Generation Y

Qualifiziert, anspruchsvoll, auf der Suche nach Spaß

Max Daublebsky, 26. Oktober 2011, 17:00

X ist out, die neuen Berufseinsteiger heißen Generation Y - Aber wer ist das und was unterscheidet sie vom Rest der Welt?

Sie sind jung, zielstrebig, anspruchsvoll und haben gerne Spaß. Die Work-Life-Balance ist ausschlaggebend für ihre Job-Wahl und der Umgang mit Internet, Smartphone und Social Media ist für sie selbstverständlich. Ihren Vertretern, auch "Millenials" genannt, wird eine hohe Qualifikation zugesprochen, die bei Vorstellungsgesprächen auch schon einmal zu einer gewissen Überheblichkeit führen kann. Die Generation Y ist Anfang bis Mitte 20 und gerade dabei, die Arbeitswelt zu übernehmen und die Unternehmenskultur zu verändern. Man scheint zu wissen, dass man gebraucht wird, und nützt dies auch gerne aus. So zumindest das Bild, das medial transportiert wird.

Aber was sagen die Unternehmen dazu? Werden die Personalabteilungen wirklich von der Generation Y überrannt? derStandard.at hat bei zwei von Studienabgängern besonders beliebten Arbeitgebern nachgefragt.

"Man muss sich auf die neue Generation einstellen"

Bei Microsoft scheint die Generation Y schon angekommen zu sein. "Sie sind Gegenwart und Zukunft. Um als Arbeitsplatz attraktiv zu bleiben, müssen wir uns auf die veränderten Bedürfnisse einstellen", beschreibt ein Sprecher des Softwareentwicklers den Umgang mit seinen jungen Mitarbeitern. Die Generation Y sei anders gestrickt und erwarte von vornherein eine gewisse Unternehmenskultur. Die "neue Welt der Arbeit" zeichne sich durch flache Hierarchien, aber auch durch die Einbeziehung neuer Technologien wie etwa Social Media, aus. Da sieht man die "Ypsiloner" bei Microsoft auch im Vorteil gegenüber ihren älteren Kollegen: "Sie sind mit dem Internet aufgewachsen, daher ist der Umgang damit für sie völlig natürlich".

Natürlich habe die Generation Y ein besonders großes Selbstbewusstsein, sei frech und forsch, heißt es aus dem Unternehmen. Keinesfalls möchte man aber auch älteren Mitarbeitern diese als durchaus positiv angesehenen Eigenschaften absprechen. "Unabhängiges Denken ist viel mehr eine Frage des Zeitgeists als des Alters. Heute sagt man seine Meinung einfach viel offener, als es vor 30 Jahren der Fall war". Nicht auf alle ihnen zugeschriebenen Attribute haben die "Millenials" also auch ein alleiniges Vorrecht. Am wichtigsten seien aber bei allen Unterschieden und Ähnlichkeiten die funktionierende Zusammenarbeit unabhängig von Altersdifferenzen. Die Diversity im Team sei wichtig, die Mischung aus Erfahrung und Neugier.

Generation Y als Label

Siemens Österreich ist bei Studienabgängern genauso wie Microsoft ein gefragter Arbeitgeber. Allerdings kann man hier bei den heutigen Berufseinsteigern keinen grundlegenden Unterschied zu den Generationen davor erkennen. Die Generation Y ist einfach ein "Label", meint ein Unternehmenssprecher dazu. Natürlich sei man immer auf der Suche nach neuen, hoch qualifizierten Mitarbeitern. Auch gegenüber deren Einfluss auf die Unternehmenskultur ist man durchaus offen und positiv eingestellt, dies sei aber schon immer so gewesen.

Zeitgeist bestimmend

Ob nun die Generation Y als Gesamtphänomen auftritt oder ob sie eher als Label dient: In vielen österreichischen Unternehmen verweist man darauf, dass Berufseinsteiger  immer wichtige Impulse zum Alltag und der Kultur an den jeweiligen Arbeitsplätzen beitragen. Die Unternehmen müssen sich in jedem Fall an den Zeitgeist anpassen, starre Hierarchien überdenken und das Thema Work-Life-Balance neu definieren. Denn die neuen Mitarbeiter wollen nicht nur Familie und Karriere vereinbaren und genug verdienen sondern auch Spaß haben und sich im Job weiterentwickeln.

Laut Definition des Beratungsunternehmens Deloitte ist die Generation Y "Powerhouse of the Global Economy", die schneller Verantwortung übernehmen will als die Generationen davor, dafür aber auch bereit ist sich großen Herausforderungen zu stellen. Nur arbeiten um zu leben, aber auch umgekehrt, nur leben um zu arbeiten - beides funktioniert in diesem Kontext nicht. (Max Daublebsky, derStandard.at, 27. Oktober 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 52
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aculus populus
 
00
20.11.2011, 15:47
so viel leeres geschwaffel

in so wenig text einzuarbeiten ist kunst pur! kompliment

Cuchullain
01
2.11.2011, 19:38
"... ist die Generation Y [ ... ], die schneller Verantwortung übernehmen will als die Generationen davor,..."

Verantwortung wollen sie gerne übernehmen, damit der eigene Name öfter auf Memos oder Organisationsschemata stehen; sie wollen aber bloß nichts Substanzielles arbeiten.

Cuchullain
00
2.11.2011, 19:27
"... besonders großes Selbstbewusstsein, sei frech und forsch, heißt es aus dem Unternehmen."

Früher nannte man diese Leute "Schnösel".

Reginald Földy schrieb dazu das passende Buch "Alleswisser und Nichtskönner"!

. spectator
01
31.10.2011, 08:39

Was ist denn das für ein völlig sinn- und inhaltsentleertern Artikel? Sagts mir bitte nicht, dass der Herr Daublebsky dafür auch noch Geld bekommt.

B.P.
00
31.10.2011, 23:27
bleibt nur zu hoffen...

... dass diese Generation nicht ebenso sinn- und inhaltslos wie dieser Artikel ist...
von aufstrebend erkenn ich jedenfalls nichts...

mozi1
00
31.10.2011, 17:32
Danke für Ihren Beitrag!

Der obige Artikel ist echt grauslig,
erst wollte ich daraus zitieren, aber zu den vielen peinlichen Zeilen reicht der Platz hier nicht!
Die zweite und dritte Welt kämpft gegen ihre Armut
und die Dritte verdrängt (mit Hilfe des Autors) die Probleme ihrer Randgesellschaft mit Hilfe von inhaltslosen Phrasen vermeintlich Aufstrebender.
*würg*
Das könnte man nicht einmal karikieren, zu gut wäre die Vorlage :(

dieter tafel
02
27.10.2011, 16:45

Also wenn ich mir die "neue Generation" so ansehe bei uns, ist das entweder die Generation "verdient nicht wirklich was und ist schnell weg"-recht haben sie.

und die, die gut verdienen burnen relativ schnell(inklusive Herzinfarkt und Tod) aus und reden auch schon beim Einstellungsgespräch bereits von "ausreichend Zeit für Hobbies und Freizeitinteressen".

Jo die Zeiten sind nicht gerade lustig.

Aldi Kaida - Ihr Terrorismusdiskonter
02
27.10.2011, 16:31
Was sich geändert hat, sind die Ansprüche...

Frühere Generationen erwarteten sich Sicherung der Lebenserhaltung/des Überlebens, weniger offensichtlich auch die Sicherung des sozialen Status, etc.
Heutzutage erwarten wir von einem Job beinahe die Befriedigung aller Ebenen der maslow'schen Bedürfnispyramide. Ein Job soll nicht nur viel Geld bringen und hohen Status haben, er soll auch meine sozialen Bedürfnisse befriedigen, in meinen Lebensplan passen und meine ideellen Bedürnisse befriedigen. (z.B. mir am Besten noch erlauben, mich während meiner hochbezahlten Arbeitszeit in Sozialprojekten zu engagieren, etc.)
Wir suchen in (und Erwarten von) unserem Job/Arbeitgeber, dass er sich unserem Lebensplan/Berufung anpasst.
Grundsätzlich gut (vielleicht auch ein Wohlstandsphänomen,...

Ein Mann
01
27.10.2011, 17:20

Der ganze Wettbewerbsdruck ist einfach ein vollkommen anderer als früher - das verstehen viele alte nicht. Die können sich auch nicht vorstellen, dass z.B. Leute mit Matura nicht mehr automatisch den nächsten guten Job bekommen, wenn sie einer nicht mehr freut.
Die heutige Pensionistengeneration will auf ihre Pensionen auch noch mehr als den Inflationsausgleich - wofür bitte, wer soll das zahlen?

da Novak
04
27.10.2011, 16:13
Wieder mal der übliche “neue Zeitgeist“-Artikel

und wieder mal höchst verzichtbar. Soziologie aus der NEWS-Redaktion

cannery row
00
27.10.2011, 15:53
Aber wer ist das und was unterscheidet sie vom Rest der Welt?..

das ist leicht: studienabschluss mit 22, vier jahre berufserfahrung mit 23, oberes management mit 27, herzinfarkt mit 30, golden handshake mit 38. und dann die paar jahre bis zum pensionsantritt mit 70 runterbiegen. have fun!

mikromalist
 
00
27.10.2011, 15:53
I want to have it ALL

and I want to have it NOW.
Das scheint mir nicht so daneben, wie es klingt.

Die Neugier und die Offenheit, die dazu notwendig ist, kann mitreissend sein.
Nach der Reissbrettgeneration mit ihrer Konzeptionswut ist die Generation naiver Innovation erfrischend, IMO.

Abodroc
00
27.10.2011, 16:19
das hat sich die reissbrettgeneration aber nicht ausgesucht

und die wäre auch gern ein bischen offener, weniger konzeptionswütig weniger angepasst und "flacher" gewesen ;)

ist doch gut wenn die jungen die früchte ernten können wo die älteren das feld lange beackern mussten damit es in diese richtung geht!

mikromalist
 
01
27.10.2011, 16:24
Das beurteile ich als 65jähriger

Unternehmer einfach anders. Die Y Gen Mitarbeiter/innen sind Jungbrunnen.
Wenn ich an die Organisationen zurück denke, als ich "25" war.

Ruodlieb von der Vläntsch
01
27.10.2011, 15:24

wenn "hohe Qualifikation" jetzt schon durch den selbstverständlichen "Umgang mit Internet, Smartphone und Social Media" nachweisbar ist, dann freu ich mich auf die ausrufung der generation z. danach kommt dann nämlich garnichts mehr.

Steverino
00
27.10.2011, 14:56
Und schon wieder eine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird!

Konsumtrottel 2.0
05
27.10.2011, 13:30
generation xyz bullshit

Stefan Lindemann
04
27.10.2011, 12:56
Nichtssageder Artikel

danielle durands schatten
28
27.10.2011, 12:08
"frech"

haha, die trauen sich doch nicht mal, was unanständiges bei facebook zu posten, weil das ja beim nächsten vorstellungsgespräch unangenehm auffallen könnte. aber man hat ja nichts zu verbergen, und wir schätzen die neue, offene kommunikationskultur der heutigen unternehmen, nicht wahr?

Cuchullain
00
2.11.2011, 19:43
"... offene kommunikationskultur der heutigen unternehmen..."

Sie vergaßen "wertschätzend" in dem Satz:
MUHUHU HA HA!

Kinkidra
00
27.10.2011, 13:39

"die trauen sich doch nicht mal, was unanständiges bei facebook zu posten". Es gibt einen Unterschied zwischen "frech" und "dumm". Gerade die Jungen wissen heute, dass das Netz nicht vergisst, und dass einen die Inhalte, die man dort zum besten gibt, irgendwann einholen können. Dass man sich nicht sehenden Augen in soclhe Fallen wirft, hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun ob man frech ist, sondern mit Vernunft. Abgesehen davon würde ich nicht sagen, dass der "Mut" was Unanständiges zu posten tatsächlich so toll ist.....

biberkopf
04
27.10.2011, 11:55
an ihren bildern sollt ihr sie erkennen

http://img252.imageshack.us/img252/77... nled1p.jpg

Erisian Liberation Front
33
27.10.2011, 11:39
Auf der Suche nach Spaß

Sieht dann so aus, daß der Bewerber bei einen Vorstellungstermin um 8 Uhr so gegen 8.45 Uhr ein Mail schickt und mir mitteilt, daß er eher ein Mittagessen, mit Lokalvorschlag im Grand Hotel, auf meine Kosten vorschlagen würde und ich ihm dann ja erklären könne, warum ich ihn unbedingt anstellen will.
Er hat zwar nicht die gefordeten Kenntnisse, aber wenn ich ihm eine Perspektive für einen raschen Aufstieg und entsprechende Bezahlung biete, dann würde er diese Kenntnisse schon, auf Kosten der Firma, Vorschlag einer Managementschmiede in der Nähe von Paris, aneignen.

Ich hoffe nur, er hat sich beim erfolglosen Warten auf mein Eintreffen nicht zusehr gelangweilt.

Schlecht gebildet und arrogant ist keine gute Kombination.
Spaß hin oder her.

dieter tafel
03
27.10.2011, 16:39

da wurde jemand wohl vera....

Angela Engel
02
27.10.2011, 16:04

Ich glaube, da hat Sie jemand hübsch durch den Kakao gezogen.
Könnte es sein, dass Sie vorher ein Inserat mit arroganten Anforderungen geschalten haben und jemand wollte Sie darauf hinweisen?

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