FPÖ im Hohen Haus

Königshofers Nachfolger: Von der Tankstelle in den Nationalrat

Interview | Katrin Burgstaller, 19. Oktober 2011, 15:24
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    foto: fpö

    Mathias Venier über den Satz: "Die Indianer konnten die Einwanderer nicht stoppen. Heute leben sie in Reservaten": "Das ist ein Bild des RFJ, das die Thematik Zuwanderung und Einwanderung sehr gut auf den Punkt bringt. Es ist überspitzt formuliert und sollte zum Nachdenken anregen."

Mathias Venier erklärt, warum Indianer in Reservaten das Thema Zuwanderung auf den Punkt bringen

Werner Königshofers Nachfolger im Nationalrat wurde heute noch vor Maria Fekters Budgetrede angelobt. Mathias Venier, Ortsgruppenobmann der FPÖ Zams gehört mit 27 zu den jüngsten Abgeordneten. Künftig will er sich für die Jugend, Korruptionsbekämpfung und seinen Wahlkreis Landeck/Tirol einsetzen. Über sein Engagement bei den Blauen sagt er: "Sie haben die Jugendlichen nicht nur als Stimmvolk missbraucht, sondern immer mit einbezogen."

***

derStandard.at: Herr Venier, wie ist Ihr erster Tag im Nationalrat?

Venier: Das ist sehr spannend. Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden. Ich bin sehr beeindruckt und freue mich, Teil davon zu sein.

derStandard.at: Wann haben Sie erfahren, dass Sie in den Nationalrat einziehen werden?

Venier: Das habe ich zwei Tage vor der offiziellen Bekanntgabe erfahren.

derStandard.at: Was machen Sie beruflich?

Venier: Ich arbeite zu Hause im elterlichen Betrieb, wir führen seit 40 Jahren eine Tankstelle.

derStandard.at: Sie vertreten die Tiroler?

Venier: Ja, ich komme aus Zams bei Landeck, das ist das Tiroler Oberland. Dieser Wahlkreis wird bis jetzt von keiner Partei in Wien vertreten. Umso größer ist die Freude über die Aufgabe, diese Region hier im Parlament würdig zu vertreten.

derStandard.at: Sie sind 1984 geboren und somit einer der jüngsten Abgeordneten hier im Nationalrat. Eine besondere Herausforderung?

Venier: Es ist eine Ehre mit 27 Jahren Teil des Ganzen zu sein. Der Druck ist viel größer, aber es spornt einen auch mehr an.

derStandard.at: Was werden Ihre politischen Schwerpunkte sein?

Venier: Aufgrund meines Alters wird die Jugend ein Schwerpunkt sein. Nachdem ich Vertreter des Tiroler Oberlandes bin, werde ich mich vorrangig um die Themen dieser Region kümmern. Da gibt es sehr große Defizite, es ist eine strukturschwache Region. Wir leben hauptsächlich vom Wintertourismus. Im Verkehrsbereich und in der Jugendbeschäftigung gibt es einige Defizite aufzuholen. Wir verzeichnen eine große Abwanderung aus den Bezirken Richtung Hauptstadt. Es gibt zwar gute Schulen aber keine Hochschulen.

derStandard.at:  Was gehört auf Bundesebene geändert?

Venier: Mich stört, wenn die Bürger ungleich behandelt werden. Zum Beispiel stört mich und die Jugend Korruption in der Politik. Da muss man wirklich ansetzen.

derStandard.at: Sie sind seit 17 Mitglied der FPÖ. Warum sind Sie Mitglied genau dieser Partei?

Venier: Die FPÖ hat schon immer sehr dynamisch auf die Anliegen der Jugend reagiert. Sie hat die Jugendlichen nicht nur als Stimmvolk missbraucht, sondern immer mit einbezogen. Die FPÖ ist die einzige Partei die gewisse Themen ohne Scheuklappen anspricht. Mir ist diese Ehrlichkeit sehr wichtig.

derStandard.at: Sie haben den Platz bekommen, weil Herr Königshofer sein Mandat zurückgelegt hat. Wie geht es Ihnen damit?

Venier: Ich weiß nicht, wo Herr Königshofer vorher gesessen hat. Aber: Das ist jetzt mein Platz und ich werde ihn mit meinen Themen befüllen.

derStandard.at: Auf der Website der FPÖ Zams, deren Obmann Sie sind, steht der Spruch: "Die Indianer konnten die Einwanderer nicht stoppen. Heute leben sie in Reservaten." Wie darf man das verstehen?

Venier: Das ist ein Bild des RFJ, das die Thematik Zuwanderung und Einwanderung sehr gut auf den Punkt bringt. Es ist überspitzt formuliert und sollte zum Nachdenken anregen.

derStandard.at: Sind Sie Mitglied einer Burschenschaft?

Venier: Nein. (burg/derstandard.at, 19. Oktober 2011)

MATHIAS VENIER, geboren 1984 in Zams, ist seit zehn Jahren Mitglied der FPÖ. Er ist Ortsgruppenobmann der FPÖ Zams in Tirol.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 354
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Verbrecher schreibt man mit F!
11
11.11.2011, 03:28
Einmal volltanken bitte!

Wir haben Politiker na pfiat mi Gott!

gruppo anti"schnell"
00
8.11.2011, 17:47

Pfff. Grad die Effen freuen sich doch, wenn der "weiße Mann" Indigene unterjocht. Nur weil der Waterloo neuerdings für sie singt?

Nevim
11
8.11.2011, 02:00

Unglaubliche Personalreserven hat die FPÖ ...

wefwef
10
7.11.2011, 22:05
Ein bisschen überspitzt

soll nicht zum Nachdenken anregen, denn da käme man schnell drauf, wie schwachsinnig der RFJ-Spruch ist, sondern soll Ängste mobilisieren, sonst nichts. Je mehr Angst im Volk ist, desto leichter ist es zu kontrollieren und zu kanalisieren.

lola84
00
7.11.2011, 15:58

schaut auf dem foto aus wie sein eigener opa

rottentony
00
4.11.2011, 13:28
...

um himmels willen...für den zahlen wir?

Herr Plumm
00
29.10.2011, 20:47
"Mich stört, wenn die Bürger ungleich behandelt werden. Zum Beispiel stört mich und die Jugend Korruption in der Politik. Da muss man wirklich ansetzen."

was für ein schwachsinn...hat der typ das wirklich so gesagt? krass was da so im nationalrat herumsitzt...

Réunion
00
29.10.2011, 11:09
@burg nur nebenbei

mit Handelsschule als höchstem Abschluss wird man in einer Burschenschaft nicht aufgenommen!

macht den Herrn NR sogar ein wenig sympathischer ...

herois
00
7.11.2011, 22:23

und mit dem herrn rückt die fpö ein ganzes stück weiter nach rechts

Trootelvon Heilig
00
28.10.2011, 22:57
ich liebe

unsre Nationalratsabgeordneten, vorallem wenns so jungresch daherkommen.Einfach geil!Gibts noch mehr von diesen Naturburschen?Her damit, alle für mich.Ich hab sie zum Fressen gern.Mjamm.lecker

clara77
02
28.10.2011, 10:55

Jemandem, der zur FPÖ geht, kann man alles mögliche vorwerfen. Den Vorwurf, von einer Tankstelle zu kommen und jung zu sein, finde ich allerdings lächerlich.

stoiker
20
29.10.2011, 22:50

..bei all den anderen tankwarten,installateuren,autoverkäufern ist er gut aufgehoben.
mein postler würd auch gern mitmachen.
und der alte blechpeter vom wirt am eck hat auch einiges zu sagen.

jedes land bekommt die politik die es verdient.

Bigmouth
07
27.10.2011, 13:02
Ob der gute Mann auch soviel speed hat,

wie sein Parteifreund Peter Suntinger von der FPK? Ich war aufrichtig beeindruckt, als ich heute um ca. 08:00 von einem BMW X5 mit Kennzeichen SP 51 BM und flächigen Aufklebern "Peter Suntinger" zunächst trotz gefahrener 130 mit Drängelei und Lichthupe fast von der Überholspur geschossen worden wäre, dann miterleben durfte, wie sich der Volksvertreter vom Untertanen mit rasanter Beschleunigung bis auf locker 170 Sachen entfernte und dann das Spiel mit dem nächsten Untertanen spielte, bis er vor Radar wuchtig zusammenbremste. Fürwahr ein würdiger Nachfolger der vom Himmel gefallenen Sonne.

Réunion
03
29.10.2011, 11:10
anzeigen!

Benjamin B.
 
03
26.10.2011, 20:17
Oha.

"Die FPÖ ist die einzige Partei die gewisse Themen ohne Scheuklappen anspricht. Mir ist diese Ehrlichkeit sehr wichtig."

Ja, vor allem in Bezug auf die nationalsozialistische Herkunft der Partei und NS-Hinwendung der Kernmannschaft der Partei. Total ehrlich und ohne Scheuklappen, diese FPÖ. Nein, nein. Sie ist nur im Sinne ihrer eigenen Ideologie "politisch korrekt".

.::.wanderfalke.::.
 
04
25.10.2011, 13:29
Sie haben die Jugendlichen nicht nur als Stimmvolk missbraucht ...

Genowo
03
26.10.2011, 19:44
Die FPÖ hat die Jugendlichen nicht nur als Stimmvolk missbraucht.

Interessant.
Als was haben sie Jugendliche denn noch missbraucht?

bluebeard's 8th wife.
01
25.10.2011, 12:34

tankstellenpächterssohn - hamma das nit scho amal gehabt in der fpö?

Luky Pozzo
00
25.10.2011, 11:15
Noch kürzer als der Kurz

Aber sein Arbeitsmittel ist dasselbe:
Er nimmt sich der Ängste an und formt sie zu seinem Nutzen und zum Gedeih der Partei.

qed1
01
24.10.2011, 15:17

'Mich stört, wenn die Bürger ungleich behandelt werden. Zum Beispiel stört mich und die Jugend Korruption in der Politik. Da muss man wirklich ansetzen.'

Innerhalb der FPÖ hatte er ja bereits 10 Jahre Zeit das zu üben.

Fred87
04
24.10.2011, 13:24
Von der Tankstelle in den Nationalrat...

und da sagt man immer, die Geschichte wiederholt sich nicht?

Alexander Patjomkin
91
23.10.2011, 21:32
Von der Tankstelle.... Er hat ja wenigstens was gearbeitet,

Was ist daran schlecht, das Menschen, die von einfachen Positionen (Arbeitwelt) in die Poltik gehen? Ich würde viel lieber Bauer, Arbeiter, Ärtzte, Ingenieure, Lehrer usw. in der Nationalrat sitzen und auch arbeiten als lebensferne Juristen, die glauben das Problemlösung bedeutet eine neue Ausschuss ein neues Ministerium, einen neuen Posten, und selbsverständlich regulieren, regulieren regulieren.., so extrem, das nicht einmal sie selber verstehen worum es eigentlich mehr geht. Juristen können keine Probleme lösen, nur neue generieren...

CentralAI
00
3.11.2011, 14:12
Haben Sie was gegen Jusristen?

Da darf ich Sie beruhigen, richtige Akademiker finden Sie in unserem NR kaum bis garnicht.

Dementsprechend läuft da auch alles wunderbar.

Bran Van
01
7.11.2011, 02:36

deshalb sitzen dort auch meistens juristen :D

CentralAI
00
7.11.2011, 16:40
lol

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