Einer der gefährlichsten jungen Camorra-Bosse in Neapel gestorben

Vincenzo Schiavone war einer berüchtigtsten Mafiabosse der jungen Generation

Rom - In Italien ist einer der berüchtigtsten Mafiabosse der jungen Generation gestorben. Vincenzo Schiavone, Mitglied des Schiavone-Clans, eine als besonders gefährlich eingestufte Gruppe der neapolitanischen "Camorra", erlag im Alter von 37 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls. Er war im vergangenen April nach sechsjähriger Flucht in einer Klinik unweit von Neapel nach seiner Einlieferung verhaftet worden. Er zählte zu den 100 gefährlichsten Kriminellen in Italien.

Schiavone war nicht nur ein Mörder, sondern auch "Schatzmeister" der Camorra, der für die Erpressung von Kaufleuten und Unternehmern verantwortlich gemacht wurde. Er soll mehrere Personen ermordet haben, deren Leichen er verbrannte. Bei ihm wurde eine Liste von Personen beschlagnahmt, die er erpresste. Diese Liste erwies sich für die Ermittler als besonders wichtig. Dank der Untersuchung konnten bisher 103 Personen festgenommen werden.

Die Schiavones bilden die Führungsebene des aus Casal di Principe kommenden Casalesi-Clans. Dieser soll für zahlreiche Morde, Erpressungen und weitere illegale Aktionen verantwortlich sein. Wegen dreifachen Mordes war im vergangenen Jahr bereits der Camorra-Boss Nicola Schiavone festgenommen worden. (APA)

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