Integrations-Botschafter

"Das könnt ihr alle schaffen!"

Reportage | 18. Oktober 2011, 17:45
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    foto: der standard/cremer

    Arabella Kiesbauer, Integrationsbotschafterin und Moderatorin, erzählt von ihren beruflichen Anfängen, als sie mit rassistischen Beschimpfungen zu kämpfen hatte.

Drei "Integrationsbotschafter" mit Schmied und Kurz auf Schulbesuch

Wien - "Seid stolz auf eure Wurzeln! Seid aber auch stolz, in diesem Land zu leben!" Das gibt der Wiener Unternehmer Ali Rahimi den Schülern der HTL 10 in Favoriten mit auf den Weg. Im Rahmen des Projekts "Zusammen: Österreich" besuchte er am Dienstag die Schule als "Integrationsbotschafter" gemeinsam mit Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP).

Neben ihm stehen die TV-Moderatorin Arabella Kiesbauer und Zwetelina Ortega, Geschäftsführerin des Vereins "Wirtschaft für Integration" . Alle drei sind Vorbilder für gelungene Integration und wollen ihre Erfahrungen an die Schüler weitergeben. Sie erzählen von den Höhen und Tiefen in ihrer Lebensgeschichte, von Rassismus und Freundschaft. Alle drei betonen, wie wichtig das Erlernen der Sprache ist.

Viel Gerede um die Sprache

Das Thema Sprache dominierte auch die anschließende Diskussion. Die meisten Fragen der Schüler betreffen mangelnde Deutschkenntnisse und daraus resultierende Gruppenbildungen. Für den Maturanten Matthias Schebeck ist klar, dass Mehrsprachigkeit in der Klasse ein Vorteil sein kann. "Wie aber soll Integration funktionieren, wenn bereits im Kindergarten 80 Prozent der Kinder die gleiche nichtdeutsche Muttersprache haben?", fragt er Kurz. Mit dessen Antwort, man müsse noch mehr als bisher auf Frühförderung setzen, ist er nur bedingt zufrieden. "Aber die Ansätze sind schon ganz gut, das muss man den Herren und Damen Politikern lassen."

Auch die Botschaften der Promis stoßen bei den jungen Menschen auf Anklang. Kiesbauer erzählt von ihrer Zeit als junge Moderatorin, in der sie mit rassistischen Beschimpfungen zu kämpfen hatte. Ortega, die den mehrsprachigen Redewettbewerb "Sag's Multi" initiiert hat, warnt vor Vorurteilen: "Hinter jedem ersten Eindruck steht eine Lebensgeschichte, eine ganze Welt, die es kennenzulernen lohnt." Ortega nimmt auch die anwesenden Medienvertreter in die Pflicht: "In den Redaktionen gibt es viel zu wenige Migranten" , klagt sie. (Nikolai Moser, DER STANDARD; Printausgabe, 19.10.2011)

Kommentar posten
14 Postings
hcl3
00
20.10.2011, 22:40
stolz,stolz stolz

mensch echt niveauvolle persönlichkeitsbildung

Erwin Wolfram
01
19.10.2011, 16:09
...

bla bla bla bla

Kra Wuzikabuzi
02
19.10.2011, 15:09
die, die bei der veranstaltung zuhören

habens deshalb grossteils nicht nötig, weil sie ja eh verstehen, was Arabella et al. sagen.

die anderen rauchen inzwischen am klo eine tschick und bleiben trt only konsumenten.

Der mit dem Wanz tolft
01
19.10.2011, 14:05
Ablenkungsargumente

Wer bezweifelt denn, dass es von Vorteil ist, mehrere Sprachen zu sprechen???

Das Problem ist einzig und allein, dass viele nichteinmal die eine Landes- und Unterrichtsprache verstehen!
Niemand will den Kindern ihre "Mutter"-Sprache (lächerlicher Ausdruck, wenn man HIER geboren ist) wegnehmen. Sie sollen einfach bei der Einschulung soweit Deutsch sprechen, damit sie den Soll-Betrieb nicht behindern. Das ist das alles kein Thema mehr.

Übrigens ist es einzig und allein Aufgabe der Eltern, den Kindern sprechen beizubringen. Wenn die Gesellschaft diese Versäumnisse ausgleichen will, ist das nett, oder zweifellos auch sinnvoll, aber es ist NICHT ein Ausgleich für eigene Versäumnisse.

Gerfried Leberbauer
06
19.10.2011, 13:22

Warum sich Kiesbauer für diese potentiell lobenswerte Kampgane hergibt als "eine, die es geschafft hat", zeigt, wie hoffnungslos vertrackt die Vorstellungen von "Integration" in diesem Staatssekretariat sind.

Kiesbauer hat de facto null "Migrationshintergrund" – das einzige, was sie für diese Kampagne qualifiziert, ist ihre von irgendeinem unbekannten Vater vererbte etwas dünklere Hautfarbe. Sie ist eine ganz normale Mittelschichts-Wienerin aus austro-österreichischem Hause. Dass sie also für diese Kampagne ausgewählt wurde, ist selbst nichts anderes als Rassismus.

(Dass sie zusagt und mitmacht, ist natürlich ihre Entscheidung und kann sicher hilfreich sein. Aber doch nicht unter dem Vorzeichen "Integration"!)

Der Himmel wird uns auf den Kopf fallen!
00
19.10.2011, 12:58

Man stelle sich nur vor, die eigene Tochter kommt von der Schule nach Hause und sagt "Ich möchte wie Arabelle Kiesbauer werden!" Schluck!

ivoryhunters
03
19.10.2011, 12:03
arabella als integrationsbotschafter

ist lächerlich.

sie ist halbe österreicherin und bei ihrer österreischischen oma aufgewachsen.

da gabs nichts zu integrieren.

genausogut könnte da irgendein vranitzky, busek, klestil oder westenthaler (hojak) sitzen und echten ausländern erklären, wie man am besten Österreicher wird.

haben wir denn keine echten - gut integrierten - ausländer?

metalwoman
01
19.10.2011, 13:35

Könnte es nicht sein, dass gut integrierte Ausländer gar nicht mehr als solche wahrgenommen werden?

Irma la Douce
00
19.10.2011, 15:29
was ist an kiesbauer ausländisch? Österreichischer kann man gar nicht sein ...

elischka
10
19.10.2011, 13:15
ganz und gar nicht

denn der/die DurchschnittsösterreicherIn sieht die Hautfarbe zuerst

Irma la Douce
04
19.10.2011, 10:08
Das nenne ich p.r.!

Die Knochenarbeit leisten jeden Tag engagierte LehrerInnen, ErzieherInnen und WerauchimmerInnen.

lukav jez
22
19.10.2011, 09:28

Ich dachte, die "IntegrationsbotschafterInnen" gehen zu Jugendlichen der Mehrheitsgesellschaft und arbeiten mit ihnen daran, was sie tun können, um Jugendliche mit anderen kulturellen Wurzeln, anderer Sprache etc. in die Gesellschaft zu integrieren.

Diskussion
02
19.10.2011, 08:51

Diese Aktion erreicht wohl vorwiegend die Jugendlichen, die ohnehin offen sind für die Chancen, die ihnen Österreich bietet. ( kostenloser Schulbesuch- in vielen anderen Ländern nicht üblich!). Diejenigen, die in fundamentalistisch-traditionellen Umgebungen welcher Richtung auch immer aufwachsen, werden sich davon wohl kaum beeinflussen lassen.

Erwin Wolfram
24
18.10.2011, 22:19
aufgabe: 5x schreiben

ich muss sagen was alle hoeren wollen.
ich muss blind sein.
ich muss sagen was alle hoeren wollen.
ich muss blind sein.
ich muss sagen was alle hoeren wollen.
ich muss blind sein.
ich muss sagen was alle hoeren wollen.
ich muss blind sein.
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