VCÖ-Studie

Kurzparkschnäppchen Wien

19. Oktober 2011, 11:52
  • Artikelbild
    foto: apa

    Nicht nur die Städte in Europa, auch innerhalb Österreichs gibt es bemerkenswerte Unterschiede bei den Parkgebühren.

Am teuersten sind die Kurzparkplätze in London - Salzburg ist die teuerste Stadt in Österreich

Wer in Wien parkt, kommt günstig davon. Das ergab eine VCÖ-Studie, bei der die Parkgebühren in europäischen Städten erhoben wurden. Eine Stunde Kurzparken in der Bundeshauptstadt kostet, in der Innenstadt, 1,20 Euro. Ab Jänner 2012 werden die Gebühren auf 1,30 Euro erhöht.

In London hingegen sind stolze 6 Euro fällig. Auch Amsterdam gehört eher zu den teuren Parkpflastern, eine Stunde Kurzparken schlägt hier mit fünf Euro zu Buche. Auch Helsinki (4 Euro) und Paris (3,60 Euro) liegen den Autofahrern auf der Tasche. Selbst Berlin ist mit 2,50 Euro Parkgebühr doppelt so teuer wie Wien.

Günstig, wenn auch immer noch teurer als in Wien, kommen Autofahrer in Lissabon (1,60 Euro) und Budapest (1,50 Euro) davon.

Aber auch innerhalb Österreichs gibt es Unterschiede von bis zu 70 Cent bei den Kurzparkgebühren. Am günstigsten parkt man in Bregenz ab 60 Cent, am teuersten in Salzburg mit 1,30 Euro. Für einen Euro kann man das Auto in Innsbruck, Linz und St. Pölten für eine Stunde stehen lassen, in Graz für 1,20 Euro.

Bereits jetzt gibt es gestaffelte Tarife in Bregenz, wo das Parken in den Randbezirken 60 Cent kostet (Innenstadt ein Euro). Nach Meinung des VCÖ eine durchaus sinnvolle Lösung. "Die Staffelung ist gerecht, denn je weiter die Autos in die Stadt hinein fahren, umso mehr tragen sie zu Staus bei und belasten die Luft", so VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Daher plädiert der VCÖ für deutlich höhere Parkgebühren in den Innenstädten.

In vielen europäischen Städten gibt es darüber hinaus bereits jetzt eine Citymaut. Vorreiter hierbei war Bergen in Norwegen, wo bereits seit 1985 für das Befahren der Innenstadt eine Gebühr zu zahlen ist. Auch in Oslo und Trondheim müssen Autofahrer im Zentrum zahlen. In Großbritannien sind die Innenstädte von London und Edinburgh für PKW-Fahrer kostenpflichtig. London verdient jährlich an die 290 Millionen Euro, der Verkehr im Maut-Gebiet hat sich um 15 Prozent reduziert.

Am längsten gibt es die City-Maut übrigens in Singapur, wo seit 1975 Gebühren eingehoben werden. (red/derStandard.at/19.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
1 2
Teutates
00
20.10.2011, 14:42
Was der VCÖ verschweigt

auch die Tickes der Öffentlichen Verkehrsmittel sind im vergleich sehr günstig. Wer schon mal zur rush hour in der londoner City mit der UBahn Gefahren ist weiss wovon ich rede :-)

chaimele
00
20.10.2011, 13:21
können die höheren gebühren mit höherem einkommen erklärt werden?

hilft manchmal, wenn birnen mit birnen verfglichen werden. kleiner tipp: durchschnittseinkommen eines landes nehmen und den preis der parkstunde in relation (das heißt dann prozente) setzen, und schwupps, man kann aussagekräftiger vergleichen.
und vielleicht stellt man sich am beginn auch die frage, warum frü das simple abstellen eines autos geld zu entrichten ist. meines wissens nach zahlt man kfz-steuer und diverse mineralölabgaben samt den dazugehörigen mwst..

der_kleine_pariser
 
00
5.12.2011, 22:33

Jaja, ein Londoner verdient 5x so viel wie ein Wiener.

Träum weiter oder wander' nach London aus...

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
12
20.10.2011, 12:13
Es besteht Hoffnung!

Nachdem jetzt der erste Weltraumbahnhof eröffnet wurde, wird hoffentlich bald ein Flug auf die Rückseite des Mondes gehen. Die Passagiere sind schon vorhanden: VCÖ und KfV!

Gobi Todic
00
20.10.2011, 10:53

" Heutzutage quält man die Menschen mit Symptomherumpfuscherei. Man kassiert ein wenig Parkgebühr hier, ein bisschen Maut dort. Das ist total unfair. Zuerst baut man Strukturen, die die Menschen dazu auffordern, das Auto zu benutzen, und dann kassiert man ab."

http://www.zeit.de/2007/38/I... Knoflacher

sleepyc
01
20.10.2011, 13:18
bestes argument, mit dem auto

aus einem aussenbezirk in die wiener innenstadt zu fahren: "ich muss das Ipad mitnehmen, das ist mir für die U-bahn zu schwer."
was soll man dazu noch sagen?

Kontrahent1
00
20.10.2011, 11:53
und wenn der Pkw-Verkauf zurückgeht,

wird gefördert. Es hängen eben zu viele Arbeitsplätze am Auto. Die Gründe, das Auto zu benutzen sind vielfältig: Ich fahre mit dem Auto in die Stadt weil ich meinem herzkranken Hund keinen Maulkorb in den Öffis zumute. Sonst wäre ich ein absoluter Bim-Fan.

M L3
10
20.10.2011, 12:26
Ich fahre mit dem Auto, weil es mir meine Zeit und Bequemlichkeit wert ist - na und?

Wenn bequemlichkeit und Zeitersparnis nicht wichtig wären, dann wären wir in der Steinzeit geblieben. Dort wohin uns offensichtlich ein paar Grüne und "Verkehrsexperten" wie VCÖ und Co. gerne wieder zurückbringen würden.

Kontrahent1
01
20.10.2011, 13:02
Bequemlichkeit ok,

aber Zeitersparnis? Gerade in Wien machte ich oft die Erfahrung, daß es mit U und S schneller geht, als mit dem Auto.

sleepyc
00
20.10.2011, 13:19
stimmt leider nur entlang der U- und S-Bahn

will man kreisförmig z.b. vom 14. in den 23. ist man selbst in der rushhour mit dem auto leider immer noch deutlich schneller...

ranchorelaxo
15
20.10.2011, 09:55
der vcö

... so entbehrlich wie ein kropf!

Cesarus55
00
20.10.2011, 08:24
Kann mich noch erinnern

wie alle gesagt haben wenn Benzin einmal 20 oder 25 Schilling kostet wird keiner mehr mit dem Auto fahren. Wird wohl bei einer Erhöhung der Kurzparkscheine auch nicht anders sein. Die Schmerzgrenze wird hier höchstwahrscheinlich wirklich erst bei 5 Euro die Stunde anfangen.

Die Stimme
210
19.10.2011, 23:35

Mittlerweile wird mir schon übel wenn ich nur "VCÖ" lese.

Cynicism
11
19.10.2011, 19:02
Bin ich froh,

dass ich mit'm Hybrid kostenlos in ganz IBK parken kann; da brauch' ich mir keine Gedanken um Tarife/Zeiten zu machen. ;D

Das System, wie's in Wien praktiziert wird, find' ich aber gar nicht schlecht; die Zettel erlauben eine größere Flexibilität als das Herausdrücken aus den Automaten.

Oz 1980
105
19.10.2011, 18:20
Der wirkliche Skandal ist...

...dass es die Rot-Grüne Stadtregierung verabsäumt hat, die Kurzparkpreise drastisch zu erhöhen (z.B. auf 2€/h) und damit die Öffis querzufinanzieren.

verleih nix
09
19.10.2011, 21:02

die wiener linien sind doch schon zu 70% querfinanziert. was wollen sie denn noch?

Oz 1980
24
20.10.2011, 02:42

Die Wiener Linien stehen nach wie vor im Stau. Und der wird bekanntlich durch die Autofarer verursacht.
Ich wäre übrigens dafür, dass Falschparker, die ein öffentliches Verkehrsmittel an der Weiterfahrt hindern, mit Führerscheinentzug bestraft werden. In der Schweiz sind ähnliche Maßnahmen durchaus üblich.

aufgeklärtbisheiter
01
31.10.2011, 12:31

Warum nicht gleich dem Schnellrichter vorführen und an die Wand stellen?

Vielleicht sollte doch irgendwo bissl Verhältnismässigkeit herrschen.

aufgeklärtbisheiter
00
31.10.2011, 12:31

Warum nicht gleich dem Schnellrichter vorführen und an die Wand stellen?

Vielleicht sollte doch irgendwo bissl Verhältnismässigkeit herrschen.

M L3
22
20.10.2011, 12:27
Nein, Bim und Bus verursachen häufig Stau

Durch die "tolle" Haltestellengestaltung wo man an den haltenden Öffis nicht mehr vorbeifahren kann. Öffi= öffentliches Verkehrsbehinderungsmittel.

der_kleine_pariser
 
00
5.12.2011, 22:37

Ob sie jetzt hinter einer Tram an einer haltestelle oder ein paar meter weiter bei einer Ampel stehen ist aber schon sowas von egal.

der_kleine_pariser
 
00
5.12.2011, 22:35
mpel, die rot ist, ist aber auch schon egal.

Ob's jetzt bei einer hgaltestelle hinter einer tram stehen oder 50m weiter bei einer

der_kleine_pariser
 
00
5.12.2011, 22:35
mpel, die rot ist, ist aber auch schon egal.

Ob's jetzt bei einer hgaltestelle hinter einer tram stehen oder 50m weiter bei einer

verleih nix
00
20.10.2011, 10:28

was geht mich ihr streit mit falschparkern an? ich habe nicht mal ein auto und soll den millionen für die wiener linien noch weitere nachwerfen weil sie grade nicht gut drauf sind.

wo bitte ist da der zusammenhang?

Oz 1980
00
20.10.2011, 12:51

Was geht sie das dann bitte Thema Querfinanzierung der Öffis durch höhere Kurzparkzonenpreise an, wenn Sie kein Auto haben?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.