Knochenabbau

Viele wissen nichts von ihrer Osteoporose-Erkrankung

19. Oktober 2011, 16:34
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    foto: reuters/brian snyder

    Die Osteoporose entsteht aus einem Missverhältnis zwischen Knochenab- und -aufbau.

Am 20. Oktober ist Osteoporose-Welttags - Nur rund ein Sechstel der an Osteoporose erkrankten Menschen werden adäquat behandelt

Wien - Osteoporose stellt in Österreich aufgrund des erhöhten Knochenbruchrisikos ein großes Gesundheitsproblem dar. Rund 740.000 Menschen, rund 80 Prozent davon Frauen, sind betroffen, aber nur 120.000 Personen werden adäquat behandelt. "Viel zu viele Menschen wissen nicht, dass sie an Osteoporose erkrankt sind", sagt Peter Pietschmann vom Institut für Pathophysologie und Allergieforschung an der MedUni Wien, anlässlich des Osteoporose-Welttags am 20. Oktober.

Knochendichteuntersuchung

"Es besteht eine ganz deutliche Unterdiagnose der Osteoporose", so der Experte. Dabei würden wirksame Medikamente zur Verfügung stehen, um die Osteoporose zu behandeln und Frakturen vorzubeugen. Etwa die vorsorgende Knochendichtemessung, eine schmerzfreie Röntgenuntersuchung, die im Bereich der niedergelassenen Ärzte gut verfügbar sei. Bei der Knochendichtemessung wird ermittelt, ob die Knochendichte zu gering ist und damit eine eventuelle Osteoporose-Gefahr besteht. Diese Untersuchung wird von der Sozialversicherung für Frauen ab dem 65. Lebensjahr und für Männer ab 70 empfohlen und von der Krankenkasse bezahlt.

Bruchanfälligkeit

Die Osteoporose stellt auf Grund des erhöhten Frakturrisikos ein Gesundheitsproblem dar, das in seiner Dimension mit Herz-Kreislauferkrankungen oder verschiedenen Krebserkrankungen vergleichbar ist. Osteoporose-bedingte Frakturen führen häufig zu Mobilitätsverlust und Pflegebedürftigkeit, Schmerzen und einer deutlich verminderten Lebensqualität. Rund 16.000 Oberschenkelhalsbrüche gibt es pro Jahr in Österreich. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist das einer der schlechtesten Werte in der EU.

Die Osteoporose entsteht aus einem Missverhältnis zwischen Knochenab- und -aufbau. Dadurch kommt es zu Veränderungen der Knochenmasse und der Mikroarchitektur des Knochengewebes. Das führt zu einer Abnahme der Knochenfestigkeit und damit zu einem erhöhten Risiko für Brüche. "Mehr als 50 Prozent dieser multifaktoriellen Erkrankung sind genetisch bedingt", sagt Pietschmann. Zu den weiteren Risikofaktoren für die Entwicklung einer Osteoporose zählen hormonelle Veränderungen, Umweltfaktoren, Kalzium- und Vitamin-D-Mangel und Rauchen. (red)

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12 Postings
astemp79
10
29.10.2011, 16:04
Überdiagnose!

"Es besteht eine ganz deutliche Unterdiagnose der Osteoporose"
Falsch - es besteht eine Überdiagnose.
Osteoporose ist eine erfundene "Krankheit", nämlich gar keine.

Der Sinn ist, Menschen chronisch krank zu machen - so dass möglichst flächendeckend und dauerhaft medikamentisiert werden kann. Das hilft nicht den Menschen, sondern der Pharmaindustrie.

Um dem - normalen - Knochenabbau im (höheren!) Alter vorzubeugen, sollte bereits der jüngere Mensch sich a. gesund ernähren und b. viel bewegen und c. Stressausgleich (Entspannungstraining, Qigong etc.) betreiben.
Durch Qigong etwa wird der Körper besser und effektiver durchblutet (Bildung von Mikroblutgefässen), was auch für die Knochen gilt.

Alexander Patjomkin
00
23.10.2011, 14:25
Wenn man die Gesundheitsstatistiken jahrelang beobachtet und ein bisschen rechnet kommt man auf Verblüffendes..

aus 8 Millionen Österreicher haben 10 Millionen irgenswelche ziemlich schwere Krankheit. Auch wenn einige ja mehrere haben können...

wissen ist macht!
00
26.10.2011, 08:49

dummer zynismus!

Alexander Patjomkin
00
27.10.2011, 21:59
man soll nicht nur lesen, sondern auch denken...

und zwar längere Zeit hindurch. Dann sieht man die Sachen anders.. Aber wurscht, ich will niemanden überzeugen, nur meine Beobachtungen mitgeteilt..

inness robins
00
20.10.2011, 08:20
Knochendichte

Mangelnde Knochendichte muß nicht Osteoporose bedeuten-kommt so aber so im Bericht nicht rüber.

Birgit 68
00
28.10.2011, 12:08

die einen brechen sich die Knochen, die anderen nicht. Osteoporose haben sie aber trotzdem beide!

lilian
00
20.10.2011, 12:13
können sie das genauer erörtern, dass geringe

knochendichte nicht zwangsläufig osteoporose bedeuten muss ? wäre interessant, wie man den unterschied feststellt.

zb
01
19.10.2011, 20:43
süßes Foto!

Liebe Red.!
Beim Röntgen handelt es sich um das Bilde eines Kinderknies! Also eher noch Knochenaufbau, als Abbau.

triage
01
19.10.2011, 19:49

Am Röntgenbild eines Kleinkindes wird man die Osteoporose nicht erkennen, liebe Redaktion!

otto strammer
01
20.10.2011, 08:42
Jein

Die Bilder zeigen eine Becherform der Metaphysen - wie bei Rachitis.....also knapp daneben.

Birgit 68
00
28.10.2011, 15:20
Weich=Spröde?

Rachitis rührt per Def. von einem Vitamin D-Mangel her und nicht von einer Osteoporose, ansonsten sollte man sich die Frage stellen, warum man nicht schon längst auf die Idee gekommen ist, bei allen O.-Patienten den Vitamin D-Spiegel zu kontrollieren und gegebenenfalls zu substituieren.

triage
00
21.10.2011, 10:23

Naja, als knapp würd ich das nicht unbedingt bezeichnen. Da liegen im Schnitt 50 Jahre dazwischen.

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