Budgetrede

Finanzministerin Fekter sieht Österreich für rauen Wind gerüstet

19. Oktober 2011, 12:28

Finanzministerin verspricht Stabiliät und will Mittelstand entlasten - Defizit soll bis 2012 auf 3,2 Prozent zurückgehen

Wien - Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) hat sich in ihrer ersten Budgetrede am Mittwoch im Nationalrat "stabile Finanzen für eine sichere Zukunft" auf die Fahnen geheftet. Österreich habe die Herausforderungen durch Finanz- und Schuldenkrise bisher gut verkraftet. Nun gelte es, Währung, Wohlstand und die Ersparnisse der Menschen zu sichern, das Defizit abzubauen und trotzdem das Wachstum im Auge zu behalten.

"Wir sind der Krise noch nicht entwischt", so Fekter über das "stürmische Tief" der vergangenen Jahre. Man sei für den "rauen Wind" aber gerüstet. "Die Republik ist auf sicherem Kurs, auch wenn die Zeiten auf hoher See härter werden sollten." Sie sprach sich für einen raschen Defizitabbau aus, ohne die "Räder des Konjunkturmotors" zu blockieren. Es müssten Wachstum und Sparsamkeit im Auge behalten werden.

Konsolidierung, Reformen, Wachstum

Die Bundesregierung setze mit dem Budget ein klares Signal der budgetpolitischen Berechenbarkeit und der Verantwortung für die Zukunft des Landes. Konsolidierung, Reformen und Wachstum hätten dabei Priorität. Das gesamtstaatliche Defizit soll dabei 2012 auf 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zurückgehen, die gesamtstaatliche Verschuldensquote 74,6 Prozent betragen. Grundlage für die Zahlen sei der Bundesfinanzrahmen bis 2015, durch den das Defizit dann unter 2 Prozent betragen und die Staatsverschuldung erstmals seit 2007 wieder sinken soll.

Das Zurückführen der Verschuldung bringe Handlungsspielräume für die Zukunft, auch weil es die bis dato gute Stellung Österreichs auf den Kapitalmärkten sichere. Der Erhalt des "Triple A" sei kein Selbstzweck, die gute Bonität verschaffe dem Land niedrige Zinsen. "Ratingagenturen sind dabei die Schiedsrichter, und wer die Spielregeln nicht einhält, bekommt die gelbe oder rote Karte." So habe Griechenland erleben müssen, "dass durch überbordende Defizite und Schulden kein Staat mehr zu machen ist". Österreich habe bisher rund 1, Mrd. Euro an bilateralen Krediten für Griechenland aufgewendet und Haftungen von bis zu knapp 22 Mrd. Euro bereitgestellt.

Auf der Einnahmenseite merkte die Ministerin einmal mehr an, dass Österreich ein Hochsteuerland sei. Der Mittelstand trage dabei die höchste Steuerlast, eine Entlastung sei höchst an der Zeit. Ein Steuersystem, "in dem jeder Regie in seinem Leben führen kann und ihm mehr im Börsel bleibt" sei daher eine der Säulen ihrer Politik. Daneben habe sie sich der Defizitreduktion und der Budgetstabilität verschrieben.

"Step by step" und Big Bang"

Fekter - sie hielt als erste Frau eine Budgetrede im Nationalrat, und zwar mit gut eineinhalb Stunden eine ungewöhnlich lange - verwies auf Einsparungen in allen Ressorts und Ausgabenbereichen, aber auch auf Effizienzsteigerungen in der Verwaltung. Dabei arbeite man "step by step" und warte nicht auf den '"Big Bang".

Bei den einzelnen Ressorts verwies sie auf Rekordausgaben für Forschung und Entwicklung, 6,3 Mrd. Euro für die Familien als "Herzstück" der Gesellschaft und Zuwächse im Unterrichtsressort, wobei sie hier auf einen sorgsamen Umgang mit dem Geld und ein modernes Dienstrecht pochte. Im Landwirtschaftsbereich wollte sich die Ministerin die Verdienste der Bauern nicht schlechtreden lassen. Kritikern der Einkommensteuer-Pauschalierung erteilte sie daher eine Absage: "Nicht mit mir als Finanzministerin."

Beim Sozialministerium verwies sie auf 19,1 budgetierte Milliarden für Pensionen. Man dürfe sich "nicht in den Sack lügen", die Österreicher gingen im Schnitt zu Früh in Pension. Ihrem Ministerkollegen Rudolf Hundstorfer (S) attestierte sie aber immerhin, bei der Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters auf dem richtigen Weg zu sein. Auch bei den Spitäler forderte sie einen Kostendämpfungspfad ein. Dem Verkehrsressort empfahl Fekter, gegen die Kostenexplosion beim operativen Betrieb und im Personalmanagement der ÖBB zu sorgen.

Unter den Zuhörern auf der Tribüne war unter anderen Bundespräsident Heinz Fischer. Vom Regierungspartner SPÖ gab es für Fekters Darlegungen nur einen kurzen Höflichkeitsapplaus. (APA)

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Fernando Castro
00
29.10.2011, 10:29
FF-Faymann-Fekter. Nach jedem Brüssel Besuch

erhält Österreich für seine 220 Milliarden Schulden mehr Geld vom Rettungsfond? So setzen sich die österreichischen Politiker für ihre Landsleute ein ...
In der Ukraine wurde die ehemalige Präsidentin wegen zu hoher Tarife bei Öl und Gas für mehrere Jahre inhaftiert. In Österreich wird applaudiert wenn das Geld der Österreicher an die Bürger anderer Staaten weitergeleitet wird und wenn die Pensionen gekürzt und die Arbeitszeit verlängert wird.

speck -ulatio+ n-c
00
19.10.2011, 18:09

wie schaut eine verbriefte qualitätssicherung im finanzministerium aus
genauso in allen ministerien
qualität wird von ministerien bei allen nachgeordneten dienststellen verlangt,sei es halbprivat oder "outgesurrst"
wie schaut eine qualitätssicherung beim "kopf" aus
wie werden behörden von aussen kontrolliert?

lanigirorevilo
01
19.10.2011, 17:58

früher war sogar die Zukunft besser ;)

Kalvarienberg
01
19.10.2011, 17:57
"If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck, then it probably is a duck."

Mr. Bubbles
01
19.10.2011, 17:44
wers glaubt.

"Der Mittelstand trage dabei die höchste Steuerlast, eine Entlastung sei höchst an der Zeit."

quizzfrage: welche partei ist seit 24 jahren ununterbrochen in der regierung?
und seit 1945 in summe fast 50?

und immer wieder das selbe theater. "ja bisher wars ja blöd, aber jetzt hier und mit uns gibts entlastungen!"

dieses falsche und ständige ins gesicht lügen kotzt derart an. wäh. und der wähler frissts auch noch.

wedgehog
01
19.10.2011, 17:38
und noch was.....

Das die Frau Minister nicht Englisch sprechen kann,hat sie ja schon bewiesen.Mit ihrem Deutsch schaut es leider auch sehr traurig aus.....

TrifterSepp
 
00
19.10.2011, 18:46

Auch wenn ich Ihre Qulifikation als FM in Frage stelle. Wichtiger als Englisch und Deutsch würde da erst nach VWL und Steuerrecht kommen.

U-Bahn Steuer
00
19.10.2011, 18:05

was braucht die deutsch können?! der gehört unser geld!

bAuminger
00
19.10.2011, 17:26
Lachkrampf oder Brechreiz? Sie haben die Wahl!

"Ein Steuersystem, "in dem jeder Regie in seinem Leben führen kann und ihm mehr im Börsel bleibt" sei daher eine der Säulen ihrer Politik."

Cellabe
01
19.10.2011, 17:26
Klar, die Erste macht einen Riesengewinn, und

Österreich ist gut aufgestellt!

Und, bevor ich es vergesse, unser Rechts(*LOL*)staat funktioniert ... nein, das letzte ist zu Hahnebüchern, das glaub nicht mal ich ...

insertnamehere
 
00
19.10.2011, 17:20
Aha.

Seh ich das richtig, dass wir somit konkret 2012 irgendwas um die 8,3 Milliarden neue Schulden machen werden (das entspräche ungefähr 3% des BIP)?

speck -ulatio+ n-c
00
19.10.2011, 17:16

trumpfkarte in brüssel
ost-west und nord-süd transit

da ist doch einiges auszuverhandeln?

roundabout
00
19.10.2011, 17:15
Mittelstand entlasten.

Ich geh sofort in Deckung.

Parzelle
01
19.10.2011, 17:15
wenn ich jedes Jahr 3,2% Schulden mache.....

.... bin ich bald im Häfen.

Gummibär
00
19.10.2011, 17:14

Sehr geehrte samten Damen und Herren!

Was regen Sie sich denn auf? Unsere Unsiversitäten bekommen 80 Millionen Euro bzw. 1 MILLIARDE Schilling oder 8,49642885 × 10^9 YEN!!!! Ja also das nenne ich Investition in die Bildung unseres Pöbels. Nebenbei unsere Land- und Forstwirschaftsschulen wurden auch mit Geld belohnt! Und öhm nicht zu vergessen ist die Entlastung der Großbauern! Also seien Sie nicht so frech und schenken Sie uns nochmal ihr Vertrauen.

Ihre
Merci Fögter

speck -ulatio+ n-c
00
19.10.2011, 17:07

die frau finanzministerin sollte einmal die leistung aller "99%" der staatsbürger loben
die den wohlstand auch für das obere management schwer erarbeiten

wirsinddiezukunft
 
01
19.10.2011, 17:03
RÜCKZAHLUNG DER SYSTEMVERSCHULDUNG UNMÖGLICH

http://www.krivor.de/joomla/in... &Itemid=75

J. Reichhart
00
19.10.2011, 17:00
wir sind pleite, mizzi!

frag mich nur, wie lange das noch verschleiert werden kann.

Hagra
00
19.10.2011, 17:13
Wir sind pleite - JA

aber die Mizzi hat noch genügend SCHOTTER :-)

The Quick One
00
19.10.2011, 16:53
Versteh ich nicht!

Trotz Defizit von 2 % sollen die Staatsschulden sinken?
Wie geht das? Obwohl ein Verlust gemacht wird, wird das Eigenkapital größer? Wohl nur relativ, oder? Und das ist ja wieder ziemlicher Schrott....

Bitte Ich Weiß Was
00
19.10.2011, 17:02
Wenn Wirtschaft schneller wächst als Schulden,

werden die Schulden im Vergleich zum BIP kleiner.

So wie wenn man zwar 2% mehr Schulden macht, aber 4% Erhöhung bekommt - dann steht man auch ein bisserl besser da als vorher.

Inflation ist ja aus Staatssicht irrelevant.

The Quick One
00
19.10.2011, 17:24
also nur relativ

Die Schulden wachsen trotzdem; somit auch die Zinsen; alles eigentlich nur ein sich-selbst-betrügen.

pawel lewap
00
19.10.2011, 16:52
die mizzitant..

hat wieder mal das maerchenbuch aufgeschlagen?? was fuer eine leistung will sie uns da verkaufen? ich seh sie nicht.

Adjasadaku
01
19.10.2011, 16:45

Von der SPÖ gab es nur einen kurzen höflichkeitsapplaus. Da leistet jemand aber aktiven widerstand gegen die sozialräuber.

rapunzels frisör
01
19.10.2011, 16:39
Zum Foto:

"Mensch Wernschki, i hob zu fast 50% alles fehlerfrei runterglesen!"
.
"Hihi, bist eben mei gscheidtes Mauserl, Mitzi- hihihihihi!"

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