Nach Affäre um Parken mit Behindertenausweis eines Verstorbenen
Linz - Der ehemalige Wehrsprecher der ÖVP, Norbert Kapeller, ist am 4. Oktober aus der Partei ausgetreten. Er hatte im März sein Mandat zurückgelegt, nachdem er wegen Parkens mit dem Behindertenausweis eines Verstorbenen unter Druck geraten war. Die oberösterreichische Landespartei bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht in den "Oberösterreichischen Nachrichten". Kapeller sei aus freien Stücken gegangen, hieß es.
Anfang Februar war Kapellers Wagen mit dem Behindertenausweis eines verstorbenen Verwandten hinter der Windschutzscheibe auf einem Linzer Behindertenparkplatz abgestellt worden. Seine Frau erklärte sich damals als die Schuldige: Sie habe das Auto dort geparkt, den Ausweis irrtümlich verwendet und die Strafe von 220 Euro bezahlt. Das Verfahren wurde mittlerweile eingestellt. Kapeller legte nach der Affäre alle politischen Funktionen zurück.
Firmengründung im Krankenstand
Im Herbst geriet Kapeller, mittlerweile nur mehr einfaches Parteimitglied, erneut in die Schlagzeilen: Der Polizeibeamte soll im Krankenstand eine Sicherheitsfirma gegründet haben, während er an seinem Posten in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, der ihm im Juni vom Innenministerium zugeteilt worden war, nicht erschien. Seit Mitte September verrichtet Kapeller nun aber dort seinen Dienst, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" unter Berufung auf das Ministerium. (APA)