Das universitäre Paradoxon

Kommentar der anderen | 19. Oktober 2011, 22:01

Die Forderung "Bildung für alle, und das umsonst" steht in seltsamem Kontrast zur Relevanz des universitär vermittelten Wissens: Skeptische Anmerkungen eines Jungakademikers zum "Gütesiegel Hochschulabschluss" - Von Dominik Barta

Da die Debatte um Studiengebühren an österreichischen Universitäten in ein weiteres Semester tritt, liegt mir daran, an einen grundsätzlichen Sachverhalt zu erinnern, der - wie mir scheint - von sämtlichen Streitparteien beharrlich übersehen wird: Die Universität als spezifisches, historisch gewachsenes Institut europäischer Bildung und Ausbildung ist ihrem Wesen nach elitär und hat diesen elitären Charakter auch nie bestritten oder abgelegt.

Die universitären Mechanismen der Initiation (Aufnahmebedingungen) sind seit jeher darauf ausgerichtet, aus "den Vielen" eine verschworene Gruppe auszusieben, die hinfort ihren Lebensunterhalt damit bestreiten möge, den Begriff des Wissens (über Gott, das Recht, den Körper, die Schönheit...) zu verwalten. Die Bildung, die das universitäre System seinen Schützlingen angedeihen lässt, ist niemals interesselos, sondern dient dem Selbsterhalt der hierarchischen Verwaltung des Wissens. Sie garantiert die universitäre Definitionshoheit über die Objektivität und den Glauben (die "illusio" ) an das Gütesiegel: "akademisch geprüft" .

Insofern stellt die sozialpolitische Forderung nach universitärer Bildung "für alle" (und zwar umsonst) ein merkwürdiges Paradoxon dar, das sich ungefähr so darstellen lässt: Zwar sollten alle an der Verwaltung des Wissens teilhaben dürfen, doch sollte dabei der besondere (akademische, esoterische) Charakter des Wissens erhalten bleiben.

Wie paradox das ist, zeigt schon ein Blick auf den Alltag: Die Ernüchterung vieler junger Akademiker entspringt der Konfrontation eines universitär genährten Glaubens, dass das angeeignete Wissen etwas Besonderes wäre, zu gut bezahlten Jobs und einem bürgerlichen Lebensstil (Wohnung, Auto, Urlaub) verhelfe, mit der herben Wirklichkeit, dass dieses Wissen vielfach längst demokratisch verfügbare Massenware ist und daher keineswegs notwendigerweise zu sozialem Aufstieg und ökonomisch abgesichertem Wohlergehen führt.

Ich denke, es gibt zwei Ansätze, das Paradoxon zu lösen: Der erste besteht darin, den elitären Charakter des universitären Wissens zu erhalten, aber auf gerechte Aufnahmebedingungen zu achten, d. h. zu gewährleisten, dass prinzipiell jeder, unabhängig vom symbolischen oder ökonomischen Kapital seiner Herkunft, in den erlauchten Kreis potenzieller akademischer Würdenträger eintreten kann. Spätestens an dieser Stelle eröffnet sich jedoch die Frage nach den Parametern, die den Prozess des Aussiebens anleiten sollen. Welches sind die "objektiven Kriterien" , nach denen wir die künftigen Philosophen, Juristen und Mediziner auswählen sollen? Etwa die Schulnoten? (Wäre grundsätzlich schon denkbar, wenn man sich auf die Gerechtigkeit und Güte der Schulausbildung wirklich verlassen könnte - aber kann man das?)

Der zweite, lebensnähere Ansatz, das Paradoxon zu lösen bestünde schlicht in der Aufgabe des Glaubens an die besondere Güte universitären Wissens. In der Tat ist die Definitionshoheit der Universität über die Objektivität keineswegs in Stein gemeißelt. Und die Selbstevaluation der Uni mittels Kriterien, die sie selbst erfunden hat und verwaltet, stellt sicher kein probates Mittel dar, fundamentale Zweifel zu zerstreuen. Die grassierende Arbeitslosigkeit junger Akademiker/innen wäre ein weiteres Indiz für die zunehmende Wertlosigkeit universitären Wissens. Wer garantiert denn, dass heutzutage an den Hochschulen überhaupt noch relevantes Wissen vermittelt wird? Warum also nicht, salopp gesagt, die Institution Universität einfach "vergessen" und sich nach neuen Möglichkeiten umsehen?

Was mich an all den Demos und Kundgebungen der letzten Jahre so erstaunt hat, war vor allem dieser Glaube an das System Universität seitens der Studierenden. Was mich, bei allem revolutionären Furor, mit dem die frustrierte Studentenschaft ihre Protestmärsche und Besetzungen zu inszenieren verstand, so irritierte, war ihr unerschütterlicher Wille, eine so genannte Universität zu haben, durch sogenannte Professoren und Professorinnen geprüft zu werden, so genannte Examina zu bestehen und sogenannte akademische Titel zu erhalten. Der Protest verfing sich ein ums andere Mal nur in der paradoxalen Idee einer Exklusivität für alle.  (Dominik Barta, DER STANDARD, Printausgabe, 20.10.2011)

DOMINIK BARTA (28)  studierte in Wien Philosophie und Germanistik, gewann 2009 den Essay-Preis der "Zeit" und promoviert gerade an der Universität Bonn über Ludwig Wittgenstein.

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hmmm8x
00
22.10.2011, 12:55
Zugang zu Bildung bedeutet nicht das Recht auf einen Abschluss oder das Recht auf die Aufnahme in eine Elite die das Wissen "verwaltet".

Wenn man das verwechselt kann man sich viele Paradoxa konstruieren und für diese dann Ansätze finden um sie zu lösen. Aber zu einer Elite gehören sie dann sicherlich nicht, oder zu mindest zu keiner die sich mit objektiven Anforderungen an seine Mitglieder definiert.

Das nächste mal, wenn sie meinen das Alle etwas übersehen, sollten sie sich vielleicht die Frage stellen, ob sie nicht etwas sehen, das gar nicht da ist.

Jeder verirrt sich einmal. Beim nächsten mal wirds besser.

Thomas_Mueller
 
00
21.10.2011, 16:14

"...ihr unerschütterlicher Wille, eine so genannte Universität zu haben, durch sogenannte Professoren und Professorinnen geprüft zu werden..."

Jetzt wüsste ich aber gerne bei welcher Kundgebung der Autor war und solche leicht masochistischen Sehnsüchte aufgeschnappt hat. Dort wo ich war, ging es immer um eine nach Außen offene und eine nach Innen demokratisierte Uni, die die Hierarchien des 19. Jhdts langsam in Pension schickt und nicht in angeblich modernes Top-Down-Management umlackiert.

Lucio
13
21.10.2011, 02:39

Hinter dem salbungsvollen, pseudotiefsinnigen Kommentar des Autors verbirgt sich eine erzkonservative Haltung zu Bildung, Wissenschaft und Universität. "Die Universität ist ihrem Wesen nach elitär und hat diesen elitären Charakter auch nie bestritten oder abgelegt (...) Die universitären Mechanismen ... sind seit jeher darauf ausgerichtet, aus "den Vielen" eine verschworene Gruppe auszusieben (...). Die Bildung (...) dient dem Selbsterhalt der hierarchischen Verwaltung des Wissens." Es geht also auf der Uni nicht darum, das für die Gesellschaft wichtige Wissen hervorzubringen bzw. weiterzugeben, sondern um die Selektion einer Statuselite, die wie der der ÖVP nahestehende VC die Akademikerposten in Österreich unter sich aufteilt. Deswegen ist es offenbar kontraproduktiv, wenn "Bildung für alle" möglich ist. Dann ist laut Barta Wissen wertlos und schafft bloß arbeitsloses, frustriertes, demonstrierendes akademisches Proletariat, das er anscheinend verachtet, weil er sich inzwischen zur selbsternannten "Elite" rechnet. Wenn es zu viele Studierende gibt, dann soll diese "Elite" eventuell aus der Universität auswandern und woanders ihre Zelte aufschlagen, um dort wie eine altägyptische Priesterkaste ihr Geheimwissen zu hüten. Oder es muss ein Rausschmeißer her, der die nötige Selektion unter den Studierenden besorgt... Die Forderung nach Einführung von Studiengebühren und von Zugangsbeschränkungen zur Bildung ist pseudoelitär-antidemokratisch, das offenbart Bartas Kommentar.

trollvottel
00
8.11.2011, 11:46

Um es noch deutlicher zu formulieren als der Autor ... damit vielleicht auch DU es richtig mitbekommst:

"Die Universität ist darauf ausgelegt, die klügsten, intelligentesten, begabtesten jungen Leute auszubilden; die Elite ihrer Generation oder ihres Jahrganges heranzubilden."

Pervers ist eher, wenn man wie SPÖVP derzeit alles daran setzt, dass nicht mehr intelligente junge Leute an die Uni kommen - sondern sich die Wohlhabenden einen Schein kaufen, schlimmstenfalls halt nur die wertlose Studienabbruchs-Bestätigung Bacc.

Reaction Path
00
21.10.2011, 12:42
Wieso

glauben Sie und die Mehrheit der Poster hier, dass der Autor diese Haltung wirklich vertritt? Zugegeben, der Text ist in seiner Sprachform etwas "akademisch" geraten, aber gerade nach den ersten zwei Absätzen, sollte klar sein, dass der Autor eben *nicht* für Elitendenken und Standesdünkel eintritt.
Die Frage, die man sich (gerade als sozial denkender Mensch) stellen muss, ist nicht die, ob sich die "Elite" davon schleichen soll, weil zu viel "Pöbel" die Unis bevölkert was zu einem Qualitätsverlust führt, sondern die, ob die Unis wirklich der Ort sind, der die selbst vorgetragenen Heilsversprechungen auch erfüllen kann - und da ließe sich diskutieren.
(Der Verweis auf ÖVP ist, denke ich, überflüssig - als ob das die einzigen Feinde wären)

Protagoras v. Abdera
00
21.10.2011, 10:50
In einem einzigen Punkt hat der Autor allerdings recht: Akademisches Wissen ist hierarchisches Wissen, das den Grenzziehungen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung folgt

Aber in diesem Punkt unterschätzt er die Uni brennt-Bewegung, auf dien er sich ja kritisch bezieht, vollkommen. Es war nämlich gerade diese Bewegung, die nicht bloß eine gerechtere Verteilung von Bildungszugängen gefordert hat, sondern auch die Prozesse der Kommodifizierung von Bildung, die Barta in seinem Beitrag reproduziert, (Marktkonformität als Ausweis der Relevanz von Wissen?) kritisch hinterfragt hat. Die Kämpfe um einen egalitären Zugang zur Bildung und die Kämpfe um eine Transformation der gesellschaftlichen Bedeutung von Bildung schließen einander nicht aus, sondern komplettieren einander. Konsequenterweise wurden in der Uni brennt-Bewegung auch alternative Organisationsformen universitärer Bildung diskutiert.

teifl eini
00
20.10.2011, 20:22
ja wieso sind denn so viele akademiker arbeitslos?

wer unlimitiert psychologen, publizisten oä ausbildet, darf sich nicht wundern, wenn davon später viele auf der straße sitzen! das führt zur frage, ob es sich eine gemeinschaft erlauben kann, ihre knappen ressourcen für die ausbildung akademischer straßenkehrer (ich übertreibe, geschenkt!) und numerus clausus-flüchtigen zu verschleudern? ich denke nein!

der staat sollte all seine mittel in die grundschulausbildung bzw mittelstufe stecken, um chancengleichheit herzustellen. das akademische elitenprogramm schreit jedoch nach selektion und zwar nicht finanzieller art über gebühren (us-modell), sondern beinhart nach leistung. zugangsprüfungen und studienplatzlimitierung sind daher das mittel der wahl. wieso schwache mitschleppen?

Tullner Liebe
00
21.10.2011, 10:53
In Ö sind Akademiker kaum arbeitslos,

das ist ja eine der Lügen, die uns der Autor auftischt.

Schauen Sie doch mal nach Italien, Spanien oder GB. Gerade GB mit seinem mittlerweile sehr teurem Studienplätzen hat eine hohe Akademikerarbeitslosigkeit.

Isegrim1
00
21.10.2011, 13:53

In GB fängt der Akademikerbegriff aber viel weiter unten an als bei uns.

mazukk
00
20.10.2011, 19:09

wie kann etwas "demokratisch vefügbar sein"???

falls das gemeint ist, was ich zu glauben meine, dann bin ich schon der meinung, dass wikipedia usw schon was anderes sind als ein an einer hochschule angeeignetes wissen.

find einige gedanken nicht schlecht, aber dass die unis wissensverwalter sind..??..wohl eher wissensschaffende oder?! außerdem wird völlig vergessen, dass es jene, die dieses system schaffen, nicht juckt obs gebühren gibt oder nicht. diejenigen die kostenlose bildung fordern sind ja vor allem jene, die sich bilden möchten..sobald das persönliche interesse nicht mehr davon betroffen ist, interessiert man sich auch nicht mehr dafür..bzw ist man eher daran interessiert das andere ihre bildung selbst bezahlen...

Albert Wittwer
30
20.10.2011, 18:32
Illusionen beerdigen

könnte man die Illusion des kostenlosen, unbeschränkten Universitätszuganges nicht für das Schlaraffenland reservieren?

Bangkok
20
20.10.2011, 18:26
eine sehr interessante analyse, die auch die Frage aufwirft

weshalb die Studenten nicht mobiler sind und sich (international) jene Universitäten/Ausbildungszentren suchen, die am besten auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Deutsche Studenten sind gerade auch in ihrer räumlichen "Wahl" so scheint es wesentlich felxibler als man es hierzulande ist. Auch darüber sollte man diskutieren.

Ein Opel im Schafspelz
00
20.10.2011, 19:13

Ehrlich gesagt, ich finde den Artikel ein bisschen weltfremd.
Auch kann ich Ihre Frage nicht wirklich verstehen. Ich kenne jetzt nicht alle Beweggründe der Deutschen, aber...

Faktum ist, dass viele Deutsche nach Öst. kommen, weil es hier keinen Numerus Clausus gibt; Österreicher können hier baleiben. Dann sind mehrere Unis aus deutscher/bayrischer Sicht sehr grenznah (Salzburg, Innsbruck, Linz - und Öst. ist überhaupt klein). Umgekehrt sin die deutschen Städte etwas weiter weg. Und als letztes, aber nicht zuletzt: es gibt viel mehr Deutsche als Österreicher.

Tullner Liebe
11
20.10.2011, 18:23
Für Philospohie mag das ja gelten.

Sollte er einmal in die Naturwissenschaften, Technik, Mathematik, Biologie etc. hinein schauen, dann würde er schnell merken, dass Wikipedia keine Kompetenzen und auch kein Wissen vermittelt.

Und ja, auf den Unis werden AUCH Fertigkeiten und Wissen vermittelt.
Ich bemerke immer wieder, wie grass naiv und ahnungslos Philosophen über ihre Umwelt sind, so, als ob die Wirklichkeit sich an ihre Kaffeehaus-Gespräche halten müsste.

Isegrim1
00
21.10.2011, 13:56

ich glaube der Autor bezieht sich nicht nur auf Wikipedia sondern darauf, dass man ja heute so ziemlich jede Fachliteratur für sich persönlich in einem guten Buchladen erhalten kann.

halt die goschn
11
20.10.2011, 18:43
Bitte nicht generalisieren

Ich stimme ihnen auf jeden Fall zu, aber ich war ziemlich schockiert, dass solche Aussagen von einem Philosophen kommen. Es sind längst nicht alle Philosophen so, wie das vielleicht bei diesem Herrn rüberkommt. Der Artikel ist m.E. sehr geschwollen geschrieben, was die Formulierungen betrifft, aber stringente und durchargumentierte Aussagen sind aber eher schwer auffindbar...

Bagaude
10
20.10.2011, 18:29

Jetzt mal errnsthaft. Glauben Sie tatsächlich, dass man die Gedankenwelt - sagen wir mal eines Hegel - durch das Lesen des korrespondierenden Wikiartikels verstehen kann? Zumindest ich bilde mir umgekehrt nicht ein, dass ich alles über die Relativitästheorie weiß, nur weil ich den Wikieintrag dazu gelesen habe.

Tullner Liebe
01
20.10.2011, 18:34
Sag ich doch!!!

Bitte lesen!!!!!

War es übrigens nicht Hegel, der eine -völlig absurde - Theorie des Magnetismus veröffentlicht hat? Ohne auch nur EIN Experiment zu machen?!
Typische Vorgangsweise von Philosophen!

Bagaude
00
20.10.2011, 18:43

P.S.: Ob man Hegel in seiner Philosophie nun zustimmen mag oder nicht (ich tue es großteils nicht), ihn auf die von Ihnen zitierte Meinung zum Magnetismus zu reduzieren, wird der Sache aber ganz sicher nicht gerecht. Ich hoffe, Sie hatte das nicht aus der Wikipedia.

Tullner Liebe
00
21.10.2011, 10:50
"Ich hoffe, Sie hatte das nicht aus der Wikipedia"

Grins....

Nein, ich glaube Hr. Menasse hat das mal in einem Standard-Artikel erwähnt.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ich von den Wiener Philosophen - rein vorurteilsmäßig - nichts halte.

Bagaude
00
21.10.2011, 12:13

Okay, kann ich verstehen.

Bagaude
00
20.10.2011, 18:38

Sie sagen, dass man sich die Naturwissenschaften anschauen soll und schimpfen auf Philosophen. Was soll ich also nochmals lesen?

sotho talker
 
00
20.10.2011, 17:20
man kann ein traditionelles system nicht einfach ersetzen selbst wenn es sich so wie bei universität wie der autor richtig erkannt hat selbst überlebt hat

auf der anderen seite ist die aufrechterhaltung der "alten tradition" aufgrund der geänderten bedingungen auch nicht mehr so einfach möglich.

früher war lesen und schreiben nur der elite vorbehalten, heute lernt es jeder.
der "elite" der damaligen zeit wäre eine gesellschaft in der jeder lesen und schreiben kann absurd vorgekommen, sowas wurde genauso "unmöglich" gehalten, wie heute die "elite" es für unmöglich hält jedem eine adäquate ausbildung auf level der universitäten zu ermöglichen.
obwohl heute nicht jeder gleich gut schreiben&lesen kann hat das allgemeine anheben des bildungsstandards der gesellschaft nicht geschadet, im gegenteil!
die elite wird sich künftig durch die nächste stufe nach oben von der masse abheben müssen.

halt die goschn
22
20.10.2011, 16:31
"dass dieses Wissen vielfach längst demokratisch verfügbare Massenware ist und daher keineswegs notwendigerweise zu sozialem Aufstieg und ökonomisch abgesichertem Wohlergehen führt."

Ok, nach dieser Argumentation können wir die Unis gleich zusperren, denn wer braucht schon universitäres Wissen, wenn eh alles im Alltag verfügbar ist. Eine etwas differenziertere Betrachtungsweise hätte ich mir von einem Philosophen eigentlich schon erwartet. Das ist ungefähr so, als wenn Studierende irgendwas aus Wikipedia zusammenkopieren und sich dann wundern, dass das nicht anerkannt wird. Und was bitte meint der mit "Exklusivität für Alle". Das Zugangskriterium heißt Matura und es schaffen es längst nicht alle bis zum Ziel Akademiker/in. Also, was soll dieser Blödsinn eigentlich?

SK26
00
20.10.2011, 16:48

er muss beweisen dass ein Magister in Philosophie für irgendwas gut ist...

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