"Ein Unfall war unvermeidlich"

18. Oktober 2011, 13:54

Nach Wheldons Tod wird Kritik an IndyCar-Serie laut - NASCAR-Fahrer Jonhson forderte Indy-Aus für Oval-Kurse

New York - Nach dem Unfalltod des Briten Dan Wheldon beim Finale der IndyCar-Serie in Las Vegas am Sonntag haben sich in die Trauer bereits kritische Töne gemischt, droht den Veranstaltern der Rennserie eine Sicherheitsdiskussion. Indes wurden der US-Amerikaner John Hildebrand und die Britin Pippa Mann, die schon zu Beginn des Rennens verletzt wurden, wieder aus dem Spital entlassen - beide werden laut Ärzten wieder voll genesen.

Der Tenor der Kritik: Ist es klug, auf einer extrem schnellen Strecke mit Steilkurven, auf der seit elf Jahren kein IndyCar-Rennen mehr stattgefunden hat, zu fahren? Auch das große 34 Piloten umfassende Teilnehmerfeld, in dem sich nicht nur Routiniers, sondern auch wenig erfahrene Motorsportler befanden, die für die hohen Geschwindigkeiten bis zu 360 km/h und den Kampf über 200 Runden nur ungenügend vorbereitet waren, scheint manchem der falsche Zugang zu sein.

Die Verantwortlichen halten sich vorerst bedeckt, werden in weiterer Folge aber über konkrete Aussagen zum Thema Sicherheit nicht umhinkommen. Das prophezeit etwa der US-Berater Ernest DelBuono, der Großfirmen und staatlichen Stellen in Sachen Krisenkommunikation zur Seite steht: "Sie werden Sicherheitsthemen diskutieren müssen." Ausgerechnet Wheldon war im vergangenen Jahr mit dem Testen jenes Autos beschäftigt gewesen, das in der kommenden Saison mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen auf die IndyCar-Strecken kommt.

NASCAR-Fahrer Jimmie Johnson etwa forderte gar ein Ende der offenen Wagen auf Indy-Car-Strecken. "Ich würde nicht auf Oval-Kursen fahren. Es kommt zu Situationen, wo das Auto bei hoher Geschwindigkeit abhebt. Und dann kannst du es nicht mehr kontrollieren", sagte der US-Amerikaner, der nach der Geburt seiner Tochter seiner Frau versprechen musste, niemals ein IndyCar-Rennen zu fahren.

Auch Ex-Formel-1-Champion Jody Scheckter zeigte sich äußerst besorgt - schließlich ist auch sein Sohn Tomas Teil der Rennserie. "Es ist derzeit die gefährlichste Motorsport-Formelserie", sagte der 61-Jährige, der den Horrorcrash live miterlebte. "Es war unvermeidbar, dass irgendjemand einen Unfall verursacht." Seinen Sprössling will er vom IndyCar wegbringen. "Ich habe ihm gesagt, dass ich möchte, dass er aufhört", betonte Scheckter. (APA/Reuters)

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www.numenta.com
10
24.10.2011, 15:29

tote beleben das geschaeft. pervers, aber wahr.

alexanderletten
 
01
19.10.2011, 16:26

Paul Tracy hat da vollkommen Recht:
"Wir haben die Safer-Barrier bekommen, wir haben das HANS-System, wir haben neue Sitze und auch die Autos werden immer sicherer. Aber was seit 100 Jahren immer gleich ist, sind die Fangzäune."

http://www.motorsport-total.com/usracing/... 01904.html

I'm a locksmith
00
19.10.2011, 21:29

Für das Jahr 2012 waren schon einige Änderungen geplant, die ein Aufsteigen des Wagens womöglich verhindert hätten (fast geschlossene hintere Radkästen).

siehe:
http://www.talk-of-motorsport.de/index.php... readID=986

alexanderletten
 
00
20.10.2011, 08:57

Ja, ich finde die gar nicht so hässlich wie beschrieben.
Früher oder später käme sowieso die großflächigere aerodynamische Anpassung des Chassis.
Das Problem dabei wird auch sein, dass die Fahrer die Qualität ihre Reifen dann nicht mehr gut beurteilen können(Red-Bull-Studie)
Loeb Sebastian, glaube ich, sagte mal (beim Race of the Champions), Schumacher profitiert auch enorm, wenn der beim Rennen seine Reifen sehen kann.

pimpf1
 
10
19.10.2011, 15:28
schon irr komisch

der (Un)Sinn dieser hirnamputierten Ovale ist ja, dass man
1.) egal wo von der Zuschaeurtribüne aus möglichst den gesamten Kurs übersehen kann
2.) möglichst viel Autos möglichst nahe Rad an Rad rasen sehen kann
3.) weil man permanent mit Vollgas rasen kann und dabei nicht viel sein Hirn mit Fragen über fahrerisches Können oder Taktik zermartern muss.

Zusätzlich erschwerend kommt noch hinzu, dass in der Indy Car (und noch schlimmer bei den NASCAR) alles, was nicht erlaubt ist, von vorne herein verboten ist -z.B. sind weder Heizdecken noch Carbobremsen erlaubt (!!!), was die Sicherheit auch nicht gerade erhöht.
Wenn aber der Massencrash kommt wie das Amen im Gebet, dann herrscht krokodilsheulen und- blärren.

Wolfgang Ullram
00
18.10.2011, 22:43
was ist das ?

NASCAR-Fahrer Jimmie Johnson etwa forderte gar ein Ende der offenen Wagen auf Indy-Car-Strecken.

keine indy cars auf indy car strecken?

wieder mal englisch lücken?

pitviper
11
18.10.2011, 20:16
Formel 1 zum Vergleich

Wenn es in Monaco in den ersten Runden im Tunnel einen der vorderen querstellt, und der ganze Pulk hineinfährt, und ein oder mehre Autos brennen, dann schaut es noch fürchterlicher aus, über Tote und Verletzten will da gar nicht reden.

:/
00
20.10.2011, 08:28
wann habens denn

das letzte mal einen f1 boliden gesehen, der durch einen unfall in flammen aufgeht!? bei diesem unfall in vegas hat aber exakt JEDES auto gabrannt BEVOR es mit über 300 in die mauer/fangzaun gekracht ist. ist ja alleine das schon lächerlich!

ganz zu schweigen davon, dass solche unfälle integraler bestandteil von rennen auf diesen öden ovalen sind. für die boxenstop strategie ist da ja die nächste gelb phase (weil unfall) weit wichtiger als der reifenverschleiss.

diese sinnfreien "rennen" würd sich ja selbst der primitivste redneck nicht geben, wenns da nicht permanent krachen würde. und bei einem big one schmecken halt hot dog und bud gleich doppelt so gut...

The Man with the Plan
00
19.10.2011, 10:41

Da wird trotzdem weniger passieren. Die Geschwindigkeit ist dort ca. 250km/h, und schon alleine die Streckenführung lässt nicht zu, dass 5 oder mehr Autos quasi auf einer Briefmarke zusammenpicken. Die Autos sind dort hintereinander aufgereiht und es kommt nicht zu einer Pulkbildung wie auf Ovalen. Und genau das ist das Gefährliche, speziell bei offenen Rädern.

Burner99
 
00
18.10.2011, 17:19
Wagen langsamer machen

Las Vegas ist für die Indy Cars einfach zu schnell. Entweder man akzeptiert das und fährt auf anderen Strecken oder man muss die Wagen langsamer machen. Von einer Drosselung der Motorleistung halte ich nichts, da man anhand der Nascar sieht, dass es dabei zu großen Pulks kommt, wo es regelmäßig zu Massencrashs kommt, was bei der Nascar meistens zum Glück glimpflich ausgeht.

Eventuell wäre es möglich, die Geschwindigkeit durch eine Senkung des Anpressdrucks zu verringern, damit sie in den Kurven bremsen müsste.

:/
00
20.10.2011, 08:54
dazu ein paar fragen

indycar/nascar wagen haben bremsen? für was brauchens die?

da hats echt kurven auf den ovalen? da muss man lenken!? dachte immer die autos müssen neu aufgebaut werden, wenns mal gegen den uhrzeigersinn geht und das lenkrad ist nur zum festhalten da.

und die wichtigste frage: unfälle sollen vermieden werden!? das glaub ich nicht, und das meine ich jetzt ganz ohne sarkasmus. solche unfälle sind doch der einzige grund, warum sich die leute diese sinnlosen rundkurs rennen anschauen.

Burner99
 
00
20.10.2011, 10:42

Die Nascar braucht sie um auf allen Strecken außer 2 vor der Kurve zu bremsen, da es sonst nicht möglich ist, um die Kurve zu kommen und man die Außenwand streift. und ja, auf den Ovalen muss man auch lenken, manchmal sogar nach rechts.

ich glaube nicht, dass die Unfälle der Hauptgrund sind, warum sich Leute das anschauen. Die größte Motivation ist bei den meisten, dass sie packende Rad an Rad Duelle sehen wollen. Wenn ich wirklich nur an Unfällen interessiert wäre, schaue ich mir doch nicht 2-4 stunden lang an, wie die im kreis fahren, nur für die eine sekunde, wo es einen unfall gibt.

Indy Car hat aufgrund des größeren Abtriebs auf anderen Strecken auch das Problem, dass Bremsen nicht nötig ist.

Radlerwahn68
66
18.10.2011, 16:51

motorsport ist halt mal eine sinnlose sache!

Feldschwirl
00
19.10.2011, 13:51

für wen jetzt speziell oder sprechen sie für alle?

Wolfgang Ullram
02
18.10.2011, 22:45
kann

man auch von weltcup skirennen sagen,
oder jedem anderen leistungssport

HansPeter10
11
18.10.2011, 15:21
Weicheier

Wer dort fährt weiss um das Risiko. Basta. Es wird niemand gezwungen.

In der F1 gab es vor Jahren jede Saison mindestens einen Toten und man fährt immer noch. Mit besseren Autos, klar. Deswegen verlaufen viele Unfälle jetzt harmlos.

DR Spillo
00
19.10.2011, 07:44
Tja, 17 Jahre ist es her.

Roland Ratzenberger und Ayrton Senna.

Die F1 ist seither wahrlich sicherer geworden.
Schaut euch mal den Unfall von Robert Kubica in Kanada 2007 an.

Auf dass Rennsport spannend bleibt, aber keine Todesopfer zu beklagen sind.

Und ja, Unfälle machen es auch spannend, und ja die Fahrer wissen worauf sie sich einlassen .

Corleone73
00
18.10.2011, 18:47

darum gehts ja, ohne unfälle wird dem publikum fad.

Hans Duo
13
18.10.2011, 14:15
"Ich "habe ihm gesagt, dass ich möchte, dass er aufhört"

verständlich, meinen sohn würde ich auch nicht in so einer kiste sehen wollen.

Club-der-dichten-Toten
21
18.10.2011, 17:03

Aber damals, als Scheckter noch fuhr, war die F1 um ein Hochhaus gefährlicher als die IndyCar-Serie jetzt. Da braucht er ned groß reden, sondern soll froh sein, dass er das überlebt hat.

Prügelprinz mit Schirm
00
19.10.2011, 07:36

Haben Sie ein Kind? Wissen Sie was es heißt um sein eigenes Kind Angst zu haben? Wenn man etwas selbst macht hat man dazu einen ganz anderen Zugang als wenn es der Sohn, die Tochter oder der Ehepartner macht.

Club-der-dichten-Toten
00
19.10.2011, 08:23

Ja, sogar zwei.
Und ich weiß, wie ich als Kind/Jugendlicher/junger Erwachsener war.
Warum soll ich jetzt meinem Kind verbieten, etwas zu tun, das ich selbst getan habe?

Ich kann ihm Tipps geben, wie die Gefahr zu minimieren ist, wie man die Sache möglichst sinnvoll angeht und klar hat man Angst, dass trotzdem was passiert. Dennoch, g'rade einer, der sowas gemacht hat zu einer Zeit wo's gefährlicher war, sollte meiner Meinung nach ein bisserl reflektieren...

Prügelprinz mit Schirm
00
19.10.2011, 08:38

Es steht im Text ganz klar, dass er möchte, dass sein Sohn aussteigt. Da steht nichts von verbieten.
Das können Sie auch gleich als Tipp ansehen. Er empfiehlt seinem Sohn aus Sicherheitsgründen die Rennserie zu wechseln.

Gerade bei Dingen, die man selbst gemacht hat, kann man den Kindern nahelegen dies besser zu unterlassen, weil es aus diesen und jenen Gründen Blödsinn ist. Wer soll es denn bitte besser wissen, als einer der es selbst gemacht hat?

Club-der-dichten-Toten
00
19.10.2011, 09:25
Gerade bei Dingen, die man selbst gemacht hat, kann man den Kindern nahelegen dies besser zu unterlassen, weil es aus diesen und jenen Gründen Blödsinn ist.

Man verliert nur ein bisserl seine Glaubwürdigkeit, weil einem selbst das ja von seinen Eltern auch sicherlich gesagt wurde, dass das Blödsinn ist und man hat's trotzdem gemacht...

Prügelprinz mit Schirm
00
19.10.2011, 14:11

Mit der Argumentation müsste man die eigenen Kinder bei jedem Blödsinn selbst anrennen lassen ohne ihnen vorher zu sagen, dass sie es lieber nicht tun sollten. Es ist Ihr gutes Recht das so zu handhaben. Ich für meinen Teil werde immer versuchen meine Töchter vor Blödsinn zu bewahren. Dass sie häufig nicht auf mich hören werden - geschenkt.

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