ÖVP designierte Wallner zum Landeshauptmann

17. Oktober 2011, 21:31

44-Jähriger wurde einstimmig gewählt und kann Amt des Regierungschefs am 7. Dezember übernehmen

Dornbirn - Der 44-jährige Markus Wallner ist am Montagabend vom Vorstand der Vorarlberger ÖVP wie angekündigt zum Landeshauptmann designiert worden. Der aktuelle Vorarlberger Landesstatthalter (Landeshauptmannstellvertreter) wurde von allen 78 anwesenden Delegierten als Nachfolger des langjährigen Regierungschefs Herbert Sausgruber (65) gutgeheißen. Wallner wird am 7. Dezember in einer Sondersitzung des Landtags zum Landeshauptmann gewählt werden.

Bereits von Sausgruber übernommen hat Wallner am Montagabend die Führung der ÖVP-Landespartei. Seine Bestellung zum geschäftsführenden Parteiobmann erfolgte ebenfalls einstimmig. Bei einem Parteitag am 17. März 2012 wird der 44-Jährige offiziell den Parteivorsitz übernehmen, den Sausgruber seit 1986 innehat. Wallner ist erst der vierte Landesparteiobmann der Vorarlberger ÖVP seit 1945.

Die hundertprozentige Zustimmung gebe ihm "Kraft und Mut, das ist ein Turbo", freute sich Wallner, der nach der Sitzung mit Gratulationen überhäuft wurde. Die breite Unterstützung der Partei sei aber auch ein Auftrag. "Wir haben heute ein tolles Signal der Geschlossenheit gesetzt, wir sind gut aufgestellt. Jetzt packen wir's an", versprühte der designierte Landeshauptmann Tatendrang. Sausgruber war über die Ergebnisse der Vorstandssitzung ebenfalls "absolut glücklich". Er habe es immer als wichtige Aufgabe einer Führungskraft angesehen, eine gute Nachfolge möglich zu machen. "Ich bin glücklich, dass das gelungen ist", sagte der scheidende Regierungschef.

Auch die anderen Personalentscheidungen fielen einstimmig bzw. mit überwältigender Mehrheit: Karlheinz Rüdisser (56), seit Dezember 2008 Regierungsmitglied und für das Ressort Wirtschaft zuständig, wird neuer Landesstatthalter, der bisherige Klubobmann Rainer Gögele (55) rückt in die Landesregierung auf und übernimmt von Wallner das Gesundheitsressort. Vorarlbergs ÖAAB-Chef Gögele war 2004 erstmals in den Landtag gewählt und 2006 zum Klubobmann bestellt worden. Rüdissers Wechsel befürworteten alle 78 Delegierten, jenen von Gögele 77.

Als Nachfolger von Gögele als Klubobmann wurde bereits Roland Frühstück (53) vorgestellt. Der ÖVP-Landtagsklub wird Frühstück offiziell am 7. Dezember vor Beginn der Sondersitzung des Landtags zum Klubchef machen. Der als bisheriger Manager des mehrmaligen Handballmeisters Bregenz bekannte Frühstück ist seit zwei Jahren Landtagsabgeordneter. Neu ins Landesparlament kommt der 42-jährige Rankweiler Betriebswirt Alexander Muxel. Der auf der Liste vor ihm platzierte Walter Rauch, von 2008 bis 2009 Landtagsabgeordneter, hat verzichtet.

Da die ÖVP im Landtag mit 20 von 36 Abgeordneten über die absolute Mehrheit verfügt, ist sie zur Umsetzung ihrer Vorschläge nicht auf die Unterstützung einer anderen Partei angewiesen. (APA)

BogumirOrjoltschaschtsch
 
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21.10.2011, 10:43
Der Eklat rund um Erik Schmid – der Landesveterinär attackierte vor knapp drei Monaten eine Mitarbeiterin und verletzte sie dabei an der Hand – sorgte in Vorarlberg gestern für gemischte Reaktionen. Während etwa Kornelia Spiß (FPÖ) und erneut Gabi Sp

Der Eklat rund um Erik Schmid – der Landesveterinär attackierte vor knapp drei Monaten eine Mitarbeiterin und verletzte sie dabei an der Hand – sorgte in Vorarlberg gestern für gemischte Reaktionen. Während etwa Kornelia Spiß (FPÖ) und erneut Gabi Sprickler-Falschlunger (SPÖ) von sich aus harsche Kritik an Schmid übten, wollte Katharina Wiesflecker kein Urteil fällen. Und ÖVP-Frauensprecherin Manuela Hack war den ganzen Tag telefonisch einfach nicht erreichbar.„Das ist nicht tolerierbar“
Landesrätin Greti Schmid fand dagegen klare Worte: „Die Handlungsweise und das Verhalten sind für mich nicht tolerierbar.“ Dennoch sei nun die sachliche Aufarbeitung des Falles durch den Landesamtsdirektor abzuwarten, „dann sollen die zuständigen Organe...

BogumirOrjoltschaschtsch
 
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21.10.2011, 10:22
Mann kann Wallner nur gratulieren und hoffen,

dass er keine Altlasten wie den gegen Frauen brutal vorgehenden Erik Schmid übernehmen muss. Wir werden also sehen...

jane doe2
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18.10.2011, 12:47

Ich halte nichts von fliegenden Wechsel. Man kann zu Wallner stehen wie man will, aber die Legitimität der Wähler hat er nicht. Wenn ein Kanzler oder Landeshauptmann vorzeitig zruücktritt, dann müßte neu gewähtl werden. So werden in der mitte der Legislaturperiode die Plätze getauscht und bei den nächsten Wahlen hat der neue Kanzler oder Landeshauptmann oder Bürgermeister den Amtsbonus. Ganz gravierend ist dieser bei Bürgermeister, die wenn sie keine groben Fehler gemacht haben immer wieder gewäahlt werden, aber auch Kanzler und Landeshauptmann haben so große Vorteile. In einer Demokratie wie wir uns nennen sollte sowas verboten sein! Im Vorfeld dieser Besetztung mußten ja alle Verbände ihre Zustimmung machen. Das sagt schon alles!

Der Große von Gegenüber
21
18.10.2011, 06:50

Zu diesem traurigen Ereignis kann nicht gepostet werden.

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