Faymann gegen Studiengebühren

"Meine Position ist bekannt"

19. Oktober 2011, 11:58

Bundeskanzler zweifelt an Mayer-Gutachten - Faymann und Spindelegger hoffen dennoch auf rasche Einigung

Wien - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) gehen davon aus, dass es in Sachen Studiengebühren eine rasche Einigung geben wird. Er rechne bis Februar mit einer Lösung, erklärte Faymann. Inhaltlich lehnt er Studiengebühren weiter klar ab: "Mein Standpunkt ist bekannt", sagte er nach dem Ministerrat am Mittwoch. Spindelegger sagte, durch das von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) in Auftrag gegebene Rechtsgutachten ist in die Diskussion Bewegung gekommen.

Auch Spindelegger sagte, er hoffe auch eine "rasche Einigung". Faymann betonte, die Rechtsmeinungen gehe seines Wissens davon aus, dass es in Sachen Gebühreneinhebung keine Autonomie der Universitäten gebe. Die Rechtslage werde weiter geprüft, auch vom Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes.

Das von Töchterle in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten des Juristen Heinz Mayer besagt, dass Universitäten ab März 2012 im Rahmen ihrer Autonomie Beiträge in beliebiger Höhe einheben können, falls sich die Regierung bis dahin nicht auf eine Neuregelung der vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) aufgehobenen Bestimmungen einigt. Der VfGH hatte die 2008 beschlossene de-facto-Abschaffung der Studiengebühren im Juli wegen zu unpräziser Bestimmungen aufgehoben.

Faymann zweifelt genauso wie seine Kollegin Laura Rudas am Gutachten zu den Studiengebühren. Laut Faymann sei das Gutachten nur eine von mehreren Rechtsmeinungen. Dass die Universitäten autonom Gebühren einheben dürfen, sei keineswegs sicher. Somit sehe er auch keine Drohung im Raum. (red/APA)

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17 Postings
davethebrave
 
00
19.10.2011, 15:26

"Meine Position ist bekannt"
flach liegend, weil sich zwischen den umfallern das aufstehen eh nimma auszahlt?

frontside
20
19.10.2011, 13:45
Faymann? Wer?

Emil Sacklinger
 
00
19.10.2011, 15:16

... kreiskys lieblingsschüler.

(unser kanzler der herzen)

Bortolino
11
19.10.2011, 14:01
Faymann, Werner

Ausbildung:
Studienabbrecher.

Fremdsprachenkenntnisse:
Englisch (ein bisschen halt)

Berufliche Laufbahn:

- Inseratenschalter

- Kronebriefschreiber
(damit konnte er praktischerweise auch gleich seinen Vorgänger entsorgen)

- Bundeskanzleramtsstatthalter

Verdammt Coole Schreckschrauwe
00
19.10.2011, 13:17
faymann wird sich demnächst samt seiner "bekannten Position" wie der Gusi in eine supergut bezahlte Funktion zurückziehen,

die sie ihm irgendwie zuschanzen werden.

denken ist kunst
10
19.10.2011, 13:04
"Meine Position ist bekannt"

Meint er die umfallende oder die bereits liegende Position?

Hengstenberg`s Orig. span. Sherry-Essig ´´España``
00
19.10.2011, 13:54

Umfallend ist keine Position

knitter fux
00
19.10.2011, 14:16
doch!

eine sich ständig verändernde

Bortolino
00
19.10.2011, 14:06
Nein. Aber ein Haltung

(im Fallen halt)

metalwoman
00
19.10.2011, 12:38
Der VfGH hatte die 2008 beschlossene de-facto-Abschaffung der Studiengebühren im Juli wegen zu unpräziser Bestimmungen aufgehoben.

Heißt das, es gibt derzeit gar keine Studiengebühren? Oder werden sie trotzdem noch kassiert (von denen, die sie den Regeln nach zahlen müssten)?

SiSe
01
19.10.2011, 13:03

Im vom VfGh aufgehobene Gesetz (Reparaturfrist bis 29.02.2012) ist von Studienabschnitten die Rede.
Diese gibt es aber seit der Bologna-Reform und der defacto Umwandlung der einzelnen Studienabschnitte in verschiedene, einzelne Studien (Bachelor, Master) nicht mehr.
Eine Reparatur wäre daher ziemlich einfach möglich - bei entsprechenden Willen seitens der Regierung...

metalwoman
00
19.10.2011, 13:18

So ist es. Studenten in den alten Diplomstudien müssen früher Studiengebühren zahlen, da sie pro Abschnitt nur ein Toleranzsemester haben. Bachelorstudenten zahlen erst ab Ende der Mindeststudienzeit des ganzen Bakk + 2 Semester. Diese Ungleichheit allein müsste doch schnell zu reparieren sein, oder?

Herbert Novak1
21
19.10.2011, 12:05
Was das Gutachten von Meyer bewirkt

Was das Gutachten von Meyer bewirkt, ist die öffentliche Bekundung von der rechtlichen grauen Zonen ab März. Es gibt keine verläßliche Hinweise, die Einzelmeinung von Prof. Meyer ist zu dünn, um die Unis freie Hand zu geben. Bis dorthin wenn keine Lösung gibt, soll der Wissenschaftsminister zurücktreten.

Totaler Durchblicksstrudel
00
19.10.2011, 14:09

Bis jetzt hat sich kein renommierte Jurist gegen seine Meinung ausgesprochen. Diese ist auch gut fundiert und wird selbst durch den VfGH so einfach zu stürzen sein.
Die SPÖ (freilich hier gemeinsam mit den Braunen und den Grünen) ist in eine ähnliche Falle gegangen wie schon bei der Erbschaftssteuer.

Den Unis wurde eben die Autonomie gegeben. Des weiteren gilt das Legalitätsprinzip für jene nur eingeschränkt. Damit ist eigentlich schon alles klar.

flunt
00
19.10.2011, 12:33
Schreiben Sie den Namen "Mayer" absichtlich falsch?

und wenn ja, warum?

EpinEphriN
 
00
19.10.2011, 15:33
Der Name "Meyer" wurde richtig geschrieben.

Er passt lediglich nicht exakt zum gleich klingenden, jedoch etwas anders geschriebenen Namen eines bekannten Juristen.

Eine lässliche Sünde, würde ich meinen.

flunt
00
20.10.2011, 16:09
Wenn man das oben zitierte Gutachten des Herrn Mayer meint, ist Meyer falsch.

Und im übrigen wundert es mich, dass Sie wissen wollen, warum Herbert Novak1 den Namen falsch schreibt - es sei denn Sie haben sich im Wirrwarr Ihrer Nicks geirrt............... soll ja vorkommen!

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