"IME", Index für Menschliche Entwicklung

Gastkommentar | 19. Oktober 2011, 10:18

Sieben konkrete Auswege aus der Weltwirtschaftskrise - Von Johan Galtung

Wir erleben, wie die Protestwelle gegen den Kasino-Kapitalismus anschwillt, der eine Reihe von Wirtschaftskrisen und eine Vertiefung der Kluft - innerhalb der Länder und zwischen ihnen - zwischen Arm und Reich verursacht hat. Kürzlich inspirierte der Arabische Frühling Massenproteste in Israel, dann die "Besetzt-Wall-Street"-Bewegung, die sich jetzt von den USA aus, in Europa, Japan und Korea ausbreitet, bisher allerdings nur als Protest, ohne auf kohärente und konkrete, von den Medien als solche erkenntliche, Lösungsvorschläge für die Überwindung der gegenwärtgen Situation zu pochen.

Konfliktanalyseansatz

Als Vertreter der NGO "Transcend International" wende ich hier den uns eigenen Konfliktanalyseansatz der Diagnose, Prognose und Therapie an, um sieben konkrete, einer Lösung dieses Konfliktes globalen Ausmaßes zuträglichen, Forderungen zu artikulieren.

Soziale Ungleichheit

Zunächst eine Diagnose: Gesellschaften und die gesamte Welt leiden offenkundig an zunehmend pathologischen Ausprägungen sozialer Ungleichheit. "Die unteren 90%" - eine interessante Kategorie aus den USA! - haben ein jährliches Familieneinkommen von rund 31 000 $, während die obersten 0,1 Prozent ihr Einkommen in mehreren Millionen messen. Eine der Folgen ist, dass es nicht genug Kaufkraft in der Gesamtbevölkerung gibt, damit sich die Räder der Realwirtschaft drehen, es gleichzeitig aber überschüssige Liquidität an der Spitze der Pyramide anstaut, wodurch sich allmälich die Finanzwirtschaft überhitzt hat. Am Grunde der Gesellschaft leiden, nicht nur in der sognannten "Dritten Welt" Menschen und verhungern sogar: In der Welt sind es täglich 37 000 (es waren einmal 25 000). Dieses nicht nur moralisch sondern auch rational bedenkliche Ungleichgewicht zwischen Finanz- und Realwirtschaft hat es in sich das gesamte Wirtschaftssystem zu zerstören.

Kernerkenntnis: es ist erst der Anfang der Krise

Nun eine Prognose: Drei konstruierte Blasen in den USA stehen kurz vor dem Platzen. Erstens: der oben geschilderte Widerspruch zwischen einer politisch sanktionierten galoppierenden Finanzwirtschaft auf Kosten einer stagnierenden Realwirtschaft. Zweitens: der Widerspruch zwischen der übermäßigen (nicht öffentlich bekanntgegebenen) Geldmenge, die gedruckt und zirkuliert wird, und dem realen Wert, den diese Geldmenge widerspiegeln soll. Und drittens: Der Widerspruch zwischen der Pflicht des Schuldendienstes - Zinszahlungen an die reichen Eigentümer der Regierungsanleihen - und der Fürsorgepflicht am Menschen - öffentliche Zahlungen für lebensnotwendige Güter wie Gesundheitsfürsorge, Bildung, Wohlfahrt und Infrastruktur. Eine Kernerkenntnis ist, dass wir noch am Anfang dieser Krise stehen. Eine Halbierung der riesigen Militärausgaben in USA und Griechenland könnte unmittelbare Problembearbeitungsfreiräume schaffen und weiterhelfen, ist aber unwahrscheinlich. Die USA werden wahrscheinlich, ebenso wie dies im Jahr 2002 für das hochverschuldete Argentinien zutraf, zu einer starken Abwertung gezwungen sein.

Viele kleine Banken

Vorschläge zur Therapie: Die grundlegende Therapie bestünde darin, ein umsichtigeres Gleichgewicht zwischen Entschuldung, Wachstum und Verteilung herzustellen, dass maßvoll zwischen einer Rettung - auf dem Wege einer Entschuldung durch Dritte - und einem Stimuluspacket für die Realwirtschaft zu tarieren wüsste. Dies bedeutete zugleich einen ausgleich zwischen den Eliten und der zu Recht aufgebrachten Zivilgesellschaft herstellen.

Die Politiker der USA sind nun mal im politischen Tagesgeschäft empfänglicher für die Wünsche der Unternehmen, die bekanntlich ihre Kampagnen finanzieren, als für die Wünsche ihrer Wähler, die erst im Zuge der nächsten Wahlen berücksichtigt werden müssen. Das ist de facto eine Herrschaft der Unternehmen und nicht des Volkes. Keine Demokratie! Obama ignoriert die Wähler und hilft seinem Haupt-Geber Goldman-Sachs unverhohlen aus der Klemme. Besser als "zu groß, um Pleite zu machen" wäre "zu groß, um fortzubestehen": Nicht wenige große, sondern sehr viele kleine Banken wären angesichts der gegenwärtigen Sachlage die angemessene Antwort!

Sieben konkrete Vorschläge zur Beendigung der Krise

  1. Die Zivilgesellschaft sollte so viele kleine Sparkassen wie möglich einrichten, die Investitionskredite anbieten welche durch ihr Eigenkapital gedeckt sind und die nicht für Spekulationszwecke zur Verfügung stehen. Die großen Banken werden das zu verhindern versuchen, daher werden Gruppen von kleinen Banken Kooperativen zur gegenseitigen Unterstützung bilden müssen. In der Regel sind Investitionen an bestimmte Unternehmen gebunden, während Spekulationen ausschließlich ungebunden nach Profit streben. Damit die Produktion in Gang kommt, ist aber langzeitiges Engagement notwendig. Das steht im Gegensatz zum gegenwärtig priorisierten Erzielen von kurzfristigem Profit. Wir können in diesem Zusammenhang wesentliches vom islamischen Bankenwesen lernen: Dort wird das Ausleihen von Geld auf 30% der Kapitalreserven einer Bank beschränkt.
  2. Die Zivilgesellschaft sollte verantwortungslose und unprofessionelle Banken, die Kredite anbieten, die ihre eigenen Kapitalreserven bei Weitem überschreiten, boykottieren und auflisten. Transparenz hieße, Banken nach ihrem Verantwortungsbewusstsein einzustufen und würde auch bedeuten Indikatoren zur Bezifferung der Bonusse der Führungskräfte zu veröffentlichen. Diejenigen Banken, welche am schädlichsten wirtschaften, verdienen es, zugrunde zu gehen, um damit vielen kleineren den Weg zu ebnen. Island ist aus seiner Finanzkrise herausgekommen, indem es große, verantwortungslose Banken zugrunde gehen ließ. Die Wähler haben sich zweimal geweigert, sich selbst, die Bevölkerung Islands, zu Geiseln der Kredite für diese Banken machen zu lassen. Die Gläubiger müssen selbst für ihre Rücksichtslosigkeit zahlen, wenn sie ebenso rücksichtslosen unprofessionellen Bankkaufleuten Kredite eingeräumt haben.
  3. Verantwortungslose Bankkaufleute sollten für einige Jahre oder lebenslang von ihrer Berufstätigkeit ausgeschlossen werden, so wie es bei Ärzten im Fall von schwerwiegender Fehlbehandlung der Fall ist.
  4. Man sollte Hausbesitzern, die ein Darlehen aufgenommen haben, das vernünftige Rückzahlungsmöglichkeiten nicht überschreitet, wenn nötig, aus der Klemme helfen und nicht wie bisher verantwortungslosen Banken. Das würde bewirken, dass viele Zwangsvollstreckungen nicht ausgeführt würden. Die Zivilgesellschaft sollte Betroffene in diesen Situationen schützen, und kann zu diesem Zweck wesentliches aus den Mitteln des gewaltfreien Widerstands lernen. Seit dem Beginn des Arabischen Frühlings erfreuen sich diese Methoden gewaltlosen Widerstands wachsender medialer Aufmerksamkeit. Diese auf Gandhi zurückzuführenden Methoden, sind in vielerlei Hinsicht für die gegenwärtige Krise durchaus angezeigt.
  5. Das Schwergewicht sollte auf das Lindern der Leiden der unteren gesellschaftlichen Schichten gelegt werden. Das sind häufig Minoritäten, Ältere, Frauen und Gebrechliche. Das Elend zu lindern hat existentielle Priorität, das Primat des Wirtschaftswachstums muss sich dem nun allmälich nachordnen. Gebraucht werden nicht nur erschwinglichere Häuser sondern darüber hinaus auch Landwirtschafts-Kooperativen, die moderne, dreidimensionale Agrarverfahren der Nahrungsmittelproduktion in Hydrokulturen anwenden und die in räumlicher Nähe zu den Verbrauchern liegen. Die Böden dürfen nicht wie bisher weiter durch Kunstdünger und Erosion zerstört werden. Notwendig sind auch Polikliniken/Stadtkrankenhäuser mit häufig benötigten, auch generischen Arzneimitteln, Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten die auch pensionierte Professoren involvieren anstelle überzogener Studiengebühren, die nur wenige aufbringen können.
  6. Die unteren Schichten müssen schlicht angehoben werden, indem man die den Grundbedürfnissen der Bedürftigsten nachkommt. Die Gemeinden, nicht die einzelnen Individuen, müssen durch die Zusammenarbeit des privaten, öffentlichen, zivilgesellschaftlichen und technischen Sektors angehoben werden. Man muss auf dem Gebiet der Erfüllung der Grundbedürfnisse Kleinunternehmen großzügige Kredite gewähren und die Selbstständigkeit der Bedürftigsten unterstützen. Wenn sie sich selbst geholfen haben, werden sie die Kredite zurückzahlen, ihre Kaufkraft wird gestärkt und durch ihre Anzahl werden sie die Wirtschaft im Allgemeinen anregen. In diesem Zusammenhang kann man durchaus etwas vom chinesischen "Capi-Communism" Wunder lernen. Durch die daoistisch konzipierte Integration von kapitalistischen und kommunistisch orientierten Wirtschaftsstrategien zu einer Politik des "Capi-Communism", konnte der Lebensstandard und die Kaufkraft der Ärmsten in der chinesischen Gesellschaft zwischen 1991 und 2004 derart angehoben werden, dass 400 Millionen Menschen aus der bitteren Armut in die untere Mittelschicht gehievt wurden. 2009 hat die Volksrepublik China Deutschland als Exportweltmeister überholt, obgleich 60% des chinesischen Wachstums auf einer starken inländischen Nachfrage basieren. China hat den Westen im wirtschaftlichen Wachstum übertroffen indem es der Bedarfsbefriedigung der Bedürftigsten eine ähnlich hohe Bedeutung beigemessen hat, wie dem Wachstum. Nur wen wir bereit sind davon zu Lernen, können wir den Lauf der Geschichte zu unserem Vorteil wenden. Ich habe gute Gründe daran zu zweifeln, dass unsere Entscheidungsträger Lektionen des islamischen Bankensystems und des chinesischen "Capi-Communism" zu imitieren gewillt sind. Womit ich beim siebten und letzten Punkt angekommen wäre.
  7. Blanko- und Leerverkäufe, aber auch Blanko- und Leerkäufe auf Börsen, sind destabilisierend und haben sich mehrfach als Gift für die Wirtschaft erwiesen. Sie sollten von daher gleichsam unter Strafe gestellt werden.

Wir werden vom BIP terrorisiert

Langfristig ginge es darum den Schwerpunkt der gesamten Wirtschaft vom materiellen Wachstum auf Gesundheitsfürsorge, Bildung und die Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse verschieben. Wir wurden und werden vom BIP terrorisiert, das absurderweise durch jede Krankheit und jeden Unfall steigt aber durch die Bewahrung der Natur sinkt. Der Sinn, sollte sich nicht wie gegenwärtig aus Umsatz und Profit ergeben, sondern aus dem erfüllten menschlichen Leben! Wir müssen dezidiert zum IME, dem Index für Menschliche Entwicklung, umschalten. Wir müssen ein langes Leben voller Kreativität, Liebe und Freude und niedriger Sterblichkeit fördern! Wir müssen aufhören, ältere Menschen in Rentner-Ghettos einzusperren und uns über das Altern der Bevölkerung zu beklagen. Damit schließen wir die - gelegentlich durchaus vorhandene - Weisheit des Alters aus, die ein Gleichgewicht zur Jugend herstellen kann.

Inkompetenz und Gier nicht weiter belohnen

Zusammenfassend: die unteren Schichten durch Stimuli anheben; denen, die es am schlimmsten getroffen hat, aus der Klemme helfen; inkompetente Institutionen durchaus untergehen lassen. Zurzeit werden nicht nur Inkompetenz und Gier durch Hilfsgelder belohnt, sondern sie werden auch noch gefördert und stimuliert. Dabei lässt man zu, dass die unteren Schichten leiden und noch weiter absinken. Das kann und wird auf die Dauer nicht gut gehen. Dieser Beitrag zum öffentlichen Ringen nach Lösungen, formuliert sieben sehr konkrete Problembearbeitungsvorchläge, die im jetzigen Stadium dieser weltumspannenden wirtschaftlichen Konfliktformation noch wirkungsvoll eingesetzt werden können. (Johan Galtung, derStandard.at, 19.10.2011) Deutsch von Ingrid von Heiseler.

Autor

Prof. Johan Galtung, Ehrenpräsident des Galtung-Institutes für Friedenstheorie und Friedensforschung und Rektor der TRANSCEND-International Peace University, ist Autor des Buches "A Theory of Development". Er wird am 20. Oktober 2011 als Keynote Speaker beim Elevate Festival in Graz dabei sein.

 

Kommentar posten
13 Postings
Dusty Bottoms
00
20.10.2011, 07:53

100 % d'accord!

Laín Coubert
00
19.10.2011, 16:10
gute Ansätze, aber nicht in diesem Geldsystem!

warum sollten die Eliten, die vom jetzigen System extrem profitieren, was ändern?

Änderung wird nur mit anderm, evtl. kommunalem Geld möglich - bottom up, grassroots mässig.

kerstin stiege
00
20.10.2011, 07:32
so wie es aussieht, werden die eliten nicht mehr lange im westen bleiben. ich bin gerade beruflich in qatar und fliege morgen weiter nach mumbai. in den emerging countries, DA bewegt sich was, die leute haben einen viel niedrigeren lebensstandard als

in europa und trotzdem freuen sie sich über jede auch noch so kleine verbesserung.

ich denke das ist auch das problem im westen: selbst die unterschicht geniesst einen sehr hohen lebensstandard, ist aber trotzdem unzufrieden weil es ohne eigenanstrengung keine merkbare verbesserung mehr geben kann.

deshalb liegt die zukunft in den emergin countries, die eliten im westen werden abwandern (ich bereite meine emigration bereits konkret vor) und die linken im westen werden plötzlich draufkommen, dass das geld nicht vom himmel fällt. es wird nicht europa sein, das der welt seine spleens aufdiktiert sondern es werden die eliten der emergin countries sein, die den ton angeben. und der wird 'etwas' rauer sein als gewohnt.

europa ist am ende :)

QUANTUM
00
21.10.2011, 07:00

europa ist nicht am ende sondern weiter. die emerging markets haben diese wegstrecke noch zurückzulegen (emerging!)

europa muß vordenken kann nicht abkupfern und soll es auch nicht, europa muß entwickeln und sich entwickeln.

Laín Coubert
00
20.10.2011, 22:04
klar ist derzeit der "Westen" im Abstieg begriffen und der Asien im Aufschwung, nur global gesehen erleben wir heute die Symptome eines Peak Oil/ Peak Everything...

..und diese übergeordneten Trends sind mit dem derzeitigen Geldsystem, das ohne Wachstum zusammenbricht, nicht vereinbar.

Heute erleben wir die ersten Symptome dieser - quasi physikalischen - Diskrepanz, da mag Asien ruhig noch ein paar Jahre Aufschwung haben, die globale Ressourcenknappheit wird dadurch nur beschleunigt.

Abgesehen davon wäre ich mir nicht sicher den aktuellen konsumistischen/ materialistischen Wahnsinn tatsächlich als Fortschritt zu bezeichnen - eher als Fort-schritt, fort vom lebenswerten Leben.

However, längerfristig scheint mir unter Berücksichtigung obiger Trends Europa der sicherere Hafen zu sein: stabile, regionale Versorgung mit Lebensmitteln/ Wasser, Klima, weniger Überbevölkerung usw...

ende = neuer anfang ;-)

Erwin Wolfram
00
19.10.2011, 16:05
...

... aber ge die Fekter hat ja gesagt wir leben in Vollbeschaeftigung nachdem sie die Armen aus dem Leben entfernen liess... wird denn das gar nicht beruecksichtigt duch die reporter?

O5
40
19.10.2011, 15:22

"Eine der Folgen ist, dass es nicht genug Kaufkraft in der Gesamtbevölkerung gibt, damit sich die Räder der Realwirtschaft drehen, es gleichzeitig aber überschüssige Liquidität an der Spitze der Pyramide anstaut, wodurch sich allmälich die Finanzwirtschaft überhitzt hat."

Gibts wirklich Leute die diesen BS glauben?! ;-)))

Da wundert es mich nicht dass dieser Typ seine Bücher in dem von ihm selbst gegründeten "Universitäts"-Verlag veröffentlichen muss ;-)

QUANTUM
01
21.10.2011, 07:01

trollen sie weiter

Toxo Logic
 
10
19.10.2011, 13:37

Viele gute Ansätze aber keine Lösungen.
Indem man China mit seiner Diktatur, seinen Menschenrechtsverletzungen, seinen Wanderarbeitern und mit dem weltweit größten Unterschied zwischen Arm und Reich als nachahmenswertes Beispiel darstellt, disqualifiziert das den ganzen Artikel.
Übrigens sind bei Island europäischen Steuerzahler, über die Einlagenhaftungen, die Leidtragenden gewesen und ausgestanden ist das für Island noch lange nicht.

Lass Mischma-Gugge
00
22.10.2011, 17:51
China: Galtung in der Financial Times Deutschland

Johan Galtung Das ist auch genau das, was der Westen von China lernen muss. Es gibt keine reine Lehre, wie nur Kapitalismus und nur Kommunismus. In allem gibt es Widersprüche. Der einzige Mensch ohne Widersprüche ist eine Leiche. Es ist Teil der chinesischen Kultur, Gegensätze miteinander zu verbinden und dadurch aufzulösen. Und das ist ein richtiger Weg. FTD Ist China auch politisch ein Modell? Johan Galtung Das Problem ist, dass die Chinesen etwas ablehnen, was für den Westen Kern einer Demokratie ist: Nämlich, dass es Parteien gibt und dass regelmäßig gewählt wird. Dies ist in China kulturhistorisch begründet. Vor diesem Hintergrund kann ich das nachvollziehen, aber nicht unterstützen. regelmäßige Kontrollen sind wichtig und nötig.

Lass Mischma-Gugge
10
19.10.2011, 15:33
Gleich das Kind mit dem Badewasser ausgekippt wa

nenene... sehe ich überhaupt nicht so. Nach Ihrem Denkmuster müsste ich ja alles verwerfen, was die USA an guten Dingen machen, nur weil sie über 600 000 Irakis getötet haben und vor 50 jahren als einzige die Atombombe auf menschliche Großsiedlungen abgeworfen haben. Ne. Tut mir Leid. Der Weltentwicklungsbericht hebt genau diese Glanzleistung Chinas hervor. "Gemäß der Millenniumentwicklungsziele soll bis zum Jahr 2015 die Zahl der Armen, die von weniger als einem Dollar am Tag leben, halbiert werden. Chinas bemerkenswertes Wirtschaftswachstum hat einen großen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels geleistet: Von 1981 bis 2001 hat sich der Anteil der Armen an der chinesischen Bevölkerung von 64 Prozent im Jahr 1981 auf 17 Prozent verringert."

naihoit
01
19.10.2011, 10:58
Wirklich überlegenswerte Ansätze.

Wieso hat man z.B. bei der sog. Immobilienblase den Banken Geld gegeben und nicht den Hausbesitzern?
Die hätten ihre Häuser noch und die Banken hätten nicht gerettet werden müssen.
Weil die Verursacher dieser Blase, also die US-Banken diese Schundpapierln längst an europäische Banken verkauft haben und europäische Regierungen halt lieber an heimische -wenn auch blöde- Banken zahlen als an US Häuselbauer?
Hätten die Ami ihre Häuselbauer unterstützt wären unsere Banken nicht in Schieflage gekommen.
Selbst, wenn Europa mit gezahlt hätte wäre das vermutlich weit billiger gekommen.
Aber dann hätten wohl die Falschen Geld bekommen bzw. zehlen müssen.
Wozu brauchen wir noch Politiker?
Die Entscheidungen treffen doch längst andere.

ilse kleinschuster
 
00
20.10.2011, 16:15
ist das in Stein gemeisselt: "Die Entscheidungen treffen die anderen"...?

Haben sie so wenig Vertrauen in sich selbst? Ehrlich gesagt nach all dem was in den letzten Jahren so passiert ist, hab' ich mehr Vertrauen in mich als in Banker und Politiker - am ehesten trau' ich noch manchen meiner Mitmenschen, jenen nämlich die z.B. wissen wollen, warum das BIP durch Krankheit oder Unfälle steigt, aber durch die Bewahrung der Natur sinkt! - meine Hoffnung liegt bein ihnen, den sg. engagierten Bürgern, der initiativen Zivilgesellschaft, die sich informiert bevor sie so daherredet und nachplappert was sie in Massenblättern liest - Wenn sie dahzugehören wollen, kommen sie zur 9.Konferernz der IZ, wo's genau um dieses Thema gehen wird - www.initiative-zivilgesellschaft.at

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