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Wien, Audimax der TU und Minoritenplatz
Die gleiche (diesmal verstärkte) Resolution vom letzten Jahr erneut der Regierung zu übergeben ist zwar richtig, aber zeigt die eigentliche Ohnmacht, da die Chancen gut stehen, dass auch diese wieder ignoriert wird.
Die Tatsache, dass Rektorat, Unirat, die Betriebsräte für allgm. und wiss. Personal alle hinter der HTU stehen geht in den Medien anscheinend unter.
Ebenso, dass Studiengebühren allein niemals den Geldmangel an den Unis decken können (wobei immer noch die Befürchtung bleibt, dass man selbst bei Studiengebühren dann einfach einen ähnlichen Betrag aus der Finanzierung der Unis streicht).
Und de facto gibt es keine wirksamen "Kampfmaßnahmen". Demos allein reichen nicht. Andere Alternativen? Welche?
Leute...wenn ihr keine Ahnung davon habt wie es auf der Uni zugeht --> KLAPPE ZU!
Ich studiere auf Lehramt (wird ja in Zukunft gebraucht, oder wer wird mal eure Kinder unterrichten??) und darf bei jeder zweiten VO die ich besuche am Boden sitzen...oder die ProfessorInnen kommen einfach nicht...dafür möchte ich nicht zahlen...
Wenn es einen KONKRETEN Plan gibt, was mit den Studiengebühren passiert, würde ich natürlich zahlen...
UND: Ich arbeite auch nebenbei ;) neben einem einer 20std Uni-Woche (das sind nur die VOs ;) ) + LERNEN (muss man ja auch, is ja ned nur Party) dann noch hackln is echt kein Zuckerschlecken...
Also: wer noch nie auf ner Uni war, sollte sich aus dieser Diskussion raun halten...
DANKE!
Stimme dir da zu.
Ergänzen würd ich aber auch (zumindest nach meinem Geschmack) jene selbst ernannten LeistungsträgerInnen, die ohne den Bildungsreformen der 70er gar nicht erst studieren hätten können (aber jetzt im Nachhinein groß über die Rahmenbedingungen dahergackern).
Vergleicht man manche Insitute (Lehrangebot, Qualität der Lehre (Engagement und Interesse der Lehrenden), Infrastrukturen, etc. mit 2001, ist fast unglaublich, was in 10 Jahren alles kaputtgehen kann. Erschütternd.
na gottsei dank wird wieda nur auf die studenten hingehaun, die drauf hinweisen dass es mit unserer bildung bergab geht!!!!!!
Und nur zur INFO!!!!!! nicht nur studenten sind auf die straße gegangen, sondern auch die professoren!!!!!!
das studiengebühren warsch die situation ein bisschen verbessern würden steht ausser frage, aba beim nächsten mal bitte ich sich besser zu informieren bevor man einfach auf die studierenden "hinhaut" und meint, die wolln eh nix ausser alles geschenkt zu bekommen!!!
lieber was hackeln als studieren.
dann hat man auch keine geldsorgen.
oder auch arbeiten neben dem studium - ja sowas solls auch noch geben wenns knapp mit der kohle wird.
aber sich gegen alles aufbäumen und demonstrieren bringt ja auch nix. die unis brauchen geld und studiengebühren sind ein nötiges mittel zum zweck!
hat der selige hesoun 1984 über hainburger au-demonstranten geplärrt. hätte nicht gedacht, dass man angesichts des miesen outputs unserer teuren denkfabriken das mal verstehen könnte ...
wie sich germanisten, soziologen & co angesichts dieser wirtschaftslage rechnen, wüsste ich irrsinnig gern.
Ohne Naturwissenschaftler/Techniker gegen Geisteswissenschaftler ausspielen zu wollen, oder Studienrichtungen in "brauchbar" und "unnötig abzustempeln, möchte ich darauf Hinweisen, dass auch die TU Wien einen akuten Geldmangel hat - und Technik-Absolventen sind in der Wirtschaft sehr gefragt. Das Ministerium versucht ja, mit der "MINT"-Initiative Studenten in diese Richtungen zu locken, aber auch die TU hat ihre Kapazitätsgrenzen bald (wenn nicht schon jetzt) erreicht.
In einigen Bereichen schon jetzt erreicht!
Laborplätze lassen sich nicht beliebig viele zur Verfügung stellen.
In VO auf den Stiegen sitzen, ok.. das kann man mal in wenigen Erstsemester-VO in Kauf nehmen (nicht zuletzt, da ja Teile, zB am Getreidemarkt immer noch umgebaut werden), aber bei den Labors gibts kein "zwischen den Tischen stehen".
Germanisten bewahren unser literarisches Erbe. Soziologen erarbeiten Lösungen für unsere stets heterogener werdende Gesellschaft.
& Co kümmert sich vielleicht um andere Probleme, denn davon haben wir genug.
Was die Wirtschaft nicht braucht hat keinen Wert (rechnet sich nicht) sagen Sie!? Zum Glück denken nicht alle so, da bin ich irrsinnig froh.
die zur gesellschaft gar nichts nennenswertes beitragen und arbeiten verrichten, die nichts mit den (gammel)lehrplänen zu tun haben.
z.B. ein Soziologenheer ist purer Luxus, Selbstzweck.
leider wissen die meisten nix besseres als sinnlosen schuljahren noch sinnloserer studienjahre hinterherzuwerfen. i know that for a fact ! haha.
ja stimmt weil schlecht ausgebildete natuerlich den staat nix kosten.
das problem ist doch, in einem staat mit starker armee macht das aushungern der bildungseinrichtungen noch irgendwie sinn. das waere ehrlich, zu sagen: es gibt eine produzierende bildungselite hier und es gibt konsumierendes kanonenfutter da.
schön dass sie in der dritten wortmeldung dann doch etwas anderes leisten, als andere meinungen "dumm" zu nennen.
ja stimmt. staaten wollen/fördern schafe.
auf der strasse rumschreien ändert daran allerdings nichts.
Bildungspolitik, so wie Politik generell wird längst nicht mehr national geregelt. Das ist zu bedenken, wenn es um die Tugenden unserer großen Söhne und Töchterles in den div. Ministerien geht.
Bildung? Was zählt ist, wie schnell unsere Politiker die Wunsch- bzw. Auftragsvorgaben der OECD umsetzen können. Diese gibt dazu "Expertisen" aus, die wiederum von sorgfältig handverlesenen BildungswissenschaftlerInnen erstellt werden. Solchen also, die die gewünschten Ergebnisse liefern: Deren Ergebnisse werden den europäischen Wissenschaftsministern als Handlungsanleitung vorgelegt. Gewünschtes Ergebnis: Meritokratie, Bildung als Kaufwahre und Stärkung des Statusprinzips. Endlich schluss mit lustig und zurück ins gelobte 19. Jahrhundert.
und sonstiges gerne leisten, sind 150 Euro im Monat nicht zu viel verlange.
überdies: man kann im leben auch ohne - und vielleicht ganz besonders ohne - studium und dessen verstumpfung und monotonie - sehr viel erreichen!
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