für die menschen generieren :-)
oder vielleicht in der medizin mal von interesse? architekturbilder etc....
Sehr interessant. Mir fehlt noch die Angabe die hoch die Auflösung ist wenn man einen Schärfepunkt auswählt und das dann als herkömmliches TIFF speichert zur weiteren Bearbeitung.
Interessant wäre auch ob man damit einen externen Blitz ansteuern kann.
Und ob auch Makro Aufnahmen möglich sind.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.