Georg Krakow

Ex-Bawag-Ankläger wechselt die Seiten

18. Oktober 2011, 18:07

Der Staatsanwalt und Kabinettschef von Ex-Justizministerin Bandion-Ortner geht zur Anwaltskanzlei Baker & McKenzie

Wien - Der frühere Bawag-Ankläger Georg Krakow (45) wechselt die Seiten und geht vom Staatsdienst in die Privatwirtschaft. Krakow war als Vertreter der Anklage im Bawag-Prozess bekanntgeworden und an der Seite der Bawag-Richterin Claudia Bandion-Ortner ins Justizministerium eingezogen - sie wurde Justizministerin und er Kabinettschef. Der bei vielen als "Graue Eminenz" geltende Jurist verlässt nun rund ein halbes Jahr nach dem Abgang von Bandion-Ortner auch das Ministerium.

Krakow geht zur internationalen Anwaltskanzlei Baker & McKenzie, wo er als Experte für Wirtschaftsstrafrecht im Wiener Büro das Compliance-Team verstärken soll. Dies teilte die Kanzlei heute in einer Aussendung mit und bestätigte damit vorherige Medienberichte. Der Jurist ließ sich vom Justizministerium karenzieren, erklärte er.

Seine berufliche Laufbahn hatte Krakow als Möbeltischler bei Kika begonnen, danach wechselte er in die Rechtsabteilung des Konkurrenten Lutz und trat als Geschäftsführer in die ARL-Leasing GmbH ein, ein Unternehmen im Naheverhältnis zur Lutz-Gruppe. In die Justiz kam er als Spätberufener erst 1998. Er begann als Richteramtsanwärter im Staatsdienst, wurde 2002 Richter und wechselte dann in die Wirtschaftsgruppe der Staatsanwaltschaft Wien. Dort bearbeitete er zahlreiche Fälle wie z.B. die Causen Parmalat, AMIS sowie BBAG und schließlich Bawag . Nach dem Marathon-Wirtschaftsstrafprozess zog er als Kabinettschef ins Justizministerium ein. (APA)

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15 Postings
monopoly
00
19.10.2011, 10:15
Der Jurist ließ sich vom Justizministerium karenzieren, erklärte er

ich frage mich, in welchem anderen land so etwas möglich ist? unglaublich!

indi mozart
 
00
19.10.2011, 08:54

ein richtiger speichellecker wie er im buche steht. bloed halt das ihm die bandion abhanden gekommen ist und er sich nicht ueberall so beliebt gemacht hat. ein echter ungustl.

Bertel Mann
00
19.10.2011, 07:45
Gibt es eigentlich Infos darüber, wieviele Beamte sich karenzieren lassen, weil sie in die Privatwirtschaft gehen?

Alfred Rotkatholik
02
19.10.2011, 06:44
Und jetzt vielleicht noch Aufträge...

...aus der Justiz erhalten/vermitteln usw. - wie im BMI Fall - es stinkt echt gewaltig in diesem Land. Schaut ihm auf die Finger!

Jack Flash
00
19.10.2011, 08:35
wer verzichtet denn schon ...

auf eine lukrative staatspension .... dann wäre ja die braune halskrause vollkommen umsonst gewesen ...
der ist dieselbe witzfigur wie seine ehemalige chefin (busspur und so....)

Max Kahlenberg
09
19.10.2011, 01:14
"...und geht vom Staatsdienst in die Privatwirtschaft"

"Der Jurist ließ sich vom Justizministerium karenzieren, erklärte er."

Was für eine BANANENREPUBLIK !!!
Wo sonst gibts denn sowas ????????????

Pierre d´Aubusson
05
18.10.2011, 23:43
Freudscher Verleser:

wo er als Experte für Wirtschaftsstrafrecht im Wiener Büro das Complicen-Team verstärken soll

Wie sagt der Gunkl immer: Paasst!

PS: hat schon jemand Flöttls Festplatte gefunden?

el dus
 
00
19.10.2011, 11:49
Die wurde zerlegt und die Platten dienen als originelle Spiegel

im Caritasheim. Humor muß der Mensch haben. Danach suchen ist zwecklos. Zufällig streifte er auf dem Weg zur Caritas an einem ganz furchtbar starken Magnet an.

Pierre d´Aubusson
01
19.10.2011, 12:29

Und jetzt wissen wir, warum Schußwaffen registriert sein müssen.

Bergdolm
00
18.10.2011, 22:20
Wird er jetzt ein Leistungsträger?

.
"Flexibel" war er ja immer - aber gut?

lessismore
01
18.10.2011, 21:55

Na, und das Amtsgeheimnis?

cuibono
016
18.10.2011, 20:37
Warum wird Krakow karenziert?

Herr Krakow gehört vermutlich zu den begabteren Juristen in diesem Land. Ich kann allerdings nicht nachvollziehen, warum er anlässlich seines vermutlich gut dotierten Wechsels in die Privatwirtschaft karenziert und nicht aus dem Staatsdienst entlassen wird. Wenn ich als Nichtbeamter in der Privatwirtschaft meinen Arbeitgeber wechsle und eine Funktion in einer neuen Firma übernehme, wird es mir wohl nur schwer möglich sein, mich von meinem bisherigen Brötchengeber (mit der Möglichkeit auf Wiederbeschäftigung) karenzieren zu lassen. Selbiges sollte auch für die Beamtenschaft gelten.

el dus
 
03
18.10.2011, 21:29
Er scheint nicht so von seinen Fähigkeiten überzeugt zu sein wie Sie

Daher reserviert er sich ein Posterl und die Beamtenpension. Vielleicht glaubt ja auch sein nächster Dienstherr, dass er als Beamter nützlicher sein könnte als in der Anwaltskanzlei.

willi weimaraner
30
18.10.2011, 19:47
Guter Mann.

dr.b.
17
18.10.2011, 21:29
Finstere Figur der BAWAG Inquisition

Handlanger der schwarz blauen Schandregierung, der als graue Eminenz die Frau mit den bunten Brillen massgeblich "beraten" hat.
Karenz? Wovon?
Vom Intervenieren und Intrigieren im Sinne der OEVFPOE?
Alles Gute in der freien Wirtschaft- und einen besseren Friseur!

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