Von der Mur bis Manhattan

Maik Novotny, 19. Oktober 2011, 11:35
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    foto: toni muhr

    Zu 100 Prozent biologisch abbaubar: das "Haus D" von yes architecture für eine Familie in der Steiermark.
    Foto: Toni Muhr

Büros in drei Städten, Bauten von S bis XL: Die Architektinnen mit dem affirmativen Namen "yes" lassen sich in keine Schublade stecken

Graz - Die Zeit, als sich die Architektinnen Ruth Berktold und Marion Wicher beim Studium an der Columbia University in New York kennenlernten, liegt schon länger zurück. Seit 2002 sind sie in Graz und München tätig. Ein kleines Büro am Broadway leisten sich die beiden allerdings immer noch - aus Sentimentalität, und weil man die Tür zu den USA nicht ganz zustoßen will. An diesen drei Orten firmieren die beiden unter dem freundlichen Namen "yes architecture". Denn: ",Yes!' ist der Ausruf in diesen euphorischen Momenten, wenn bei einem Projekt der Knoten aufgeht."

Von Konferenzzentrum bis Einfamilienhaus

Nicht nur verschiedene Orte, auch unterschiedlichste Bauaufgaben prägen die Arbeit der affirmativen Architektinnen: Vom 120-Millionen-Mammutprojekt des UN-Konferenzzentrums in Bonn bis zum "Haus D" für eine sechsköpfige Familie in der Steiermark. Letzteres ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar: mit Hanf gedämmt, mit Lehm verputzt und - ganz amerikanisch - mit Zedernschindeln verkleidet. Damit schaffte es das Haus sowohl in eine Reihe schicker Publikationen als auch auf die Nominierungsliste des Steirischen Holzbaupreises.

Österreicher sind experimentierfreudiger

Anfangs gingen für die gemeinsame Arbeit noch etliche Autobahnkilometer drauf, heute teilen sich die beiden die Projekte auf. "Inzwischen verstehen wir uns blind", sagt Marion Wicher. Offenen Auges dagegen sehen sie die Unterschiede zwischen den beiden Ländern: "In Österreich ist man experimentierfreudiger, da kann's auch mal etwas schludrig sein, wenn das Konzept stimmt. Die Deutschen sind perfektionistischer, wertkonservativer."

Missen möchten Berktold und Wicher die binationale Erfahrung auf keinen Fall: "Das Arbeiten in mehreren Ländern ist eine echte Bereicherung. Man geht die Dinge leichter an, fühlt sich nicht so leicht persönlich angegriffen." (Maik Novotny, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.10.2011)

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Ruben Weil
00
23.11.2011, 17:34
Ich wäre froh wenn sich solche

Architektur in Schubladen stecken liesse!

Kleiner Tipp: Fenster machen ein Haus deutlich wohnlicher!

Solemnly Soliloquising Somnambulist
11
29.10.2011, 09:31
Nay Architecture

House O:
http://www.youtube.com/watch?v=ResQFDDsDAI

Modern Architecture:
=>> "Built Solely To Be Demolished".

Sheltering humble harmony of vernacular styles:
http://www.freefoto.com/preview/1... -Yorkshire

Adolf Ogi
00
20.10.2011, 13:06
schaut aus

wie so eine moderne neue Aufbahrungshalle

BK W. Shoyssel
01
20.10.2011, 12:30
oje

da möchte ich nicht drin wohnen, mit dieser Koniferen behübschten (?) Beton-Schotter-Wüste vorm Haus. Außerdem wäre mir die einbruchsfreundliche instabile durchgehende Fensterfront im Garten zu unsicher.

Insgesamt wirkt es wie das Aneinanderstellen von drei Wohnwagen/Mobilheimen um einen Teich herum. USA halt.

http://plusmood.com/2011/04/h... -yes-back/

berger940
00
19.10.2011, 19:05
gefällt mir sehr, schaut wuchtig aus, wenn da nicht wäre...

störend ist meist die Rundherum- und die Grüngestaltung. Warum vorm Haus soviel Beton? Die Galerie mit den 10 Koniferen wird von Jahr zu Jahr immer unansehnlicher. Ich würde die Koniferen durch zwei oder drei 15jährige Linden oder Eichen ersetzen. Ich weiß schon, der Architekt schlägt Bäume vor und schon kommt der Einwand "das Laub, das Laub". Jetzt im Herbst besonders aktuell.

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