Proteste in Tibet

Selbstverbrennung einer buddhistischen Nonne

18. Oktober 2011, 07:34

Erstmals zündete sich eine Nonne an - Unruhen in Südwestchina nehmen zu

Proteste, Selbstverbrennungen und Schüsse: Die Zwischenfälle in den tibetischen Gegenden in Südwestchina nehmen zu. Erstmals zündete sich eine buddhistische Nonne aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über die Tibeter an und kam ums Leben. Es war die neunte Selbstverbrennung in der tibetischen Region der Provinz Sichuan seit März und die fünfte allein in diesem Monat, wie die in London ansässige Organisation Free Tibet am Dienstag berichtete. Bei solchen Aktionen seien damit schon vier Tibeter ums Leben gekommen.

Bei einem Protest hätten ferner chinesische Sicherheitskräfte zwei Tibeter niedergeschossen. Ihr Schicksal sei unbekannt, berichte Free Tibet. Die Demonstranten in Khekor (Kege) hätten "Freiheit für Tibet" und die Rückkehr des Dalai Lamas, des religiösen Oberhauptes der Tibeter, gefordert. Der neue politische Führer der Exiltibeter, Regierungschef Lobsang Sangay, sah klare Zeichen für die "tiefe Verbitterung und Verzweiflung" der Tibeter. Die Probleme müssten dringend an der Wurzel angepackt werden.

Erstmals zündete sich eine Nonne an

Die etwa 20 Jahre alte Nonne Tenzin Wangmo habe sich nahe ihrem Kloster Mamae Dechen Choekhorling drei Kilometer außerhalb der Stadt Ngaba (Aba) angezündet. Brennend habe sie nach religiöser Freiheit und der Heimkehr des im indischen Exil lebenden Dalai Lamas gerufen, berichtete Free Tibet unter Berufung auf exiltibetische Quellen. Andere Nonnen hätten ihre Leiche in das Kloster getragen, obwohl chinesische Sicherheitskräfte die Herausgabe gefordert hätten.

"Die Unruhen in Tibet weiten sich aus und eskalieren", sagte Stephanie Brigden von Free Tibet. "Die Zahl und Häufigkeit der Selbstverbrennungen ist beispiellos." Informationen aus der Region deuteten darauf hin, dass noch mehr Tibeter zum Selbstmord bereit seien, um auf die anhaltenden und brutalen Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen, unter denen die Tibeter litten. Dabei sei die Selbstverbrennung keineswegs eine traditionelle Form des Protests.

Unruhen in Südwestchina nehmen zu

Die erste Selbstverbrennung geschah im März aus Anlass des dritten Jahrestages der schweren Unruhen der Tibeter von 2008, bei denen damals in Ngaba 13 Tibeter erschossen worden waren. Free Tibet sprach von einer "übertriebenen Reaktion" der chinesischen Behörden, indem daraufhin viele Truppen stationiert worden seien, Menschen willkürlich festgenommen, Straßensperren errichtet, Häuser durchsucht sowie Internet- und andere Kommunikationsmöglichkeiten zeitweise unterbrochen worden seien.

Schätzungsweise 300 Mönche des Kirti-Klosters, das im Zentrum der Spannungen steht, seien zwangsweise zur "patriotischen Erziehung" geschickt worden. Sechs Mönche seien im Zusammenhang mit den Selbstverbrennungen zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Zahl der Mönche indem Kloster sei von 2500 im März auf 600 gefallen, berichtete Free Tibet. Allein sieben der acht Mönche, die sich bisher selbst angezündet hatten, stammten von dem Kirti-Kloster. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 119
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23
31.10.2011, 16:14
schon geil wie

Tatsachen von manchen im Forum verdreht werden.
Ein kleines Völkchen, das niemandem was zuleide tat wurde gewaltsam überfallen vom großen "Bruder", brutal "modernisiert" und auf perfide Art und Weise kolonialisiert (Heute leben in Tibet mehr Han-Chinesen als Tibeter)
Und dann gibt es, man kann es leider nicht anders sagen, Vollkoffer die so was gutheissen.
Es darf schlicht KEINE Rechtfertigung geben, egal ob von links oder rechts, gutgemeint oder nicht, ein Volk zu bevormunden.

pdsa
00

90% der Einwohner der Autonomen Region Tibet sind laut Volkszählung ethnische Tibeter. Selbst in Lhasa sind es noch über drei Viertel.

Die tibetische Exilregierung behauptet freilich das Gegenteil (die ist auch nicht in Tibet), doch kann ich mir nicht ganz vorstellen, das Volkszählungen in China zur Gänze frei erfunden sind. Vielleicht irgendwo in der Mitte?

anyuser
 
10
31.10.2011, 15:40
religion ist echt das letzte

führt dazu daß sich menschen selbst töten.
religion ist der wahnsinn der die evolution des menschen verhindern will.
religion ist abzulehnen und hat in der politik bzw. bei politischen entscheidungen nichts zu suchen.

best 29091964
00
3.12.2011, 23:16
es geht doch hier nicht um religion...

sondern um das Recht auf freie Meinungsäußerung, um Freiheit und Selbstbestimmung. Die Mönche und Nonnen werden systematisch unterdrückt. Sobald sie Kritik am System üben, werden Sie als reaktionär gebrandmarkt und unter Beobachtung gestellt. Der Besitz eines Bildes vom Dalai Lama wird mit Höchststrafen belegt. Übrigens gilt das auch für alle anderen "non-konformen" Tibeter.

Linek Karl
 
11
26.10.2011, 18:31
Erinnerungen an...

Das erinnert mich an die Selbstverbrennungen von buddhistischen Mönchen in Sri Lanka vor Jahrzehnten. Jetzt sind die Tamilen fast völlig ausgemordet - die hinduistischen Tamilen von der buddhistischen Mehrheit.

Also die Rotchinesen mögen keine angenehmen Herrscher sein, aber sie sind mir doch lieber als die Buddhisten oder irgendeine andere Religion mit transzendenter Ausrichtung.

11
31.10.2011, 15:44
für das Posting

wünsch ich Ihnen für Ihre nächsten Wiedergeburt die Rotchinesen and den Hals

Gilgamesh
41
21.10.2011, 10:00

Wäre es nicht so traurig, jede Meldung über Tibet wäre eine echte Lachnummer.

Kaum dreht sich das Thema um Tibet kommen all die linksextremen Gutmen***en aus ihren Löchern im sicheren Westen gekrochen und geifern uns vor, um wie viel besser es den Tibeter es jetzt nicht angeblich geht.

Dass Rotchina eine mordende Diktatur ist, die die Kultur Tibets EINZIG deshalb fördert um wenigstens ein paar Touristen ausnehmen zu können, darüber schweigt man. Dass Rotchina seine Bevölkerung illegaler weise nach Tibet verbringt (denn nicht alle gingen dort freiwillig hin), keine Aussage, aber die selben Leute geifern über Israel bei der gleichen Aktion.

Ehrlich, wer kann diese Mao, Ho, Guevara Anbeter ernst nehmen?

mistvieh666
 
11
21.10.2011, 17:29

komisch. ich sag immer, es ist hirnfreie gutmenschen, die alles was ihnen nicht in den kram passt als blutsaufende diktatur bezeichnen und sich in laecherlichen bildern ergehen und von revolutionen und aufstaenden phantasieren, alle natuerlich vollkommen gewaltfrei.
aber wenigstens in einem punkt sind wir uns einig:
gutmenschen sind das letzte, was die welt derzeit so zu bieten hat.

Vera Rschung
 
10
19.10.2011, 07:55
Was unterscheidet den tibetischen Protest vom Palästinensischen?

Und worin mag dieser Unterschied begründet sein?

anyuser
 
00
31.10.2011, 15:42
das kann man so nicht direkt vergleichen

die religion spielt in beiden fällen eine gewisse rolle, aber den palästinensern hat man das lang geraubt.

seek+destroy
00
22.10.2011, 02:03

beide bringen sich selber um.. welchen unterschied meinen sie?

spacedakini
32
18.10.2011, 21:34

Mahnwache morgen, Mittwoch, 8-18h am Ballhausplatz!
Bitte kommt zahlreich!
Kleidung in der Farbe von Feuer tragen (Rot und Gelbtöne), Räucherstäbchen, Kerzen und tibetische Fahnen mitbringen.

Gilgamesh
31
21.10.2011, 10:01

Lasst euch nicht von den Speichelleckern einer mordenden Diktatur entmutigen, die Forderung für die Freiheit Tibets ist gerechtfertigt und ehrenhaft.

Gilgamesh
20
21.10.2011, 14:03

Danke, diese roten Bewertungen sind wie Orden für mich. Sie zeigen mir, dass ich recht habe, dass es in der Tat Volli****n gibt, die eine mordende, kommunistische Diktatur anhimmeln....

mistvieh666
 
00
21.10.2011, 17:45

sie koennen sich offenbar keinen anderen grund vorstellen, warum menschen gegen aufstaende sind.
eine beeindruckende phantasielosigkeit.

00
31.10.2011, 16:04
dann nennen Sie mir einen

guten Grund warum Menschen gegen einen Aufstand Unterdrückter sein sollen?

"Able Danger"
59
18.10.2011, 14:52

Die Mönche nehmen es den Chinesen bis heute übel, die Leibeigenschaft beendet zu haben.

Gilgamesh
40
21.10.2011, 09:55

Beendet?

Nun das tibetische Volk leidet nun unter der Besatzung Rotchinas, deren Diktatur.
Mir erscheint der Tausch jetzt nicht so vorteilhaft, wie ihn die Linksextremisten sehen...

Von den Billiglohnsklaven in Rotchina fange ich erst gar nicht an zu sprechen, es würde bei ihnen und ihren Freunden auf taube Ohren stoßen...

mistvieh666
 
01
21.10.2011, 17:50

ja, alternative zu den "billiglohnsklaven"?
die reale alternative in den laendern rund um china.
ganz einfach: noch viel, viel billigere lohnsklaven.
soviel zur realitaet.

Ingrid Goeschl
21
19.10.2011, 11:01

Dass sich jemand selbst verbrennt aus Protest dagegen, dass "die Leibeigenschaft beendet wurde" ist eine kühne Theorie.

Haben Sie diese selbst erfunden oder wurde sie von der chinesischen Botschaft so ausgegeben?

Auch Briefträger brauchen Liebe..
20
20.10.2011, 14:25

Bitte kein Fragezeichen..

Ingrid Goeschl
10
19.10.2011, 11:01

Dass sich jemand selbst verbrennt aus Protest dagegen, dass "die Leibeigenschaft beendet wurde" ist eine kühne Theorie.

Haben Sie diese selbst erfunden oder wurde sie von der chinesischen Botschaft so ausgegeben?

Ingrid Goeschl
10
19.10.2011, 11:01

Dass sich jemand selbst verbrennt aus Protest dagegen, dass "die Leibeigenschaft beendet wurde" ist eine kühne Theorie.

Haben Sie diese selbst erfunden oder wurde sie von der chinesischen Botschaft so ausgegeben?

Der Gutmensch
10
18.10.2011, 16:47

Ich glaube ja nicht, dass sie aus der Traufe in den Regen zurück wollen.

zimbo
 
32
18.10.2011, 18:44
Bei jeder Umwälzung gibts Gewinner und Verlierer.

Zusammen mit Bhutanesen und den Inuits die offiziell glücklichsten Menschen.

War bei den Tschuktschen, wenn bessoffenerweise ein Fernseher verkauft wurde, sind Geschäfte mit niederer Verzinsung rückabwickelbar und Badbanks haben sie auch keine.

Atanarjuant, ein "Krimi" zeigt dem Kapitalismus/Sozialismus im Kleinen.

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