Rom - Die italienische Verbund-Beteiligung Sorgenia bekommt die
schwierige Konjunktur in Italien zu spüren. In den ersten drei Quartalen 2011
verzeichnete das italo-österreichische Gemeinschaftsunternehmen, an dem der
Verbund einen 45-prozentigen Anteil hält, einen Nettogewinn von 18 Millionen
Euro, im Vergleichszeitraum 2010 waren es noch 61 Millionen Euro. Der Umsatz
fiel um 8,5 Prozent auf 1.552,7 Millionen Euro. Dafür kletterte der Ebitda um
16,8 Prozent auf 125,7 Millionen Euro. Die Verschuldung betrug Ende September
1.661,9 Millionen Euro, Ende Juni waren es noch 1.767,5 Millionen Euro.
Sorgenia will im Bereich Strom, Gas und erneuerbare Energien investieren und
die Zahl ihrer Kunden steigern. Außerdem startet die Gesellschaft im Bereich der
privaten Stromversorgung. Ziel ist es, bis 2016 zusätzliche 1,5 Millionen Kunden
zu gewinnen, teilte Sorgenia mit. Das will die Gesellschaft nicht zuletzt mit
Service erreichen. "Wir beraten die Kunden, wie sie Strom sparen können", so das
Motto des Unternehmens.
Bisher beliefert Sorgenia vor allem Klein- und Mittelbetriebe, insgesamt
500.000 Firmen. Damit ist Sorgenia zum fünftstärksten Stromerzeuger des Landes
aufgerückt. Für die Strombelieferung von Privathaushalten plant Sorgenia bis
2016 Investitionen in Höhe von 275 Mio. Euro zur Entwicklung des
Vertriebsnetzes, zur Modernisierung der technologischen Infrastrukturen und zur
Verbesserung des Kundenservice. (APA)