Kein ÖVP-Mitglied mehr

Ex-ÖVP-Wehrsprecher Kapeller trat aus Partei aus

18. Oktober 2011, 09:57

Nach Affäre um Parken mit Behindertenausweis eines Verstorbenen

Linz - Der ehemalige Wehrsprecher der ÖVP, Norbert Kapeller, ist am 4. Oktober aus der Partei ausgetreten. Er hatte im März sein Mandat zurückgelegt, nachdem er wegen Parkens mit dem Behindertenausweis eines Verstorbenen unter Druck geraten war. Die oberösterreichische Landespartei bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht in den "Oberösterreichischen Nachrichten". Kapeller sei aus freien Stücken gegangen, hieß es.

Anfang Februar war Kapellers Wagen mit dem Behindertenausweis eines verstorbenen Verwandten hinter der Windschutzscheibe auf einem Linzer Behindertenparkplatz abgestellt worden. Seine Frau erklärte sich damals als die Schuldige: Sie habe das Auto dort geparkt, den Ausweis irrtümlich verwendet und die Strafe von 220 Euro bezahlt. Das Verfahren wurde mittlerweile eingestellt. Kapeller legte nach der Affäre alle politischen Funktionen zurück.

Firmengründung im Krankenstand

Im Herbst geriet Kapeller, mittlerweile nur mehr einfaches Parteimitglied, erneut in die Schlagzeilen: Der Polizeibeamte soll im Krankenstand eine Sicherheitsfirma gegründet haben, während er an seinem Posten in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, der ihm im Juni vom Innenministerium zugeteilt worden war, nicht erschien. Seit Mitte September verrichtet Kapeller nun aber dort seinen Dienst, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" unter Berufung auf das Ministerium. (APA)

Kommentar posten
21 Postings
Lupo71
00
23.10.2011, 18:45
Fallback position

Im Kleinen wie im Großen. Die ÖVP versorgt Ihre Leute. Für Plassnik darfs der Botschafterposten sein wenn es nichts bei der OECD wird. Für Josef Pröll gibts einen Vorstandsposten im Giebelkreuzreich. Zwei waren eh schon da. Trägt sicher auch noch einen Dritten. Und für Hr. Kapeller ist es halt die KZ-Gedenkstätte. Nur um die Frau Renner mache ich mir Sorgen. Hat die eigentlich auch schon was adäquates bekommen. Was halt so zu Ihr passt als Tirolerin und vom ÖAAB. Das waren damals ja Ihre Qualifikationskriterien für den Kurzauftritt als Familienstaatssekräterin. Ich hoffe inständig, das der Platter was für Sie gefunden hat
lg

the photographer
00
23.10.2011, 09:33
Christlichsozial...

Werner Marzi1
 
00
22.10.2011, 05:54
SINNENTLEERT

Wird jetzt sicher Berater od. Gutachter der Regierung.

Paieon
00
20.10.2011, 23:43
... hieß es ...

"Kapeller sei aus freien Stücken gegangen, hieß es."

Lappe ohne Rentier
014
18.10.2011, 13:33
Schade!

Er hat so gut in die ÖVP hineingepasst...

Herzelichst
Ihtr Lappe

Andreas W
09
18.10.2011, 11:42
Keine Unvereinbarkeit???

Und sein Innenministeriumsjob ist mit seiner Sicherheitsfirma eh nicht unvereinbar? - na hoffentlich kann er sich wieder mal auf Kosten des Steuerzahlers lukrative Auftraege zuschanzen, wie so viele andere Politiker und Expolitiker!
Was fuer ein Leistungstraeger!
Und danke an die StA, die dieses Pack unheschoren davonkommen laesst, ist doch voellig absurd anzunehmen, dass Parken auf einem Behindertenparkplatz und die Verwendung des fremden Ausweises irrtuemlich erfolgen kann!!!
Da brauchen wir die Kleinkriminellen auch nicht mehr vor ein Strafgericht bringen, wenn andere nicht einmal fuer Urkundendelikte zur Verantwortung gezogen werden, nur weils zur Oest. Verbrecherpartei gehoer(t)en!!!

Miklaus Röchlinger
01
18.10.2011, 11:41

...und wahrscheinlich ist er gleich der Partei der ertappten Gesetzesbrecher beigetreten: BZÖ.

leo lander alias mont tatont
00
21.10.2011, 18:35
mit Betonung auf "ertappt" oder ?

Therimon
03
18.10.2011, 15:13
*hihi

eine "Bad Party" quasi :-)

Wiesen Barbara
04
18.10.2011, 12:25
In der FPÖ …

… nimmt man so einen sicher auch mit offenen Armen …

Moneymaker
01
18.10.2011, 11:32
ÖVP-Berufspolitiker muss man sein

Lupo71
00
23.10.2011, 18:55
Na da brauchen Sie aber Talent.

Sonst wird das nichts. z.B.: müssen Sie solange an sich Arbeiten, dass es für Sie ein Recht ist, ungerechtfertigte Privilegien in Anspruch zu nehmen. Und Sie dürfen auf gar keinen Fall ein schlechtes Gewissen dabei haben. Allen anderen müssen Sie dann auch noch den Leistungsgedanken um die Ohren hauen, dass es nur so pascht. Kritisches Hinterfragen müssen Sie sich ebenfalls auf Null abtrainieren. Wenn Sie in Niederösterreich sind müssen Sie sich auch noch eine gewisse Derbheit aneignen. Vielleicht bietet der Sobotka da sogar Trainings an. Als Ergebnis können Sie sich täglich Frau Mikl-Leitner anschauen. Wenn Sie weiblich sind brauchen Sie auch noch einen schlechten Geschmack bez. Schmuck. Siehe Ihr Stachelhalsband oder die Schlosserkette.

ikepod
10
18.10.2011, 11:05
typischer politiker?

typisches övp mitglied?

auf jeden fall ,wer bis jetzt nicht sein parteizugehörigkeit, gleich welcher partei, zurückgelegt hat unterstützt ein korruptes system!!

Walter Kaiser.
02
18.10.2011, 12:10
Es ist nicht das System korrupt, es sind manche, vielleicht auch viele, aber sicher nicht alle Leute.

ikepod
11
18.10.2011, 14:48

daher muss man aus der partei austreten
sonst unterstützt man dieses system

ich wünsche den parteien die gleiche austrittswelle
wie es seit 10 jahren die kirche spürt !

prado
00
18.10.2011, 19:26
wichtiger wären Wählerverluste

ikepod
00
18.10.2011, 20:08

wenn es alternativen gibt warum nicht

Christoph Baumgarten
02
18.10.2011, 16:33
Die haben sie schon lang hinter sich

zumindest SPÖ und ÖVP. Die FPÖ hatte nie viele Mitglieder (außer sie war grad mal an der Regierung), das BZÖ auch nicht, die Grünen genausowenig. Aber die SPÖ hat sich mitgliedermäßig seit den 70er Jahren gedrittelt (!), bei der VP war's net so arg, aber auch spürbar. (Die hatte ja immer was zu verteilen) Ich würd also sagen: Ich wünsche der Kirche die gleiche Austrittswelle, wie sie die Parteien hinter sich haben.

Lord Lurch
00
10.11.2011, 14:50
Nur

dass die Mitgliederverluste weniger dem Austrittswillen als dem Sensenmann geschuldet sind. Und dass keiner mehr neu eintreten will.

Lord Lurch
00
10.11.2011, 15:01
Bei der SPÖ

natürlich

Wolfram Gauss
00
18.10.2011, 10:37
Kam wohl seinem Rauswurf zuvor?

um diesen sauberen Herrn ist es jedenfalls nicht schade, dass er die Politik verlässt. Ein weiteres Beispiel, was für Leute mit welcher Einstellung sich um die "res publica" verdient machen wollen ...

Mir würden spontan noch eine ganze Menge weitere Leute in öffentlichen Ämtern einfallen, die sich beruflich anders orientieren sollten.

W.

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