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Google+: Pseudonyme und Google Apps kommen

20. Oktober 2011, 10:44
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    foto: screenshot/derstandard.at

    Vic Gundotra und Sergey Brin beim Web 2.0 Summit

Beim Web 2.0 Summit wurden einige Neuigkeiten zu Google+ bekannt gegeben - Sergey Brin: "Bin kein sozialer Mensch"

Beim Web 2.0 Summit in San Francisco wurden einige Neuigkeiten zu Google+ bekannt. So hat der für Soziale Netzwerke zuständige Senior Vice President Vic Gundotra verlautbart, dass in Google+ zukünftig auch Pseudonyme erlaubt sein werden.

Kontroverse

Das Verbot von Pseudonymen und anderen Aliasen  war in der Vergangenheit einer der größten Kritikpunkte am sozialen Netzwerk. Google hatte seit dem Start seines Facebook-Konkurrenten gefordert, dass sich alle Nutzer grundsätzlich mit ihren echten Namen anmelden und auch zahlreiche Konten gesperrt, die eine Prüf-Software als Pseudonyme einstufte. Zahlreiche Nutzer und Netzaktivisten hatten dagegen protestiert.

"Andere Formen der Identität"

In den nächsten Monaten soll es möglich sein, sich mit "anderen Formen der Identität" anzumelden. Wie die Lösung genau aussieht hat Gundotra nicht verraten. "Wir arbeiten daran, es war vor allem eine Frage der Prioritäten bei der Produktentwicklung", sagte Gundotra. "Wir wollten ein Produkt schaffen, bei dem man Menschen entdeckt, die man kennt - und die heißen dann zum Beispiel Lisa Adams, aber nicht etwa "Captain Crunch"." Das bedeute aber nicht, dass Google+ in Zukunft nicht auch Pseudonyme unterstützen werde.

Unterstützung für Google Apps

Bereits in den kommenden Tagen wird Google+ auch Google Apps unterstützen. Auf dem Web 2.0 Summit sagte Vic Gundotra die Unterstützung kommt "in Kürze". Der Support von Google Apps wurde nicht schon zum Start von Google+ gegeben, da man bei Google glaubte, man hätte mehr Zeit.

Erwartungen übertroffen

Allerdings hat der Zulauf zu Google+ die Erwartungen der Zuständigen weit übertroffen. Daher mussten sie sich zuerst um die meist gefragten Funktionen kümmern, bevor sie sich den Apps annahmen.

Behutsames Vorgehen bei APIs

Entwickler warten schon länger darauf, dass Google+ seine APIs zugänglich macht. Bis jetzt ist das allerdings nicht geschehen. Gundotra erklärte, dass man "behutsam vorgehe" und man sich nicht beeilen wird, die APIs zu veröffentlichen.

"Ich bin keine soziale Person"

Neben Vic Gundotra stand auch Sergey Brin am Web 2.0 Summit Rede und Antwort. Dabei verriet er, dass er selbst keine soziale Person sei. Er hat zwar mehrere soziale Services probiert, "weil ich ich es für meine Job wichtig fand", allerdings war er mit keinem zufrieden, bis das soziale Netzwerk seiner eigener Firma startete. 

Skeptisch gegenüber Google+

Brin dachte zuerst Google+ sei zu kompliziert, mit seinen Kreisen und die verschiedenen Arten, wie man Dinge mit unterschiedlichen Gruppen und Personen teilen kann. Aber er war positiv überrascht. "Google+ hat mich sofort überzeugt", sagte Brin laut searchengineland.

Nutzer

Eine entscheidende Frage für Google ist, wie man Nutzer zu Google+ holt. Die meisten nutzen Facebook und bleiben dort, weil alle ihre Freunde ebenfalls dort sind. Gundotra konterte, dass aber die meisten auch Google nutzen und man sie auf lange Sicht zu Google+ lotsen wird.

Google+ als Rückgrat

Google baut das soziale Netzwerk als Rückgrat für seine Produkte. So soll es bald möglich sein Google Docs über Google+ zu teilen. Die Verbindungen der einzelnen Google Produkte sollen nahtlos ineinander übergehen und "ein einheitliches Blumenbouquet werden", sagte Brin laut TechCrunch.

3,4 Milliarden Fotos in 100 Tagen

Das Google+ genutzt wird zeigen nicht nur die 40 Millionen registrierten Nutzer, sondern auch dass innerhalb von 100 Tagen über 3,4 Milliarden Fotos auf Google+ geteilt wurden. Gundotra war "überwältigt" von dieser Zahl. Allerdings werden viele Fotos automatisch von Android-Handys hochgeladen. Das heißt viele User nutzen die Funktion nicht aktiv.

Schimpftirade

Über die Schimpftirade eines Google-Mitarbeiters, dass Google unfähig ist soziale Plattformen zu verstehen, sagte Gundotra: " Das schmerzt. Larry und Sergey haben eine Kultur der offenen Diskussion und des offenen Widerspruchs geschaffen. Das ist auch der Grund warum wir ihn nicht feuern." Danach fügte er noch hinzu: "Ich würde allen raten die ein Memo schreiben, dieses mit den richtigen Personen zu teilen." (soc/APA)

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20 Postings
Zitronenbaum
00
21.10.2011, 09:49

So lange man neue Accounts nur noch per Telefon freischalten kann, nützen einem Pseudonyme auch nicht viel.

10 Jahre der/die/daStandard-Poster/In
00
25.10.2011, 05:05

Ich muss mir jetzt gezwungenermaßen einen google-Account zulegen und werde mir zum Freischalten eine Wertkarten-SIM zulegen. Und das Ganze mit einem glaubhaft klingenden Pseudonym. Mal schauen, ob das dauerhaft klappt ...

Kaffeeschlürfer
00
27.10.2011, 12:01
wozu?

atix
03
21.10.2011, 00:49
menge der bilder

Auf der einen Seite viel, auf der anderen ist es zurzeit so, dass die Fotografie Szene G+ lieben gelernt hat. Es spricht einfach die Bildqualität hier für sich. Es bringt mehr soziale features als Flickr oder 500px, und hat den gleichen Aspekt wie Facebook, die Bilder leicht mit vielen zu teilen.

hsse_robsi
01
20.10.2011, 13:55

ich warte schon ewig auf eine saubere vernetzung
verwendung von google contacts wenn du einen ort bei einene termin eingibst, verwendung der kontakte wenn du eine karte bei g.maps teilen möchtest, etc. ...

Decius
03
20.10.2011, 13:47
Beschimpfung?

Wenn einen Beschimpfung aus "Google ist die beste Firma bei der je gearbeitet habe, wir machen fast alles richtig bis auf die eine Sache: Eine Softwareplattform schaffen, trotz harter Arbeit aller Beteiligten. Hier eine Liste mit Sachen die wir besser machen müssen, und die bei der Konkurrenz klappt" besteht, würde ich mich als Firma riesig darüber freuen.

yomellamo
10
21.10.2011, 06:56

. sie haetten sich halt wohl mehr darueber gefreut, wenn er das nicht mit der ganzen welt geteilt haette.

. Weiss nicht ob sich auch ein ehem. Apple Chef ueber kritik so sehr gefreut haette. Eine veroeffentlichte kritik dieser art haette aber wohl recht sicher eine entlassung zur folge gehabt beim angebissenen apfel.

Reginald Bull
01
20.10.2011, 13:30
GOTT SEI DANK

Endlich - warte schon jeden Tag darauf dass G+ endlich mit Google Apps funktioniert. Die ewige hin- und her- schalterei zwischen den Accounts geht mir unheimlich auf die Nerven.

bedarf ist keine konstante
00
20.10.2011, 12:00
Hoffentlich wird das mit den Pseudonymen vernünftig implementiert!

Ich hab keinen Bock mir von jedem meiner Bekannten und Freunde ein Pseudonym zu merken.

Für die Kommunikation mit Fremden bzw. der Öffentlichkeit find ichs in Ordnung.

slacker
01
20.10.2011, 11:53

Mit der Integration in Android ICS wird bestimmt auch die aktive Nutzung und der Zulauf zu G+ gesteigert, wage ich einmal zu behaupten!

t 3
 
04
20.10.2011, 11:45
dass sie den typen

nach seinem ausfall nicht feuern ist ihnen auf jeden fall hoch anzurechnen. wenn man bedenkt, das ms einen manager feuert, der es gewagt hat sich lobend über ein noch nicht erschienenes wp7 gerät öffentlich zu äussern...

Markus138
00
20.10.2011, 12:24

eigentlich ist das nicht hoch anzurechnen, sondern eine selbstverständlichkeit.

aber der mann hat ja vorgesorgt, hätte ihn googlge gefeuert, wäre facebook sicher erfreut über zuwachs gewesen

t 3
 
00
20.10.2011, 16:56
nein,

ist es nicht. wenn sie ihren arbeitgeber verunglimpfen (noch dazu öffentlich), ist das m.e. soagar in österreich ein möglicher entlassungsgrund...

Walter98
00
20.10.2011, 11:28
Also hier auf Goolge plus geht man

den Wünschen und Anliegen der User nach. Man kann sagen was man will, aber wenn man es nicht ausprobiert hat, sollte man einfach die kein urteil drüber abgeben.

Facebook war mir auf Dauer zu undurchsichtig. Die Bedienung auf G+ ist dagegen leichter, und fast täglich kommen interessante Neuigkeiten dazu. insbesondere der Austausch von Informationen scheint mir Erwachsener.

undalleswirdgut
05
20.10.2011, 13:31
"google+ scheint mir Erwachsener" ich glaube

das ist einfach der Unterschied ...

katzners
05
20.10.2011, 11:19

Über die Schimpftirade eines Google-Mitarbeiters, dass Google unfähig ist soziale Plattformen zu verstehen, sagte Gundotra: " Das schmerzt. Larry und Sergey haben eine Kultur der offenen Diskussion und des offenen Widerspruchs geschaffen. Das ist auch der Grund warum wir ihn nicht feuern." Danach fügte er noch hinzu: "Ich würde allen raten die ein Memo schreiben, dieses mit den richtigen Personen zu teilen."

Das ist mitunter ein Grund weshalb ich Google dennoch sympathisch finde.

another_stranger_me
12
20.10.2011, 12:01

man stelle sich die aussage mal von apple vor...

Gleichheit
00
20.10.2011, 10:54
schade, ich warte auf die API

Ich habe gerne alle Sevices zentral gesammelt über Tweetdeck und dgl. aber ohne API geht das nicht...

Walter98
00
20.10.2011, 11:29
Daran wird gearbeitet.

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